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Drägerwerk: Gewinnerholung in Sicht (Christian Scheid, Marc Schmidt)

Bild: © Dräger (Homepage), Drägerwerk, Dräger, Fahnen

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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22.03.2016, 2727 Zeichen

Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Drägerwerk (WKN 555063) hat ein schwieriges Jahr 2015 hinter sich. Nach einem Gewinneinbruch wird die Dividende drastisch gekürzt. Die Aktie hat sich seit ihrem Höchststand mehr als halbiert. Auch für 2016 ist noch keine wirkliche Verbesserung in Sicht – zumindest, was den Umsatz betrifft. Aufgrund des deutlich zurückgegangenen Auftragsbestands zum Jahresende 2015 sei das Unternehmen verhalten in das erste Quartal gestartet.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen deshalb mit einer etwas schwächeren Wachstumsdynamik. Hinzu kämen negative Wechselkurse, weshalb die Gesellschaft für 2016 mit einem Umsatzrückgang von rund einem Prozent rechnet. Aber: Währungsbereinigt sollen die Erlöse um bis zu 3 Prozent steigen. Beim Ergebnis sind sogar deutliche Verbesserungen geplant: Die operative Marge soll dank des laufenden Sparprogramms von 2,6 auf 3,5 bis 5,5 Prozent zulegen.

Wegen der abzusehenden Ergebnisverbesserung, die 2017 in einen Gewinn je Aktie von gut 5 Euro münden könnte, ist die Aktie wieder interessant. Denn auf dieser Basis wäre der Titel mit einem KGV von nur zwölf bewertet. Als Alternative könnten sich eher vorsichtige Anleger die Drägerwerk Aktienanleihe von UniCredit onemarkets (ISIN DE000HU3XQ57) ansehen. Das Papier ist mit einem Kupon von 5,75 Prozent p.a. ausgestattet, der unabhängig von der Kursentwicklung der Aktie am Ende der einjährigen Laufzeit gezahlt wird. Daneben besteht die Chance auf Rückzahlung zum Nennwert. Dazu muss die Aktie noch nicht einmal gestiegen sein. Im Gegenteil: Es ist sogar ein kleiner Rücksetzer erlaubt.

Am anfänglichen Bewertungstag, dem 11. April 2016, wird der Basispreis ermittelt. Dieser liegt bei 85 Prozent des Referenzpreises der Aktie. Würden die Drägerwerk-Vorzüge beispielsweise bei 60 Euro notieren, betrüge der Basispreis 51 Euro. Jetzt kommt es darauf an, wo der Referenzpreis der Aktie am Bewertungstag, dem 6. April 2017, liegt: Notiert die Aktie mindestens bei 51 Euro, also auf oder über dem Basispreis, erhalten Anleger den Nennbetrag von 1.000 Euro je Aktienanleihe zurück. Oben drauf gibt es den Kupon. Liegt der Referenzpreis der Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis, werden je Aktienanleihe Drägerwerk-Aktien in einem vorher festgelegten Verhältnis geliefert, wobei die genaue Stückzahl am anfänglichen Bewertungstag ermittelt wird.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto © Drägerwerk AG & Co. KGaA


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