Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



30.03.2013, 3714 Zeichen

(Von: Tim Schaefer )

Zypern ist eine Katastrophe. Keine Frage. Vorausschauende Politiker hätten das Problem in geordneten Bahnen in den Griff bekommen können. Ich halte den gewählten Weg, die Banken für zwei Wochen zu schließen und Geld von den Konten der Bürger zu beschlagnahmen, für einen großen Fehler. So sorgt eine Regierung unnötigerweise für Unruhe. Das ähnelt der Vorgehensweise von südamerikanischen Diktatoren. So wird Vertrauen zertrampelt. So kann eine sinnlose Panik ausgelöst werden.

Trotz allem rate ich zur Gelassenheit. Ich hoffe, Zypern wird in Europa eine Ausnahme bleiben. Es zahlt sich aus, immer cool zu bleiben. Wer grundsolide Aktien in seinem Depot liegen hat, sollte ruhig schlafen können. Die Zeit ist dann auf Ihrer Seite.

Ideal ist es natürlich das Aktiendepot über verschiedene Währungen hinweg zu streuen. So ist das Risiko von Währungsschwankungen geringer. Ich halte grundsätzlich US-Aktien für eine gute Ergänzung. Es kann eventuell jeweils eine Aktienposition aus Japan, Kanada, Brasilien, der Schweiz, Großbritannien usw. als Beimischung hilfreich sein.

Nervös zu werden wegen Zypern oder Italien - das lohnt sich nicht. Angenommen, Sie haben eine Brauerei in Ihrem Depot, die es seit mehr als 100 Jahren gibt, die in den vergangenen 25 Jahren die Ergebnisse einschließlich der Dividenden erhöht hat. Was soll es bringen, jeden Tag auf alle Nachrichten der Brauerei zu schauen? Wo soll der Vorteil darin liegen, jeden Tag den Kurs zu beobachten? Eine Aktie, die Sie jeden Tag im Visier haben, wird deshalb nicht schneller steigen. Kommt eine Gewinnwarnung, ist es ohnehin meist schon zu spät.

Finanzautor Morgan Housel hat eine Studie entdeckt, die einen Zusammenhang zwischen schlechten Börsentagen und der Einlieferung in die Psychiatrie herstellt. Sprich wenn es zu einem Crash kommt, drehen mehr Menschen förmlich durch.

Es hängt mit den Zukunftsängsten der Anleger zusammen. Das ist kein Aprilscherz. Die Auswertung wurde anhand von Einlieferungsdaten in kalifornische Hospitäler zwischen 1983 und 2011 vorgenommen.

Es besteht durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, wenn eine langfristige Arbeitslosigkeit beziehungsweise wirtschaftlich schwierige Lage vorliegt. So schnelltedie Zahl der Selbstmorde während der Wirtschaftskrise in die Höhe.

Der „schlechteste Regisseur der Gegenwart“ Uwe Boll hat die Finanzkrise auf seine Art verarbeitet. Am 7. April wird der neue Streifen des Deutschen „Assault on Wall Street“ („Sturm auf die Wall Street“) bei dem „SOHO International Film Festival“ in New York gezeigt.

Der Film ist brutal. Die Story: Ein arbeitsloser Büroangestellter dreht durch und wird zum Massenmörder. Sehen Sie sich das Ende dieses Youtube-Videos an. Vorsicht, es ist ziemlich krass.

Zu ähnlichen Situationen kam es in den vergangenen Jahren. So schoss beispielsweise ein Arbeitsloser aus Wut über seine Entlassungam Empire State Building um sich.

Ein Crash sollte Sie niemals aus der Ruhe bringen. Ihre Gesundheit ist tausend Mal wichtiger als Geld.

Und noch was: Langfristig erholt sich die Börse ohnehin wieder. Das hat uns diese Finanzkrise gezeigt. Vier Jahre nach dem Absturz befindet sich der Dow Jones auf Rekordniveau.

