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Buddy-Blog: Buffett kauft Tageszeitungen: Warum das clever ist (Tim Schaefer)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



06.07.2012, 2823 Zeichen

(Von: Tim Schaefer)

"Buffett kauft Tageszeitungen: Warum das clever ist

Verlagshäuser befinden sich aufgrund des Internetbooms in einer Dauerkrise. Das Jahrhunderte alte Print-Geschäft steht vor dem Abgrund, denken sich viele. Doch einer ist voller Optimismus: Es ist Warren Buffett. „Das Genie“ reisst sich massenweise Tageszeitungen in den USA unter den Nagel. Er kauft die Verlagshäuser für einen Appel und ein Ei.

Manch ein Analyst mag jetzt Buffett für verrückt erklären. Buffett hat aber allzu oft bewiesen, dass er eine unglaubliche Weitsicht hat. Guter Journalismus wird überleben, denkt sich das Genie. Der Milliardär wird auch dieses Mal Recht behalten. Denn es ist lediglich ein Transformationsprozess in Gange: Leser und Anzeigen wandern ins Netz ab. Ist diese Abwanderung ins Web abgeschlossen, stabilisiert sich sicherlich die Lage. Gut, die Menschen werden in 20 oder 30 Jahren häufiger die Zeitung auf einem Tablet Computer (wie dem iPad) statt in Papierform lesen. Aber werden sie deshalb weniger lesen? Wohl kaum. Gelesen wird immer.

Einige Blätter bleiben logischerweise auf der Strecke. Verschwunden sind überm großen Teich beispielsweise die „Rocky Mountain News“ in Denver oder „The Seattle Post-Intelligencer“.

Die Überlebenden werden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Sie werden den Markt konsolidieren, Konkurrenten schlucken bzw. ersetzen. Es werden regionale Zeitungsmonopole entstehen - ohne Konkurrenz lässt es sich bekanntlich gut leben.

Ein paar Tageszeitungen reduzieren ihre Erscheinungsweise von wöchentlich sieben auf drei Tage, um die Druck- und Zustellkosten zu senken. Alle arbeiten im Endeffekt an Bezahlmodellen für das Internet. Online-Bezahlmodelle sind mit entsprechenden Abozahlen sogar profitabler, als die gute alte Zeitung, denn es entfallen die hohen Druck- und Zustellkosten komplett. Dass es gelingen kann, aus der Transformation als Gewinner hervorzugehen, zeigt der Erfolg des Axel Springer Verlags, der rasant ins Netz expandiert.

Zu Buffetts Tageszeitungsimperium gehört die „Washington Post“. An dem Washingtoner Milliardenkonzern besitzt Buffetts Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway seit 1973 ein größeres Aktienpaket. Darüber hinaus gehören die New Yorker Zeitung „The Buffalo News“ dem Börsenaltmeister. In Texas kaufte er kürzlich „The Tribune-Herald“. Ein paar Tage zuvor hatte er ein anderes Blatt in Texas erworben.

Im Mai kamen 63 Zeitungen von Media General für 142 Millionen Dollar hinzu. Hier finden Sie eine Übersicht über seine weiteren Beteiligungen.

Buffett weiß, was er tut. Er kann sanieren. Bei dem angeschlagenen Direktversicherer Geico, dem kaum jemand eine Überlebenschance eingeräumt hatte, griff der Meister auf dem Höhepunkt der Krise zu. Er machte aus dem Sorgenkind einen Geldesel.

Fazit: Immer wenn Panik und Angst herrschen, schlägt das Genie zu."



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    (Von: Tim Schaefer)

    "Buffett kauft Tageszeitungen: Warum das clever ist

    Verlagshäuser befinden sich aufgrund des Internetbooms in einer Dauerkrise. Das Jahrhunderte alte Print-Geschäft steht vor dem Abgrund, denken sich viele. Doch einer ist voller Optimismus: Es ist Warren Buffett. „Das Genie“ reisst sich massenweise Tageszeitungen in den USA unter den Nagel. Er kauft die Verlagshäuser für einen Appel und ein Ei.

    Manch ein Analyst mag jetzt Buffett für verrückt erklären. Buffett hat aber allzu oft bewiesen, dass er eine unglaubliche Weitsicht hat. Guter Journalismus wird überleben, denkt sich das Genie. Der Milliardär wird auch dieses Mal Recht behalten. Denn es ist lediglich ein Transformationsprozess in Gange: Leser und Anzeigen wandern ins Netz ab. Ist diese Abwanderung ins Web abgeschlossen, stabilisiert sich sicherlich die Lage. Gut, die Menschen werden in 20 oder 30 Jahren häufiger die Zeitung auf einem Tablet Computer (wie dem iPad) statt in Papierform lesen. Aber werden sie deshalb weniger lesen? Wohl kaum. Gelesen wird immer.

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