13.05.2016, 3467 Zeichen
Angesichts der jüngsten Alibaba-Erfolge ist es wenig verwunderlich, dass sich beim einstigen Internet-Pionier Yahoo vieles um die lukrative Beteiligung am chinesischen E-Commerce-Riesen gedreht hat. Im März-Quartal konnte Alibaba zeigen, dass der Wachstumskurs fortgesetzt wurde. Darüber hinaus konnten Investoren aus dem jüngsten Quartalsbericht einige für die weltweiten Finanzmärkte relevante Erkenntnisse gewinnen.
Demnach werden die Alibaba-Quartalsergebnisse auch als Indiz dafür gewertet, wie es um die Kauflust der chinesischen Konsumenten bestellt ist. Die zweitgrößte Volkswirtschaft soll nach den Vorstellungen der Pekinger Regierung immer mehr von dem exportorientierten Wachstum der Vergangenheit wegkommen. Stattdessen soll der Konsum eine immer größere Rolle spielen. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Konsums in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und des Konjunkturmotors für die gesamte Welt ist es umso beruhigender, wenn Alibaba Erfolge vorweisen kann.
Laut Unternehmensangaben vom 5. Mai bescherten die chinesischen Konsumenten dem Konzern zwischen Januar und März Umsatzerlöse in Höhe von umgerechnet 3,8 Mrd. US-Dollar, 39 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Umsätze auf den chinesischen Handelsplattformen kletterten sogar um 41 Prozent nach oben. Ein wichtiger Wachstumstreiber war erneut die Abwicklung der Käufe über mobile Geräte wie Smartphones. Die „mobilen“ Umsätze stiegen um 149 Prozent und machten inzwischen rund 54 Prozent der konzernweiten Umsatzerlöse aus. Deren Anteil an den Umsätzen auf den chinesischen Handelsplattformen lag sogar bei 71 Prozent.
Alibaba hatte zuletzt jedoch nicht nur seine Handelsplattformen im Blick. Neben neuen Zahlungsmethoden hat das Unternehmen, genauso wie die Konkurrenz, wichtige Wachstumsfelder ausgemacht. Dazu gehört unter anderem der Bereich Cloud Computing. Dieses Segment konnte Anfang 2016 ebenfalls mit beeindruckenden Wachstumszahlen aufwarten. Darüber hinaus konnte Alibaba zuletzt auch auf der Ergebnisseite Erfolge einfahren. Im März-Quartal lag der Nettogewinn bei umgerechnet 824 Mio. US-Dollar und damit 85 Prozent höher als im Vorjahr.
Das Unternehmen rechnet sich auch für die Zukunft viel aus. Dabei verweist man sehr gerne auf die chinesischen Haushalte. Diese hätten in den vergangenen Jahren aufgrund des Wirtschaftswachstums enorme Wohlstandsgewinne erfahren. Aus Sicht von Alibaba dürfte das angesparte Vermögen immer mehr in den heimischen Konsum fließen. Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat zuletzt abgenommen. Noch immer greift die Regierung stützend ein. Eines Tages könnten diese Stützungsmaßnahmen nicht mehr ausreichen, so dass es doch noch die so genannte harte Landung für die Wirtschaft geben könnte. Dies würde wiederum das Vertrauen und möglicherweise auch das Vermögen der Konsumenten in Form von Lohnkürzungen oder sogar Entlassungen belasten und damit den Konsum einschränken.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Alibaba-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL1TBD) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,83, die Knock-Out-Schwelle bei 61,35 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM05M4, aktueller Hebel 3,44; Knock-Out-Schwelle bei 96,35 US-Dollar) auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie setzen.
Stand: 12.05.2016
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