02.01.2015, 2444 Zeichen
"Die internationalen Märkte tendierten letzte Woche uneinheitlich. Der ATX korrigierte nochmals leicht, die Jahrestiefststände konnten aber gehalten werden. Der Start in das Jahr 2015 sollten positiv verlaufen.
Wiener Börse: Konsolidierung als Jahresausklang! In der letzten Börsenwoche des Jahres konsolidierte der ATX um weitere 0,6% und schloß das Jahr bei 2.160,1 Punkten, womit die Jahresperformance 2014 bei minus 15.2% zu liegen kam. Mit dieser Performance zählt der ATX zu den größten Verlierern unter den Europäischen Börsen im vergangenen Jahr - nur Russland, Zypern, Griechenland und Portugal schnitten schlechter ab.
Seit unserem letzten Weekly am 22.12. gab es kaum nennenswerte Unternehmensnachrichten. Die wichtigste war wohl die der Immofinanz, welche ihren Geschäftsmietern in Moskau einen fixen USD:RUB Wechselkurs von 40 für Januar-März angeboten hat. Aktuell stehen wir bei einem Kurs von 70. Dieses Angebot gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, daß alle ausständigen Mieten bis Ende Februar beglichen werden und keine individuelle Mietanpassung vereinbart worden war.
Die internationalen Aktienmärkte tendierten letzte Woche uneinheit-lich. Während die meisten Leitindizes der Developed Markets leichte Verluste aufwiesen, konnten zahlreiche Emerging Markets Zugewinne erzielen.
Der Abwärtstrend der Ölpreisnotierungen hält an. Der Brent-Ölpreis fällt im Wochenvergleich um 4,9%, jener der amerikanische Sorte WTI um 3,4%. Dies ist die Folge einer schwachen globalen Nachfrage und eines Überangebots, das unter anderem durch eine hohe Produktionsmenge von Nicht-OPEC-Mitgliedern entstanden ist. Die OPEC hat aufgrund der Beibehaltung ihrer bisherigen Fördermengen de facto den Preiskampf um Marktanteile begonnen, der vor allem negative Auswirkungen auf die kaptalintensive US-Fracking Industrie und die meist teuren Tiefsee-bohrungen haben wird.
Ausblick. Wir erwarten zum Jahresbeginn einen moderaten Anstieg der globalen Leitindizes, wobei die Sektoren Gesundheit, Technologie und Konsum eine stabile und positive Entwicklung aufweisen sollten bzw. Energieaktien und Rohstofftitel aufgrund der negativen Rahmen-bedingungen (Preisverfall bzw. Überkapazitäten) voraussichtlich volatil sein werden und ihre Abwärts-tendenz fortsetzen sollten.
Für die Wiener Börse erwarten wir einen positiven Jahresbeginn. Auch auf Jahressicht stehen die Vorzeichen für den Aktienjahrgang 2015 sicherlich etwas besser."
(Erste Group)
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