Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Platzieren wir ein paar Post-Aktien, Herr Spindelegger? (Bettina Schragl)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



10.09.2012, 2700 Zeichen

Mit vier Tagen Verspätung ist die ÖBB-Stronach-Sommergespräch-Idee von Michael „Wirtschaftskapitän der Regierung“ Spindelegger nun endlich voll in der breiten Öffentlichkeit angekommen (Reinhold Lopatka wird wohl schon an der Wirksamkeit seiner Strategie gezweifelt haben): Stronach hat den Ball aufgenommen, Spindelegger hält das Thema am Kochen, indem er mit dem Milliardär über die ÖBB sprechen will, die Gewerkschaft ist angesichts dieser „Scherze“ empört, die Arbeiterkammer zaubert Studien hervor, wonach 80 Prozent der Österreicher gegen eine Privatisierung von Bahn und Bus sind, die Infrastrukturministerin stellt einmal mehr klar, dass die Bahn nicht zum Verkauf steht, BZÖ-Bucher springt auf den Privatisierungszug auf und träumt davon, mit den Erlösen aus der Privatisierung die Schulden tilgen zu können. Weitere Statements werden mit Gewissheit folgen.

Wirtschaftskompetenz auf österreichisch?

Die Spuren des „profilierten ÖBB-Kritikers“ (Quelle: Ö1) Reinhold Lopatka, der als Staatssekretär von Spindelegger in die Regierung zurückgekehrt ist, sind jedenfalls unverkennbar. Bereits in seiner Rolle als Finanzstaatssekretär lieferten sich Lopatka und Bures in Sachen ÖBB-Reformen regelmässig Gefechte.

Der Schachzug Spindeleggers hat ja durchaus Charme: Stronach ist ein bisserl von der Schilling-Rückkehr abgelenkt, die SPÖ muss sich angesichts derart turbo-kapitalistischer Angriffe schützend vor den Schuldenmoloch ÖBB stellen und steht derart auch als Verteidiger des dortigen „Frühpensionisten-Paradieses“ da, und Spindelegger selbst kann nach einer Horrorwoche mit von den Landesfürsten aufgedrängter Heeresbefragung und schief gegangenen Plänen für Personalrochaden das Gesetz des Handelns für sich beanspruchen.

Nicht falsch verstehen: Jede Lösung, mit der die Schuldenlast durch die ÖBB  für den Staat verringert und verhindert werden kann, dass Steuergeld durch wirtschaftlich nicht sinnvolle Tunnelprojekte verpulvert wird, ist zu begrüssen.

Nur, es geht ja eh nichts weiter.

Deutschland hat übrigens heute am Markt einen Anteil von 5% an der Deutschen Post platziert und eine knappe Milliarde Euro erlöst. Der Staat nutzte dabei aus, dass der Aktienkurs ein Vierjahreshoch erreicht hat, die Beteiligung verringerte sich auf 25,5%.

Der Aktienkurs der Österreichischen Post ist übrigens so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr (August 2007). Die Republik hält knappe 53%.

Der Wirtschaftskapitän der Regierung könnte etwas unternehmen, damit ein weiterer Staatsrückzug bei den gut laufenden börsenotierten Beteiligungen der Republik angesichts der ideologisch festgefahrenen Positionen in diesem Land nicht ebenso unrealistisch erscheint wie die Sanierung der ÖBB durch Herrn Stronach.



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber




 

Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2074

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka

    Ruth Jedliczka ist Geschäftsführerin Mischek Bauträgerservice mit Schwerpunkt Akquisition und Quartiersentwicklung. Seit 1999 ist die Managerin mit Architektur-Hintergrund im Unternehmen und gibt e...