Was lernen wir daraus? Anleger mit ruhiger Hand, die ihr Vermögen langsam wie eine Schildkröte wachsen lassen, schneiden besser ab, als diejenigen, die nervös werden. Jedes Mal in einen Titel rein- und rauszuspringen, lohnt sich nicht.

Es gibt andere Studien zu dem Thema, die klar zu dem Schluss kommen: Ein geruhsamer Anlagestil zahlt sich aus. Beispielsweise resümieren diese beiden Wissenschaftler: Besser nicht Traden.
Fazit: Lassen Sie sich bloß nicht verrückt machen. Im wahrsten Sinne des Wortes.




BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

BörseGeschichte Podcast: Gerald Grohmann vor 10 Jahren zum ATX-25er




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Polytec Group, Addiko Bank, UBM, RHI Magnesita, Zumtobel, Agrana, Rosgix, CA Immo, DO&CO, SBO, Gurktaler AG Stamm, Heid AG, OMV, Wolford, Palfinger, Rosenbauer, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Flughafen Wien, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Mayr-Melnhof, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Amag, Österreichische Post, Verbund, Wienerberger, Merck KGaA, Continental, Fresenius Medical Care.


Random Partner

CPI Europe AG
Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.

>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2015

    Featured Partner Video

    ABC Audio Business Chart #150: Ein turbulentes Jahr und ein leises DANKE (Josef Obergantschnig)

    Das Jahr 2025 war sehr turbulent. Die Performance an den Kapitalmärkten kann sich trotzdem sehen lassen. Für mich heißt es jetzt einmal Pause machen und nach 150 Folgen ABC – Audio Business Chart a...

    Books josefchladek.com

    Elizabeth Alderliesten
    Not Shameless
    2025
    Self published

    Claudia Andujar
    Genocídio do Yanomami
    2025
    Void

    JH Engström
    Dimma Brume Mist
    2025
    Void

    Robert Frank
    Os Americanos (first Brazilian edition)
    2017
    Instituto Moreira Salles

    Adriano Zanni
    Sequenze di Fabbrica
    2025
    Boring Machines

    Börsensorgen machen Menschen krank (Tim Schaefer)


    30.03.2013, 3714 Zeichen

    (Von: Tim Schaefer )

    Zypern ist eine Katastrophe. Keine Frage. Vorausschauende Politiker hätten das Problem in geordneten Bahnen in den Griff bekommen können. Ich halte den gewählten Weg, die Banken für zwei Wochen zu schließen und Geld von den Konten der Bürger zu beschlagnahmen, für einen großen Fehler. So sorgt eine Regierung unnötigerweise für Unruhe. Das ähnelt der Vorgehensweise von südamerikanischen Diktatoren. So wird Vertrauen zertrampelt. So kann eine sinnlose Panik ausgelöst werden.

    Trotz allem rate ich zur Gelassenheit. Ich hoffe, Zypern wird in Europa eine Ausnahme bleiben. Es zahlt sich aus, immer cool zu bleiben. Wer grundsolide Aktien in seinem Depot liegen hat, sollte ruhig schlafen können. Die Zeit ist dann auf Ihrer Seite.

    Ideal ist es natürlich das Aktiendepot über verschiedene Währungen hinweg zu streuen. So ist das Risiko von Währungsschwankungen geringer. Ich halte grundsätzlich US-Aktien für eine gute Ergänzung. Es kann eventuell jeweils eine Aktienposition aus Japan, Kanada, Brasilien, der Schweiz, Großbritannien usw. als Beimischung hilfreich sein.

    Nervös zu werden wegen Zypern oder Italien - das lohnt sich nicht. Angenommen, Sie haben eine Brauerei in Ihrem Depot, die es seit mehr als 100 Jahren gibt, die in den vergangenen 25 Jahren die Ergebnisse einschließlich der Dividenden erhöht hat. Was soll es bringen, jeden Tag auf alle Nachrichten der Brauerei zu schauen? Wo soll der Vorteil darin liegen, jeden Tag den Kurs zu beobachten? Eine Aktie, die Sie jeden Tag im Visier haben, wird deshalb nicht schneller steigen. Kommt eine Gewinnwarnung, ist es ohnehin meist schon zu spät.

