18.09.2014, 2143 Zeichen
"In der nächsten Woche stehen in der Eurozone eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten (Einkaufsmanagerindizes, ifo-Geschäftsklimaindex) zur Veröffentlichung an. Eine Abschwächung würde uns hier nicht überraschen. Auch das WIFO hat ja heute die Wachstumsprognosen aufgrund fehlender Impulse für den Außenhandel in Österreich (2014: 0,8%, 2015: 1,2%) nach unten revidiert. Neben der unsicheren geopolitischen Lage stellt auch das schottische Unabhängigkeitsreferendum einen gewissen Unsicherheitsfaktor dar. Der Ausgang ist laut Umfragen ungewiss, eine Zustimmung könnte die Märkte aber belasten. " (ÖVAG)
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"Was sich bereits im Frühjahr d.J. ankündigte, wird langsam aber sicher zur Realität. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone verlangsamt sich zusehends, die Niedrigzinspolitik zeigt keine Wirkung mehr, der geldpolitische Transmissionsprozess kommt nicht und nicht in Gang und das Gespenst der Deflation geht um.
Im März 2014 meinte Draghi noch:
„Wenn sich die gegenwärtige konjunkturelle Belebung im Einklang mit unseren Projektionen entwickelt, so wird die erhebliche Unterauslastung der Wirtschaft allmählich aufgefangen, und die Inflation wird schrittweise auf ein Niveau steigen, das näher an 2 % liegt“1.
Daher werde man weiter vorerst auf „Forward Guidance“2 setzen, um das angestrebte Infla- tionsniveau von 2% zu erreichen. Sollte es jedoch letztendlich mit dem „Forward Guidance- Konzept“ nicht möglich sein, die Preisstabilität zu erreichen, so hätte „die EZB zusätzliche geldpolitische Sondermaßnahmen entwickelt“3, um das Teuerungsziel von nahe 2% zu er- reichen.
Als dann am 5. Juni 2014 der EZB-Rat die Einführung des negativen Zinssatzes auf die Ein- lagefazilität beschloss, wurde auch jenen Banken langfristige Liquidität angeboten, die diese zur Kreditvergabe außerhalb des Finanzsektors nutzen. Gleichzeitig würde die EZB weitere Sondermaßnahmen vorbereiten. "
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