28.06.2013, 3579 Zeichen
.... Ausschreibungen der ÖH Uni Wien, die neuerdings in einer Gratiszeitung landen.
Die Frage, ob man am Weg zur U-Bahn Rolltreppe lieber zum einen oder zum anderen Gratisblatt greift, soll an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Aus studentischer Sicht interessanter war gestern jedenfalls Heute.
Denn da – wenige Tage bevor die ÖH wohl erneut eine linke Bundes-Exekutive für die nächste Legislaturperiode aufstellen wird – stand gestern sogar das Stellenprofil für die Position der Frauenreferentin der Uni Wien abgedruckt. http://www.heute.at/news/politik/art23660,894420
Und auch wenn gerade die Vertretung dieser größten Universität des Landes in den letzten Jahren durch die „Café Rosa“ Debatte ohnehin schon oft im Gerede war, dürften sie ihren politischen und gesellschaftlichen Grundsätzen treu bleiben. Und so kann es also auch sein, dass eine offizielle Studierenden-Vertretung Stellenprofile wie dieses ausgibt:
„Wir sind bemüht, unsere politische Praxis an folgenden Grundsätzen auszurichten. Im Rahmen dieser, sind wir offen für alle Interessierten!Feministisch * Queer * Antinationalistisch * Antihomophob * Fraktionsunabhängig und Autonom * Emanzipatorisch * Antirassistisch * Antiheteronormativ * Antihierarchisch * Gegen Transphobie * für *Frauen-, Lesben-, Inter-, Transräume * Basisdemokratisch * Antisexistisch * Antibiologistisch * Antitraditionalistisch * Gegen Männerbünde * Gegen Burschenschaften * Gegen Elitebildung * Antidiskriminierend * Antifaschistisch * Antiklerikal * Antipatriarchal * für ein Recht auf Abtreibung * Gegen Sexismus für Sex * für lustvolles Leben * Antikapitalistisch * Antiklassistisch * Partizipativ * Solidarisch * Gegen Lookism * Gegen Antisemitismus * Für Barrierefreiheit“
Und wo soll das Problem sein?
Nun, dass man in der Position eines Referenten oder einer Referentin für Frauen, die von Pflichtmitgliedschaftsbeiträgen geschaffen wird, kein Rassist oder homophober Bully sein sollte ist vermutlich jedem einleuchtend.
Auch gelebte Unabhängigkeit, das Eintreten für Barrierefreiheit für Studierende, und als Frauenreferentin wohl auch Feminismus, überraschen nicht als Anforderungsprofil.
Warum allerdings die offizielle Ansprechpartnerin für Frauen-Agenden der österreichischen Hochschülerschaft an der Uni Wien „antikapitalistisch“ sein sollte, erschließt sich mir nicht.
Von der fraglichen Bedingung, das die zu suchende Person außerdem anti-lookistisch und „gegen Männerbünde“ (Burschenschaften sind da nicht gemeint, die stehen extra) sein sollte, mal ganz zu schweigen.
Denn es besteht wohl die Gefahr, dass die zunehmende Inflation der „Antis“ durchaus ehrenwerte Grundsätze, wie etwa die Gleichbehandlung aller Menschen, verwässert – bis dann von allen, außer ein paar ultralinken Sektierern, nur mehr der Kopf geschüttelt wird, wenn das nächste Mal so eine „Ausschreibung“ der ÖH im Boulevard abgedruckt wird.
Das Anliegen die „Gesellschaft zu verändern“, das die linke ÖH Führung ja gerne wie eine Monstranz vor sich her trägt, ist wohl zum Scheitern verurteilt, wenn man nicht mal deren gewöhnliche Sprache spricht.
Oder wie das der in Sachen 'rechts-reaktionäre Umtriebe' sehr unverdächtige Benedikt Narodoslawsky ausdrückt: „Ist es theoretisch möglich, diese Latte an Anforderungen in einen fiktiven Radio-Werbeclip zu pressen? Wir haben den Text ins Mikro gerattert. Wir haben geschnitten. Wir haben gerafft. Wir haben unser Bestes gegeben. Wir sind gescheitert. Produkt der Niederlage: Ein 43-Sekunden-Spot.“
(http://www.dernaro.at/blog/die-suche-nach-der-auserwahlten-oder-wie-mich-die-oh-zum-scheitern-brachte/)
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