11.02.2014, 2258 Zeichen
In den vergangenen Monaten hatten wir immer wieder auf den zyklischen Verlauf der Aktienmärkte und dabei auch speziell des DAX aufmerksam gemacht. Statistisch sind Januar und Februar „schwierige“ Börsenmonate, in denen es meist zu keinen ausgeprägten Trends kommt. Dafür sollte dann der März und der April umso mehr mit Trendstärke glänzen. Denn vor allem der April hat sich immer wieder durch steigende Notierungen hervorgetan und ist neben dem Dezember der stärkste Börsenmonat. Natürlich trifft diese Tendenz nicht in jedem Jahr und nicht zu 100 Prozent zu. Allerdings ist es durchaus eine interessante Orientierungshilfe, um seine Investments über das Jahr besser planen zu können. Oder aber, um einfach Risiko aus dem Traden herauszunehmen.
9000 Punkte weiterhin beachtenswert!
Im DAX bleibt weiterhin die Marke von 9.000 Punkten beachtenswert, da der Index dort bereits im Dezember nach oben drehen konnte. Analysten, die auf Kursmuster achten, sehen dort die Möglichkeit einer oberen Kopf-Schulter-Formation (erste Schulter November-Dezember, Kopf Dezember bis Februar, aktuell Ausbildung der zweiten Schulter). Wichtig ist hierbei die so genannte „Nackenlinie“, die eben bei der genannten Marke von 9.000 Punkten liegt. Soll heißen: Fällt der DAX unter die runde Zahl, ergibt sich aufgrund dieser Analysetechnik ein Verkaufssignal, dass dann ein Kursziel in der Region um rund 8.200 Punkte ergibt.
Kurzfristige Orientierung?
Aufgrund des zyklischen Verhaltens, das bereits zu Beginn dargestellt wurde, dürfte auch die Orientierung vieler Akteure momentan eher kurzfristiger ausgelegt sein. Soll heißen, Gewinne werden vielleicht etwas rascher mitgenommen, als das zu einer anderen Jahreszeit der Fall wäre. Da der DAX in der vergangenen Woche eine Erholungstendenz durchlaufen hat, könnte in dieser Woche die Neigung überwiegen, dass die damit entstandenen, kurzfristigen Gewinne veräußert werden. Insofern sollte der Wochenverlauf auch von entsprechenden Schwankungen geprägt sein. Von der Nachrichtenseite richtet sich der Blick auf Donnerstag (US-Einzelhandelsumsätze, US-Erstanträge auf Arbeislosenzahlen und US-Lagerbestände) sowei auf Freitag (US-Kapazitätsauslastung). An diesen Tagen könnte es daher zu etwas deutlicheren Bewegungen kommen.
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