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Merck: Ein Quäntchen Glück… (Ivan Tomasevic, Marc Schmidt)


Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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07.12.2015, 1665 Zeichen

Dank des schwachen Euro und guter Geschäften mit Produkten für die Pharmaforschung konnte der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck (WKN 659990) zuletzt für erfreuliche Geschäftsergebnisse sorgen. Zudem sorgte eine milliardenschwere Übernahme in den USA für neue Fantasien. Wenn es jedoch um das Thema Medikamentenforschung geht, scheint das DAX-Unternehmen einfach kein Glück zu haben.

Jetzt hat man sich dazu entschlossen das Mittel „Evofosfamide“ bei verschiedenen Krebsarten nicht zur Zulassung einzureichen, nachdem zwei Phase-III-Studien nicht die gewünschten Erfolge gebracht hatten. Am Montag sorgte diese Meldung dafür, dass die Merck-Aktie in einem hervorragenden Marktumfeld als einziger unter den 30 DAX-Werten Kursverluste hinnehmen musste. Für Merck gilt es jetzt, sich noch stärker auf andere vielversprechende Mittel zu konzentrieren und die Integration des für 17 Mrd. US-Dollar übernommenen US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich noch schnelle zu bewerkstelligen.

Quelle: Guidants

Quelle: Guidants

So lange jedoch Forschungserfolge weiter ausbleiben, dürfte es für die Merck-Aktie schwierig werden, das gerade erst im Frühjahr 2015 bei knapp 112 Euro verzeichnete Allzeithoch wieder anzugreifen. Zumal nun auch wieder das nachhaltige Abrutschen unter die 200-Tage-Linie droht. Wer trotzdem gehebelt auf Kurssteigerungen der Merck-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG2MBZ ins Auge fassen.

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Bildnachweis

1. Merck 360b / Shutterstock.com

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