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Sal. Oppenheim: Spitze eines Eisbergs (Wilhelm Rasinger)


Autor:
Wilhelm Rasinger

ist Präsident des IVA, Honorarprofessor für Betriebswirtschaft und Aufsichtsrat bei Wienerberger, Erste Group Bank AG und S IMMO AG.

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25.02.2015, 2441 Zeichen

 

In Deutschland werden mit großem Interesse die Auseinandersetzungen über die Bank der Prominenten und Superreichen, nämlich Sal. Oppenheim, verfolgt. Die Bank selbst wurde vor einiger Zeit von der Deutschen Bank übernommen, die selbst auch nicht gerade ein Hort der Tugend und Bescheidenheit ist. Im Mittelpunkt der Streitereien stehen der „ Superstar“ und Egomane Thomas Middlehoff, Josef Esch und ehemalige Vorstände. Karstadt-Erbin M. Schickedanz, die sich von den diversen Beratern beeindrucken ließ, hat ihr ererbtes Vermögen fast zur Gänze verloren. Eine Mischung aus Gier, Naivität, Selbstüberschätzung, Dummheit und Unfähigkeit hat wesentlich zu dieser Vermögensvernichtung beigetragen.

Auch in Österreich war Sal. Oppenheim viele Jahre prominent vertreten und engagierte sich u.a. mit Turnieren in Ebreichsdorf für den exklusiven Polosport in Österreich. Der Abgang des tüchtigen und charmanten Österreich-Statthalters Bernhard Ramsauer, der mit seinen vermögenden Klienten auf Augenhöhe verkehrte, schlug in den Medien Wellen. Er bewohnte ein feudales Haus der Bank in der allerbesten Lage von Döbling und hatte das Recht, diese Liegenschaft um (lt. Sachverständigengutachten) 9,6 Millionen Euro zu erwerben. Seine Kunden wären mehr als zufrieden, wenn sie nur annähernd diese Rendite erzielt hätten, die er beim Weiterverkauf kurzfristig lukrierte. Denn er verkaufte sofort um beachtliche 23,8 Millionen Euro, also mit einem Bruttogewinn von rund 14 Millionen, an eine zypriotische Gesellschaft weiter. Fein für den cleveren Herrn Ramsauer; aber da diese großzügigen Bedingungen kein Einzelfall sind stellt sich die Frage, mit welcher Zusage die Spitzenkräfte von Sal. Oppenheim/Deutsche Bank generell verwöhnt werden. Letztendlich kommt das Geld entweder von den Kunden oder von den Aktionären.

Hoffentlich profitiert wenigstens der heimische Fiskus von dieser Transaktion. Normalerweise würde eine Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent anfallen und eine Einkommensteuer von rund 50 Prozent, d.h. insgesamt ein Betrag in der Größenordnung von 8 Millionen an Steuern anfallen. Oder gibt es gefinkelte Konstruktionen der Steuervermeidung. Es wird spannend, wie viele Kunden mit Bernhard Ramsauer und seinem Team zum neuen Arbeitgeber Semper Constantia Bank weiterwandern; und ob die feine Privatbank, die mehrheitlich im Eigentum vom Börsegewinner und Philanthrop Hans Peter Haselsteiner steht, diesen Zugang auch so großzügig verwöhnt.


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