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Grosse Chance für KESt-Feinde

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28.01.2012, 1225 Zeichen

Der ATX ist von seinem Jänner-Low bei 1854 Punkten innerhalb weniger Tage um rund 15 Prozent auf 2127 Punkte gestiegen. Dieser Anstieg könnte, so höre ich zB aus einem Wertpapierclub, einige Privatanleger dazu verleiten, ihre Österreich-Aktien in den nächsten Wochen final auf den Markt zu schmeissen. Schliesslich wird mit 1. April 2012 die fürchterlich konstruierte „Kursgewinnsteuer“ (vulgo WP-KESt) in vollem Umfang in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt werden – abhängig von der jeweiligen Anlagekategorie und dem konkreten Erwerbsdatum – 25 Prozent der Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen vom Broker oder der Hausbank direkt in Abzug gebracht und an das zuständige Finanzamt abgeführt.

Wer vorher verkauft, darf sich selbst um seine "Veranlagung" kümmern. Der Widerstand der österreichischen Privatanleger gegen die KESt ist gross. Es ist zu befürchten, dass tatsächlich der eine oder andere den aktuellen Anstieg zum (endgültigen) Ausstieg nützt. Rein die Ankündigung der Steuer (keine Spesenberücksichtung, Gewinn/Verlust-Gegenrechnung auf Kontenebene erst nach massiven Interventionen, kein Verlustvortrag, etc.) hatte im Vorjahr bereits für einen Rückgang des Privatanlegerhandelsvolumens von fast 50 Prozent gesorgt.




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