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02.12.2013, 2862 Zeichen

Sehr geehrte Privatinvestoren,

der Koalitionsvertrag steht. Vor der Wahl hatte ich so ein Gefühl, dass es in Deutschland wieder zu einer großen Koalition kommen wird. Das habe ich aber nicht aufgeschrieben, so dass ich jetzt viel behaupten kann. Zu viel sprach für diese Lösung. Zu mutlos sind die Parteien. Zu sehr an ihrer eigenen Macht interessiert. Zu wenig am Wohlergehen Deutschlands.

Nun haben wir eine Koalition der Drückeberger. Ein menschenwürdiger Mindestlohn ist o.k. Aber wo bleibt der Schutz der deutschen Mittelschicht? Der Sparer? Des Mittelstands? Oder sogar der Großunternehmen?

Am Mittwoch sprach ich auf der jährlichen Versammlung der Betriebsräte der deutschen Telekom. Es waren über 300 dort. Die europäischen Telekomkonzerne werden durch eine brutale Politik, die Google & Co. nützt, getrieben, ohne dass sie sich wehren dürfen oder Rückendeckung von der EU-Kommission oder der Bundesregierung erhalten. Am Tag zuvor habe ich bei der Deutschen Bank vorgetragen und einen der Vorstände gehört. Ein ähnliches Bild: zwar mag die Deutsche Bank nicht überall Sympathien hervorrufen, aber auch sie hat massiv unter Regeln zu leiden, die sie benachteiligen und amerikanische und englische Banken bevorzugen. Das kontinentaleuropäische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ist unter Beschuss, ohne dass sich Europa wehrt.

Wo bleiben unsere Investitionen in Wissenschaft und Forschung? In Kinder? In die Telekominfrastruktur? In Software? Vielleicht sogar in eigene Unternehmen, die NSA-frei arbeiten? Nicht nur, dass hier fast nichts geschieht. Das europäische Parlament will auch nachdem nun klar ist, dass die USA uns ausspionieren, den automatischen Datenaustausch nicht stoppen. Europa ist fest in den amerikanischen Herrschaftsbereich integriert.

Dazu passt auch, dass nach wie vor ein Ausverkauf europäischer Konzerne stattfindet – an Private-Equity-Gesellschaften, an U.S.-Konzerne, an Unternehmen aus China, Indien, Russland. Ich habe im aktuellen manager magazin darüber geschrieben. Europa, wie tief bist Du gesunken! 

Für Anleger mit ruhiger Hand ist die Volatilität der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte durchaus mit Chancen verbunden. Wir finden immer noch Microsoft (WKN: 870747) und IBM (WKN: 851399) als Festgeldersatz gut. Rohstoffwerte werden langsam billig. Öltitel sind billig. Und Goldminenaktien sind sehr billig. 

Antizyklisches Investieren wird sich auch 2013 lohnen.

In diesem Zusammenhang: unser PI Global Value Fonds (WKN: A0NE9G) hat den diesjährigen Feri Award als bester Aktienfonds Welt gewonnen. Die Liste finden Sie hier.

http://www.feri-fund-rating.com/Default.aspx?Name=FundAwards&Content=FundWinnersGermany&Lang=de

Wir bilden uns nichts drauf ein und wissen, dass es auch Jahre gibt, wo wir hinten liegen werden. Aber gefreut haben wir uns doch.

Auf gute Investments,

Ihr 

Prof. Dr. Max Otte

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1. Max Otte , (© IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH)   >> Öffnen auf photaq.com

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    Frederic Esters ist Geschäftsführender Gesellschafter bei der YES Investmedia GmbH, einem Unternehmen, das sein Bruder Yannick mit Robert Sasse gründete. Das Trio hat nach und nach eine Fachverlags...

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    Microsoft, IBM, Drückeberger und ein Award für mich (Max Otte)


    02.12.2013, 2862 Zeichen

    Sehr geehrte Privatinvestoren,

    der Koalitionsvertrag steht. Vor der Wahl hatte ich so ein Gefühl, dass es in Deutschland wieder zu einer großen Koalition kommen wird. Das habe ich aber nicht aufgeschrieben, so dass ich jetzt viel behaupten kann. Zu viel sprach für diese Lösung. Zu mutlos sind die Parteien. Zu sehr an ihrer eigenen Macht interessiert. Zu wenig am Wohlergehen Deutschlands.

    Nun haben wir eine Koalition der Drückeberger. Ein menschenwürdiger Mindestlohn ist o.k. Aber wo bleibt der Schutz der deutschen Mittelschicht? Der Sparer? Des Mittelstands? Oder sogar der Großunternehmen?

    Am Mittwoch sprach ich auf der jährlichen Versammlung der Betriebsräte der deutschen Telekom. Es waren über 300 dort. Die europäischen Telekomkonzerne werden durch eine brutale Politik, die Google & Co. nützt, getrieben, ohne dass sie sich wehren dürfen oder Rückendeckung von der EU-Kommission oder der Bundesregierung erhalten. Am Tag zuvor habe ich bei der Deutschen Bank vorgetragen und einen der Vorstände gehört. Ein ähnliches Bild: zwar mag die Deutsche Bank nicht überall Sympathien hervorrufen, aber auch sie hat massiv unter Regeln zu leiden, die sie benachteiligen und amerikanische und englische Banken bevorzugen. Das kontinentaleuropäische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ist unter Beschuss, ohne dass sich Europa wehrt.

    Wo bleiben unsere Investitionen in Wissenschaft und Forschung? In Kinder? In die Telekominfrastruktur? In Software? Vielleicht sogar in eigene Unternehmen, die NSA-frei arbeiten? Nicht nur, dass hier fast nichts geschieht. Das europäische Parlament will auch nachdem nun klar ist, dass die USA uns ausspionieren, den automatischen Datenaustausch nicht stoppen. Europa ist fest in den amerikanischen Herrschaftsbereich integriert.

    Dazu passt auch, dass nach wie vor ein Ausverkauf europäischer Konzerne stattfindet – an Private-Equity-Gesellschaften, an U.S.-Konzerne, an Unternehmen aus China, Indien, Russland. Ich habe im aktuellen manager magazin darüber geschrieben. Europa, wie tief bist Du gesunken! 

    Für Anleger mit ruhiger Hand ist die Volatilität der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte durchaus mit Chancen verbunden. Wir finden immer noch Microsoft (WKN: 870747) und IBM (WKN: 851399) als Festgeldersatz gut. Rohstoffwerte werden langsam billig. Öltitel sind billig. Und Goldminenaktien sind sehr billig. 

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