    Finanzautor Morgan Housel hat eine Studie entdeckt, die einen Zusammenhang zwischen schlechten Börsentagen und der Einlieferung in die Psychiatrie herstellt. Sprich wenn es zu einem Crash kommt, drehen mehr Menschen förmlich durch.

    Es hängt mit den Zukunftsängsten der Anleger zusammen. Das ist kein Aprilscherz. Die Auswertung wurde anhand von Einlieferungsdaten in kalifornische Hospitäler zwischen 1983 und 2011 vorgenommen.

    Es besteht durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, wenn eine langfristige Arbeitslosigkeit beziehungsweise wirtschaftlich schwierige Lage vorliegt. So schnelltedie Zahl der Selbstmorde während der Wirtschaftskrise in die Höhe.

    Der „schlechteste Regisseur der Gegenwart“ Uwe Boll hat die Finanzkrise auf seine Art verarbeitet. Am 7. April wird der neue Streifen des Deutschen „Assault on Wall Street“ („Sturm auf die Wall Street“) bei dem „SOHO International Film Festival“ in New York gezeigt.

    Der Film ist brutal. Die Story: Ein arbeitsloser Büroangestellter dreht durch und wird zum Massenmörder. Sehen Sie sich das Ende dieses Youtube-Videos an. Vorsicht, es ist ziemlich krass.

    Zu ähnlichen Situationen kam es in den vergangenen Jahren. So schoss beispielsweise ein Arbeitsloser aus Wut über seine Entlassungam Empire State Building um sich.

    Ein Crash sollte Sie niemals aus der Ruhe bringen. Ihre Gesundheit ist tausend Mal wichtiger als Geld.

    Und noch was: Langfristig erholt sich die Börse ohnehin wieder. Das hat uns diese Finanzkrise gezeigt. Vier Jahre nach dem Absturz befindet sich der Dow Jones auf Rekordniveau.

    Was lernen wir daraus? Anleger mit ruhiger Hand, die ihr Vermögen langsam wie eine Schildkröte wachsen lassen, schneiden besser ab, als diejenigen, die nervös werden. Jedes Mal in einen Titel rein- und rauszuspringen, lohnt sich nicht.

    Es gibt andere Studien zu dem Thema, die klar zu dem Schluss kommen: Ein geruhsamer Anlagestil zahlt sich aus. Beispielsweise resümieren diese beiden Wissenschaftler: Besser nicht Traden.
    Fazit: Lassen Sie sich bloß nicht verrückt machen. Im wahrsten Sinne des Wortes.




    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    BörseGeschichte Podcast: Gerald Grohmann vor 10 Jahren zum ATX-25er




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Polytec Group, Addiko Bank, UBM, RHI Magnesita, Zumtobel, Agrana, Rosgix, CA Immo, DO&CO, SBO, Gurktaler AG Stamm, Heid AG, OMV, Wolford, Palfinger, Rosenbauer, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Flughafen Wien, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Mayr-Melnhof, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Amag, Österreichische Post, Verbund, Wienerberger, Merck KGaA, Continental, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    CPI Europe AG
    Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.

    >> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2015

      Featured Partner Video

      ABC Audio Business Chart #150: Ein turbulentes Jahr und ein leises DANKE (Josef Obergantschnig)

      Das Jahr 2025 war sehr turbulent. Die Performance an den Kapitalmärkten kann sich trotzdem sehen lassen. Für mich heißt es jetzt einmal Pause machen und nach 150 Folgen ABC – Audio Business Chart a...

      Books josefchladek.com

      Claudia Andujar
      Genocídio do Yanomami
      2025
      Void

      Jeff Mermelstein
      What if Jeff were a Butterfly?
      2025
      Void

      Elizabeth Alderliesten
      Not Shameless
      2025
      Self published

      Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
      Fishworm
      2025
      Void

      Ludwig Kozma
      Das Neue Haus
      1941
      Verlag Dr. H. Girsberger & Cie