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Börsen zeigen Nerven (Monika Rosen)

Bild: © www.shutterstock.com, China, Peking, Verbotene Stadt und Kaiserpalast, http://www.shutterstock.com/de/pic-243064399/stock-photo-i...

Autor:
Monika Rosen

Chefanalystin , Bank Austria Private Banking

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25.08.2015, 4188 Zeichen

In kurzer Zeit haben die internationalen Aktienmärkte eine ordentliche Korrektur aufs Parkett gelegt. Vor allem Asien stand diesmal im Fokus. Schwächt sich die Wirtschaft Chinas stärker ab als erwartet? Das war eine der Fragen, die Investoren beunruhigte. Geschürt wurden diese Überlegungen durch die überraschende Abwertung des Yuan in der Vorwoche. Es kam der Verdacht auf, die konjunkturelle Abkühlung in China könnte stärker ausfallen als bisher gedacht.
Nachdem die Weltbörsen in den letzten Jahren, und besonders heuer, super gelaufen waren, kam es in den letzten Tagen zu deutlichen Kursrückgängen. Viele Börsen befinden sich mittlerweile 20% und mehr unter ihren Höchstständen und damit im Korrekturmodus. Außerdem erlebte der Dow Jones am Montag die stärkste Tagesbewegung seiner Geschichte. In den ersten Minuten nach Eröffnung verlor er 1000 Punkte, um sich darauf hin wieder zu erholen (wenn auch mit einem weiteren Einbruch zu Handelsschluss). Die Finanzmärkte zeigen also Nerven.
Um die Lage an den Börsen in einen etwas größeren Kontext zu stellen, ist es wichtig zu ergänzen, dass die Korrektur nach einem sensationellen Anstieg erfolgte. In den letzten Jahren, und vor allem heuer, gab es sehr starke Kursgewinne. Die Nachrichtenlage in China hat jetzt die Phase der Gewinnmitnahmen ausgelöst. Das ist zwar unangenehm, sollte aber keinesfalls zu Panik Anlass geben, denn mittelfristig können so wieder Einstiegschancen entstehen.
Man sollte auch einen Blick auf die Bewertung der Märkte machen. Diese scheint mehrheitlich attraktiv, denn da die Gewinnaussichten der Unternehmen weiter positiv sind, hat die jüngste Korrektur die Bewertung der Börsen attraktiver gemacht. Korrekturen von über 20% waren in der Vergangenheit schon oft Kaufgelegenheiten.
Natürlich hat mit den wilden Ausschlägen an den Märkten auch das Sentiment, also die Stimmung der Anleger, gelitten. Das ist aber eher ein positives Zeichen, da zu viel Euphorie und Sorglosigkeit an den Finanzmärkten keine guten Voraussetzungen sind. Historische Analysen zeigen, dass nach einem Absturz der Sentiment-Indikatoren fast immer nach mehreren Wochen bzw. Monaten ein positives Ergebnis im S&P 500 Index erzielt wurde.
Fazit: In einer Korrekturphase gilt es immer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Langfristig hat sich Geduld an der Börse immer ausgezahlt. Die positiven Fundamentalfaktoren sind weiterhin gegeben (Erholung der Konjunktur in Europa, ultra-expansive Geldpolitik der EZB), weshalb wir im Zweifelsfall nach den Kursrückschlägen eher über einen Zukauf nachdenken, und die gefallenen Kurse mittelfristig durchaus als mögliche Einstiegschance sehen.

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Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden.
Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.
Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist.

Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.


(25.08.2015)

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1. China, Peking, Verbotene Stadt und Kaiserpalast, http://www.shutterstock.com/de/pic-243064399/stock-photo-imperial-palace-in-beijing-view-from-above-china.html , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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