10.02.2015, 3764 Zeichen
Außerbörsliches
Der "Ball der Wiener Kaffeesieder", der am 6. Februar in der Wiener Hofburg über die Bühne ging, stand diesmal unter dem Motto "Eine Nacht in Venedig". Der Kaffee und die Zunft, die ihn so meisterlich zubereitet und kredenzt, eben die Kaffeesieder, haben ja sowohl in Wien als auch in Venedig eine lange Tradition. "Außerbörslich" bringt Ihnen heute, neben einigen optischen Impressionen vom Ball, einen kurzen Blick in die Geschichte des Kaffees in Venedig:
Im Jahr 1585 berichtet der venezianische Gesandte in Konstantinopel an den Senat der Serenissima, dass "die Türken eine Art schwarzes Wasser trinken, das sie aus einer Bohne namens 'Kahve' gewinnen, und dieses Gebräu hält sie wach."
Die Bohnen, die geröstet und gemahlen wurden, gab es ab 1638 auch in Venedig zu kaufen, allerdings zu horrenden Preisen. Sie galten anfangs auch als "Medizinalie". 1676 beschäftigte sich der Senat erstmals mit dem öffentlichen Ausschank des Getränks. 1683 entstand, nachdem Kaffee zuvor nur in apoteche verkauft worden war, am Markusplatz das erste Kaffeehaus Venedigs.
Das Jahr 1683 ist ja auch für die Wiener Kaffeetradition von höchster Bedeutung, denn der Überlieferung nach haben die Türken bei ihrem Abzug aus Wien auch einige Säcke voll Kaffeebohnen zurückgelassen, und der Stadt damit ein Stück Weltkulturerbe geschenkt.
Doch zurück nach Venedig. Dort erinnerten die ersten Kaffeehäuser eher an Tavernen, mit niedrigen Decken und schlechter Beleuchtung. Ihr Siegeszug war dennoch nicht aufzuhalten, ein Jahrhundert später gab es allein auf dem Markusplatz bereits 24 Kaffeehäuser. Sie waren für das Leben in der Stadt unverzichtbar geworden, Goldoni widmete ihnen sogar ein Stück. Das berühmteste Cafe Venedigs, das Florian, öffnete 1720 auf dem Markusplatz seine Pforten. Benannt nach seinem ersten Besitzer, Floriano Francesconi, wurde es bald zum Tummelplatz der High Society der Stadt. Goldoni war ebenso Stammgast wie Canova und (ein Jahrhundert später) Balzac. Letzterer schrieb, das Florian sei "gleichzeitig Börse, Theaterfoyer, Bibliothek, Club und Beichtstuhl."
(zitiert nach "Venice", Verlag Knopf, New York, bzw. auszugsweise aus Wikipedia)
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