20.09.2013, 2145 Zeichen
Seit meinem letzten Beitrag sind ein paar Monate vergangen. Das hat seinen einfach erklärbaren Grund darin, dass die österreichische Justiz – und hier vor allem die Staatsanwaltschaft – mit der gewohnten Geschwindigkeit arbeitet. Wobei der Begriff Geschwindigkeit in diesem Zusammenhang eigentlich eher nicht angebracht ist. Immerhin hat man es nach knapp 11 Jahren – davon waren in Summe knapp 6 Jahre ermittlungsfrei - im Dezember 2012 endlich geschafft, eine Anklage auf den Tisch zu legen. Über die Qualität derselben mag man geteilter Ansicht sein aber immerhin, endlich, ist überhaupt etwas auf den Tisch gekommen. Es ist nicht wirklich lustig und vor allem sehr teuer für die beteiligten Beschuldigten, 12 Jahre lang unter diffusem Verdacht zu stehen und keine Chance zu haben, sich rechtfertigen zu können. Das beeinträchtigt das berufliche Fortkommen ebenso wie das Privatleben und die Psyche. Von der finanziellen Belastung ganz zu schweigen. Die Verfahrensverschleppung ist unter dem Begriff “überlanges Verfahren” im übrigen auch rechtswidrig aber das ist wieder eine andere Geschichte und kein wirkliches Problem für die österreichische Justiz. Dort definiert man Geschwindigkeit eben noch anders. Aber zurück zur Anklage!
Die Anklageschrift wurde von einigen Adressaten beeinsprucht. Dafür hat man 14 Tage Zeit, was ganz lustig ist, wenn die Anklage kurz vor den Weihnachtsfeiertagen eintrifft und viele Rechtsanwälte auf Urlaub sind. Die erforderliche Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zu diesen Einsprüchen erfolgte dann nach deren Maßstäben fast blitzartig: im Juli 2013 nach nicht einmal knapp 7 Monaten und vielen Nachfragen durch die Rechtsvertreter. Was sind denn schon 7 Monate angesichts einer Gesamtdauer von mittlerweile beinahe 12 Jahren. Wirklich nicht viel, oder? Ach ja, und jetzt warten wir auf eine Entscheidung des OLG. Vielleicht sogar noch heuer?
Es hat aber auch interessante Entwicklungen rund um das Strafgutachten gegeben über welche ich in den folgenden Beiträgen berichten werde. Ich verspreche eine spannende Lektüre, die vielleicht die Zeit bis zur Entscheidung des OLG überbrücken kann.
(Werner Böhm)
Was noch interessant sein dürfte:
Link-Mix vor Marktstart, 20.9.: Immofinanz, YLine, Verfall, Uniqa, AT&S
Wiener Börse Party #1201: Verfallstag mit klar schwächerem ATX (AT&S), Frequentis top, Vorbereitung oekostrom AG und oje, Marinomed!
1.
wai:lein, das YLine-TShirt
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:AT&S, Porr, Agrana, Austriacard Holdings AG, Amag, Polytec Group, Wienerberger, CPI Europe AG, Lenzing, Mayr-Melnhof, FACC, ATX, ATX Prime, ATX TR, ATX NTR, Erste Group, RBI, Frequentis, Marinomed Biotech, Semperit, Wolford, Wolftank-Adisa, Bawag, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM.
cyan AG
Die cyan AG (XETR: CYR) ist ein Anbieter von intelligenten Cybersecurity-Lösungen mit fast 20 Jahren Erfahrung in der IT-Industrie. Die Gesellschaft bietet IT-Sicherheitsprodukte für Endkunden von Mobilfunk- und Festnetzinternetanbietern sowie Finanzdienstleistern an. Die Lösungen werden als White-Label-Produkte in die Apps und Systemlandschaft von internationalen Geschäftspartnern integriert, die diese unter ihrer eigenen Marke den Privat- und Geschäftskunden anbieten. Über Managed Service Provider bietet cyan zudem die Cybersecurity-Lösung cyan Guard 360 für mittelständische Unternehmen an.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
Wiener Börse Party #1188: ATX zum Halbjahresultimo Mittag fester, Window Dressing Ansätze bei AT&S und Volabreak vs. Hydration Break
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
Harry Gruyaert
Irish Summers
2020
Gallery Fifty One
Machiel Botman
Rainchild
2004
Schaden