27.09.2016, 1971 Zeichen
Nach einem fulminanten Börsendebut hatten Investoren zwischendurch ein wenig das Vertrauen in Alibaba (WKN: A117ME / ISIN: US01609W1027) verloren. Allerdings hat sich der chinesische E-Commerce-Riese eindrucksvoll zurückgemeldet.
Zu dem zwischenzeitlichen Vertrauensverlust haben die chinesischen Wachstumssorgen beigetragen. Schließlich ist Alibaba sehr stark vom heimischen Geschäft abhängig. Die Analysten bei MKM Partners sehen außerdem den Wechsel, weg von Desktop-PCs hin zum mobilen Internet, und die damit einhergehenden Herausforderungen als weiteren Grund für die zwischenzeitliche Kursschwäche der Alibaba-Aktie nach der Anfangseuphorie rund um das Rekord-IPO aus dem Herbst 2014. Sie vergleichen Alibaba in dieser Hinsicht mit Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027). Doch genauso wie Facebook soll auch Alibaba letztlich von der Verbreitung mobiler Geräte wie Smartphones profitieren.
Alibaba-Chart: finanztreff.de
Außerdem hält die Alibaba-Aktie aus Analystensicht auch aus anderen Gründen reichlich Kurspotenzial bereit. Demnach seien die Anteilsscheine im Branchenvergleich bei Fonds, die sich mit Internetunternehmen beschäftigen, deutlich unterrepräsentiert. Mit der Zeit sollten Fondsmanager ihre Alibaba-Positionen aufstocken und so zu weiteren Kurssteigerungen beitragen.
Schließlich sollten wir die Möglichkeiten, die die chinesische Wirtschaft bereithält, nicht unterschätzen. Zwar hat die Wachstumsdynamik des BIP nachgelassen. Gleichzeitig wird der Konsum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer mehr gestärkt, was insbesondere Online-Händlern wie Alibaba zugutekommen sollte. Außerdem hat sich zuletzt ganz besonders die Abwicklung der Käufe über mobile Geräte als ein wichtiger Wachstumstreiber erwiesen.
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