08.10.2015, 2064 Zeichen
Europas größter Sportartikelhersteller adidas (WKN A1EWWW) hat genügend eigene Sorgen. Mit dem Konzernumbau und den US-Konkurrenten Nike (WKN 866993) und Under Armour (WKN A0HL4V) hat der DAX-Konzern alle Hände voll. Da kann man nicht auch noch den FIFA-Korruptionsskandal gebrauchen. Zumal sich die ganze Geschichte zum Nachteil der Herzogenauracher entwickelt.
Anders als die US-FIFA-Sponsoren Coca-Cola (WKN 850663) und McDonald’s (WKN 856958) hatte adidas nicht den sofortigen Rücktritt des im Kreuzfeuer stehenden FIFA-Präsidenten Sepp Blatter gefordert. Nun hat jedoch die FIFA selbst Blatter und UEFA-Chef Michel Platini im Zuge der Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft wegen einer dubiosen Zahlung für 90 Tage gesperrt. Das Festhalten an den handelnden FIFA-Personen könnte letztlich auch adidas marketingtechnisch Schaden.
So oder so steckt adidas in der Zwickmühle. Auf der weltweiten Bühne eilt Konkurrent Nike von einem Erfolg zum anderen. Auf dem wichtigen US-Markt musste sich adidas wiederum hinter dem Emporkömmling Under Armour einreihen. Und dann bleibt da noch das kriselnde Golfgeschäft, das dem Unternehmen reichlich Kopfzerbrechen bereitet. Aus diesem Grund dürften die Erfolge bei den eingeleiteten Effizienz- und Sparmaßnahmen im Aktienkurs nicht zur vollen Geltung kommen. Wer trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der adidas-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN CC3DM8 ins Auge fassen.
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