    Books josefchladek.com

    Daido Moriyama
    A Hunter (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Jan Tschichold
    Typografische Entwurfstechnik
    1932
    Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture

    Anton Bruehl
    Mexico
    1933
    Delphic Studios

    Pedro J. Saavedra
    Donde el viento da la vuelta
    2023
    Self published

    Platzieren wir ein paar Post-Aktien, Herr Spindelegger? (Bettina Schragl)


    10.09.2012, 2700 Zeichen

    Mit vier Tagen Verspätung ist die ÖBB-Stronach-Sommergespräch-Idee von Michael „Wirtschaftskapitän der Regierung“ Spindelegger nun endlich voll in der breiten Öffentlichkeit angekommen (Reinhold Lopatka wird wohl schon an der Wirksamkeit seiner Strategie gezweifelt haben): Stronach hat den Ball aufgenommen, Spindelegger hält das Thema am Kochen, indem er mit dem Milliardär über die ÖBB sprechen will, die Gewerkschaft ist angesichts dieser „Scherze“ empört, die Arbeiterkammer zaubert Studien hervor, wonach 80 Prozent der Österreicher gegen eine Privatisierung von Bahn und Bus sind, die Infrastrukturministerin stellt einmal mehr klar, dass die Bahn nicht zum Verkauf steht, BZÖ-Bucher springt auf den Privatisierungszug auf und träumt davon, mit den Erlösen aus der Privatisierung die Schulden tilgen zu können. Weitere Statements werden mit Gewissheit folgen.

    Wirtschaftskompetenz auf österreichisch?

    Die Spuren des „profilierten ÖBB-Kritikers“ (Quelle: Ö1) Reinhold Lopatka, der als Staatssekretär von Spindelegger in die Regierung zurückgekehrt ist, sind jedenfalls unverkennbar. Bereits in seiner Rolle als Finanzstaatssekretär lieferten sich Lopatka und Bures in Sachen ÖBB-Reformen regelmässig Gefechte.

    Der Schachzug Spindeleggers hat ja durchaus Charme: Stronach ist ein bisserl von der Schilling-Rückkehr abgelenkt, die SPÖ muss sich angesichts derart turbo-kapitalistischer Angriffe schützend vor den Schuldenmoloch ÖBB stellen und steht derart auch als Verteidiger des dortigen „Frühpensionisten-Paradieses“ da, und Spindelegger selbst kann nach einer Horrorwoche mit von den Landesfürsten aufgedrängter Heeresbefragung und schief gegangenen Plänen für Personalrochaden das Gesetz des Handelns für sich beanspruchen.

    Nicht falsch verstehen: Jede Lösung, mit der die Schuldenlast durch die ÖBB  für den Staat verringert und verhindert werden kann, dass Steuergeld durch wirtschaftlich nicht sinnvolle Tunnelprojekte verpulvert wird, ist zu begrüssen.

    Nur, es geht ja eh nichts weiter.

    Deutschland hat übrigens heute am Markt einen Anteil von 5% an der Deutschen Post platziert und eine knappe Milliarde Euro erlöst. Der Staat nutzte dabei aus, dass der Aktienkurs ein Vierjahreshoch erreicht hat, die Beteiligung verringerte sich auf 25,5%.

    Der Aktienkurs der Österreichischen Post ist übrigens so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr (August 2007). Die Republik hält knappe 53%.

    Der Wirtschaftskapitän der Regierung könnte etwas unternehmen, damit ein weiterer Staatsrückzug bei den gut laufenden börsenotierten Beteiligungen der Republik angesichts der ideologisch festgefahrenen Positionen in diesem Land nicht ebenso unrealistisch erscheint wie die Sanierung der ÖBB durch Herrn Stronach.



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber




     

    Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Agrana
    Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2074

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka

      Ruth Jedliczka ist Geschäftsführerin Mischek Bauträgerservice mit Schwerpunkt Akquisition und Quartiersentwicklung. Seit 1999 ist die Managerin mit Architektur-Hintergrund im Unternehmen und gibt e...

      Books josefchladek.com

      Pedro J. Saavedra
      Donde el viento da la vuelta
      2023
      Self published

      Gerhard Puhlmann
      Die Stalinallee
      1953
      Verlag der Nation

      Daido Moriyama
      Farewell Photography (English Version
      2018
      Getsuyosha, bookshop M

      Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
      Fishworm
      2025
      Void

      Stephen Shore
      Uncommon Places
      1982
      Aperture