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19.01.2013, 3005 Zeichen

Eigentlich ist es ein schlechtes Omen: Mit Thyssen läutet am Freitag ausgerechnet eines von zwei DAX-Unternehmen die neue Dividendensaison ein, die 2013 kein Geld an die Aktionäre ausschütten. Aber keine Bange: Anschließend wird es sehr viel besser: Die DAX-Konzerne verteilen mit voraussichtlich rund 28,5 Milliarden Euro so viel an ihre Anteilseigner wie nie zuvor, mehr noch als im bisherigen Rekordjahr 2007.

Ebenfalls im Januar schüttet Siemens 3 Euro je Aktie aus und im Februar folgt Infineon mit 12 Cents. Das ergibt 3,7 bzw. 1,9 Prozent Dividendenrendite. Die ersten drei im Dividendenreigen sind so früh dran, weil ihre Geschäftsjahre jeweils schon am 30. September enden. Der große Schwung erfolgt dann ab April, wenn die übrigen DAX-Unternehmen ihre Hauptversammlungen abhalten und anschließend die Dividenden zahlen.

Die Anleger werden 2013 nicht nur mit einer Rekordsumme verwöhnt, sondern auch mit Dividendenrenditen, die im DAX-Durchschnitt weitaus höher liegen als die Zinsen für Anleihen mit einigermaßen guter Bonität. 3,4 Prozent beträgt die DAX-Dividendenrendite, das ist fast sechsmal so viel wie die Verzinsung fünfjähriger Bundesanleihen. Kein Wunder, dass immer mehr Anleger - vor allem Großanleger, aber nach den neuesten Statistiken auch zunehmend Privatanleger - ihre gering verzinsten Anleihen in Aktien mit hoher Dividendenrendite tauschen. Und das ist einer der Treibsätze, der seit Monaten die Aktienkurse steil nach oben katapultiert. In den Wochen vor den Ausschüttungen werden Aktien mit hoher Dividendenrendite noch mehr in den Fokus rücken.

Das Hauptaugenmerk gilt dabei weniger den Titeln mit der absolut höchsten Dividendenrendite. Denn T-Aktie, E.on und RWEwerden ihre hohen Zahlungen nicht beibehalten können. Interessant sind dagegen die Aktien, deren Dividendenhöhe in den nächsten Jahren nach unten weitgehend abgesichert ist und die weiteres Steigerungspotenzial aufweisen. Dazu gehören neben Daimler, dem DAX-Wert, der die nach den drei genannten höchste Rendite abwirft, Munic Re, Allianz, Deutsche Börse, Deutsche Post, BASF, BMW, Siemens sowie K +S. Sie alle bringen mehr als drei Prozent Dividendenrendite.

Da die DAX-Unternehmen im Durchschnitt lediglich 40 bis 50 Prozent ihrer Erträge ausschütten, wird an den hohen Dividendenrenditen erst so richtig klar, wie attraktiv Aktien gerade in Phasen extrem tiefer Zinsen sind. Denn die Gewinnrendite, also die Gesamtverzinsung aus ausgeschütteten plus einbehaltenen Erträgen, ist entsprechend mehr als doppelt so hoch, liegt also bei den genannten Werten im Bereich von sechs bis zehn Prozent. Mit steigender Tendenz. Denn die DAX-Unternehmen haben in den letzten 10 Jahren ihre Dividenden um durchschnittlich knapp zehn Prozent pro Jahr angehoben. Das ist ein guter Grund, um auf die Jagd nach Dividendenstars zu gehen. Oder ETFs, Fonds und Zertifikate zu kaufen, die sich auf die Aktien mit überdurchschnittlich hohen Dividendenrenditen konzentrieren.

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    Ebenfalls im Januar schüttet Siemens 3 Euro je Aktie aus und im Februar folgt Infineon mit 12 Cents. Das ergibt 3,7 bzw. 1,9 Prozent Dividendenrendite. Die ersten drei im Dividendenreigen sind so früh dran, weil ihre Geschäftsjahre jeweils schon am 30. September enden. Der große Schwung erfolgt dann ab April, wenn die übrigen DAX-Unternehmen ihre Hauptversammlungen abhalten und anschließend die Dividenden zahlen.

    Die Anleger werden 2013 nicht nur mit einer Rekordsumme verwöhnt, sondern auch mit Dividendenrenditen, die im DAX-Durchschnitt weitaus höher liegen als die Zinsen für Anleihen mit einigermaßen guter Bonität. 3,4 Prozent beträgt die DAX-Dividendenrendite, das ist fast sechsmal so viel wie die Verzinsung fünfjähriger Bundesanleihen. Kein Wunder, dass immer mehr Anleger - vor allem Großanleger, aber nach den neuesten Statistiken auch zunehmend Privatanleger - ihre gering verzinsten Anleihen in Aktien mit hoher Dividendenrendite tauschen. Und das ist einer der Treibsätze, der seit Monaten die Aktienkurse steil nach oben katapultiert. In den Wochen vor den Ausschüttungen werden Aktien mit hoher Dividendenrendite noch mehr in den Fokus rücken.

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