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14.04.2014, 2427 Zeichen

  Sehr geehrte Privatanleger,

in der Ausgabe vom 7. April führte das von mir sehr geschätzte amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune fünf Gründe auf, warum die aktuelle Hausse, die mittlerweile fünf Jahre alt ist, vorbei sein könnte.

- Der durchschnittliche Bullenmarkt dauerte in der Nachkriegszeit viereinhalb Jahre. Damit wäre diese Hausse schon alt. Nur drei der vorherigen Bullenmärkte wurden sechs Jahre alt. 

- Der Aktienmarkt sei teuer. Das KGV des US-Marktes liegt nun ungefähr bei 16 – ein mehr als 50-prozentiger Anstieg seit 2011. Das Shiller-KGV mit den durchschnittlichen und inflationsbereinigten Gewinnen der letzten zehn Jahre liegt bereits bei 25. Morningstar findet nur noch 12 Aktien, die fünf Sterne für Qualität und Timing bekommen. In der Krise waren es 850. 

- Die Wirtschaft erhole sich nicht wirklich. Acht von zehn Frühindikatoren des Goldman-Sachs-Index sanken im Februar.

- Immer weniger Aktien erreichen ein Allzeithoch. Derzeit sind es nur noch 19 Prozent. Letzten Mai waren es noch 28 Prozent. Ein Zeichen dafür, dass die Kursanstiege weiter abflachen.

- Immer mehr Leute denken, dass Aktien eine gute Idee seien. Es werden wieder viele Käufe auf Kredit getätigt, das Bullenbarometer steht bei hohen 55 Prozent. Es sind kaum noch Shortsellerim Markt.

Das Gegenargument, das Fortune anbringt, kann nicht wirklich überzeugen. Noch gäbe es auch Skeptiker. Der letzte Idiot habe noch keine Aktien gekauft (wie leider viele in Deutschland im Jahr 2000). Also wären noch potentielle Interessenten da. 

Nun, Fortune ist eine amerikanische Zeitschrift. Die Zeitschrift, der auch Buffett mit Vorliebe seine Interviews gibt. Zum Glück gelten die obigen Argumente zum großen Teil vor allem für den amerikanischen Aktienmarkt. 

Insbesondere sind bei weitem nicht alle Aktienmärkte auf der Welt teuer. In der europäischen Peripherie, bei unbeliebten Branchen, in Lateinamerika und Japan lassen sich durchaus noch billige oder sogar sehr billige Aktien finden. Ein amerikanischer Bärenmarkt würde die Weltwirtschaft dennoch treffen – und damit auch die anderen Aktienmärkte. Aber deswegen ganz von Aktienmärkten fernzubleiben, wäre auch falsch.

Es ist richtig, selektiv auf billigere Aktien zu setzen. Es kann auch nicht schaden, etwas liquide zu sein. Aber noch sind viele Chancen da draußen, und wer nur an der Seite steht, verpasst das Geschäft.

Auf gute Investments,

Ihr

Prof. Dr. Max Otte

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Akt. Indikation:  38.29 / 38.40
Uhrzeit:  13:03:05
Veränderung zu letztem SK:  -0.43%
Letzter SK:  38.51 ( -1.03%)



 

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    Fünf Gründe, warum die Hausse vorbei sein könnte (Max Otte)


    14.04.2014, 2427 Zeichen

      Sehr geehrte Privatanleger,

    in der Ausgabe vom 7. April führte das von mir sehr geschätzte amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune fünf Gründe auf, warum die aktuelle Hausse, die mittlerweile fünf Jahre alt ist, vorbei sein könnte.

    - Der durchschnittliche Bullenmarkt dauerte in der Nachkriegszeit viereinhalb Jahre. Damit wäre diese Hausse schon alt. Nur drei der vorherigen Bullenmärkte wurden sechs Jahre alt. 

    - Der Aktienmarkt sei teuer. Das KGV des US-Marktes liegt nun ungefähr bei 16 – ein mehr als 50-prozentiger Anstieg seit 2011. Das Shiller-KGV mit den durchschnittlichen und inflationsbereinigten Gewinnen der letzten zehn Jahre liegt bereits bei 25. Morningstar findet nur noch 12 Aktien, die fünf Sterne für Qualität und Timing bekommen. In der Krise waren es 850. 

    - Die Wirtschaft erhole sich nicht wirklich. Acht von zehn Frühindikatoren des Goldman-Sachs-Index sanken im Februar.

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    - Immer mehr Leute denken, dass Aktien eine gute Idee seien. Es werden wieder viele Käufe auf Kredit getätigt, das Bullenbarometer steht bei hohen 55 Prozent. Es sind kaum noch Shortsellerim Markt.

    Das Gegenargument, das Fortune anbringt, kann nicht wirklich überzeugen. Noch gäbe es auch Skeptiker. Der letzte Idiot habe noch keine Aktien gekauft (wie leider viele in Deutschland im Jahr 2000). Also wären noch potentielle Interessenten da. 

    Nun, Fortune ist eine amerikanische Zeitschrift. Die Zeitschrift, der auch Buffett mit Vorliebe seine Interviews gibt. Zum Glück gelten die obigen Argumente zum großen Teil vor allem für den amerikanischen Aktienmarkt. 

    Insbesondere sind bei weitem nicht alle Aktienmärkte auf der Welt teuer. In der europäischen Peripherie, bei unbeliebten Branchen, in Lateinamerika und Japan lassen sich durchaus noch billige oder sogar sehr billige Aktien finden. Ein amerikanischer Bärenmarkt würde die Weltwirtschaft dennoch treffen – und damit auch die anderen Aktienmärkte. Aber deswegen ganz von Aktienmärkten fernzubleiben, wäre auch falsch.

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