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16.11.2012, 3213 Zeichen

Die EU-Kommission hat sich in dieser Woche auf eine Frauenquote geeinigt. „Geschafft“ twitterte die zuständige EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Künftig sollen bei rund 5000 börsennotierten Firmen 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt werden. Wesentlicher Unterschied zu früheren „Anläufen“ in Sachen einer verbindlichen Frauenquote: Nur bei gleicher Qualifikation sollen Frauen künftig Vorrang haben, es entscheidet also die Kompetenz und nicht das Geschlecht. Europaparlament und EU-Ministerrat müssen der Regelung noch zustimmen, bei Nichteinhaltung sind auch Strafen vorgesehen.

INARA mit eigener Aufsichtsratsdatenbank

Österreichische Unternehmen, die qualifizierte Aufsichtsräte suchen, finden diese seit mehr als einem Jahr „maßgeschneidert“ über die Österreichische Aufsichtsratsdatenbank von INARA Initiative Aufsichtsräte Austria (www.inara.at). „Dort sind bereits mehr als 500 bestens qualifizierte Aufsichtsräte registriert und es kommend laufend weitere hinzu“, erläutert INARA-Geschäftsführerin Viktoria Kickinger. In der Datenbank sind zahlreiche Berufsgruppen vertreten, die Palette reicht von Wirtschaftsprüfern und Anwälten über Unternehmensberater, Consulter, Marketing- und Vertriebsspezialisten bis zu Betriebswirten und selbständigen Unternehmern. Alle Mitglieder der Datenbank waren bereits als Vorstände, stellvertretende Vorstände oder Aufsichtsräte tätig und stehen als Aufsichtsratsmitglied zur Verfügung.

Nur nach Qualifikation registriert, Geschlecht fehlt

Registriert sind sie in anonymisierten Profilen nach ihrer Qualifikation, nicht aber nach dem Geschlecht, betont Kickinger: „Das wird mit Absicht gar nicht angegeben, weil ja die Qualifikation entscheidend ist. Das was Frau Reding jetzt vorschlägt, machen wir schon längst und zwar mit Erfolg“. Aufsichtsräte, die noch weitere Mandate suchen, können sich bei der Österreichischen Aufsichtsratsdatenbank kostenfrei selbst registrieren.

Österreichische AR bald auch in Deutschland gefragt

Künftig werden Aufsichtsräte stärker jenseits der jeweiligen Staatsgrenzen tätig werden. Die EU plant, in ihrer kommenden Richtlinie zum Europäischen Corporate Governance Rahmen das Thema Diversität zu thematisieren. Dabei geht es nicht nur um die lang diskutierte Frauenquote, sondern auch um geografische und berufsspezifische Diversität. In diesen Bereichen, das zeigen EU-Statistiken, gibt es teilweise noch erheblichen Nachholbedarf. So fehlt in knapp der Hälfte aller europäischen Aufsichtsgremien ein Vertriebs- oder Marketingprofi und bei mehr als einem Drittel ein aktiver oder ehemaliger CFO. Und während in den Niederlande mehr als die Hälfte der Verwaltungsratsmandate von Nicht-Staatsangehörigen besetzt werden, liegt die „Ausländer-Quote“ in deutschen Aufsichtsräten bei bescheidenen acht Prozent.

Die von der EU geforderte geografische Diversität der Aufsichtsräte wird laut INARA-Chefin Kickinger zur Folge haben, dass immer mehr deutsche Aufsichtsräte in österreichischen Unternehmen tätig werden, aber auch österreichische Aufsichtsräte in Deutschland. Vor allem das doch recht ähnliche Gesellschaftsrecht wird dazu führen, dass österreichische Aufsichtsräte in Deutschland besonders gefragt sein werden.



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1. Viktoria Kickinger (C) annarauchenberger.com / Anna Rauchenberger - Wien, Austria, am 30.11.2011 - Pressekonferenz zur Diskussionsrunde ueber Vorbeugung von Wirtschaftskriminalitaet im eigenen Unternehmen. FOTO: Dr. Viktoria Kickinger, INARA – Initiative Aufsichtsraete Austria

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    EU-Frauenquote: Die Qualifikation entscheidet, nicht das Geschlecht (Viktoria Kickinger)


    16.11.2012, 3213 Zeichen

    Die EU-Kommission hat sich in dieser Woche auf eine Frauenquote geeinigt. „Geschafft“ twitterte die zuständige EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Künftig sollen bei rund 5000 börsennotierten Firmen 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt werden. Wesentlicher Unterschied zu früheren „Anläufen“ in Sachen einer verbindlichen Frauenquote: Nur bei gleicher Qualifikation sollen Frauen künftig Vorrang haben, es entscheidet also die Kompetenz und nicht das Geschlecht. Europaparlament und EU-Ministerrat müssen der Regelung noch zustimmen, bei Nichteinhaltung sind auch Strafen vorgesehen.

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