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09.01.2012, 2504 Zeichen

(Autor: Max Otte) Sehr geehrte Privatanleger,

der neue Griechische Ministerpräsident warnte in einer Ansprache vor einer „katastrophalen Pleite“ des Landes schon im März, wenn sein Land nicht weiter spart. Tabus beim Sparen dürfe es keine Geben.

Und prompt und berechenbar legen die Börsen, die sich in den letzten Tagen erholt hatten, den Rückwärtsgang ein.

Zu Recht sperren sich die Gewerkschaften gegen das Spardiktat. Ja, Griechenland ist ein korruptes Land, das von einer kleinen Clique von Superreichen beherrscht wird. Es herrschen dort eher orientalische als europäische Verhältnisse. Und dennoch geht es mit Sparen alleine nicht. Die Bevölkerung leidet. Sie hat bereits massive Anstrengungen hinter sich.

Denn es gibt zwei Tabus – die Vermögen der Superreichen und die Forderungen der Gläubiger, die wir alle durch den Rettungsfonds, EU-Steuergelder und Sparprogramme schützen. Wir müssen beginnen, Luft aus der Schuldenblase herauszulassen, indem die Schuldenschnitte durchgeführt werden. Wann werden endlich die Banken und Superreichen durch Schuldenschnitte und ein faires Steuersystem an den Kosten beteiligt? Beim Steuersystem bedürfte es nur einer Umstellung des griechischen (und auch deutschen Systems) auf U.S.-amerikanisches Recht: jeder Staatsbürger ist mit seinem gesamten Welteinkommen steuerpflichtig, egal, wo das Einkommen erzielt wird. Und schon wäre die Kapitalflucht aus dem Land deutlich weniger attraktiv.

So wird sich das Drama noch eine Weile hinziehen. Ich kann Ihnen nicht sagen, ob die EU eine griechische Insolvenz zulassen wird. Das ist wohl eher nicht der Fall, aber auszuschließen ist es nicht. Eine solche Insolvenz führt auch zur Schuldenreduzierung. Und Banken sowie andere Finanzdienstleister wären beim nächsten Griechenland etwas vorsichtiger, leichtfertig hohe Milliardenbeträge zu Minizinsen zu verleihen.

Ich habe begonnen, meine griechischen Aktienpositionen aufzustocken, zum Beispiel Hellenic Telekom (WKN: 903465), an der die deutsche Telekom maßgeblich beteiligt ist. Das Unternehmen hat ein KGV von 4,5 und eine Dividendenrendite von nahezu 8 Prozent. Auch wenn es keine neuen Anleihen begeben kann, reicht der Cash-Flow, um den Refinanzierungsbedarf zu decken.

Bei diesen Kursen und Preisen finde ich das sehr attraktiv. Ich werde aber immer darauf achten, dass Griechenland nicht mehr als wenige Prozent meines Fonds ausmacht, und die Südländer insgesamt nicht mehr als 15 Prozent.

Ein gutes Neues Jahr wünscht,

Ihr

Prof. Dr. Max Otte, siehe auch HIER.




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1. Max Otte

Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, AT&S, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Oberbank AG Stamm, Verbund, OMV, CA Immo, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Allianz, Rheinmetall, Continental, Porsche Automobil Holding, Fresenius Medical Care, Fresenius, Zalando, Deutsche Boerse, Brenntag, adidas, Commerzbank, Infineon, MTU Aero Engines, SAP.


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Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

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    Buddy-Blog: Max Otte ... begründet den Kauf griechischer Aktien


    09.01.2012, 2504 Zeichen

    (Autor: Max Otte) Sehr geehrte Privatanleger,

    der neue Griechische Ministerpräsident warnte in einer Ansprache vor einer „katastrophalen Pleite“ des Landes schon im März, wenn sein Land nicht weiter spart. Tabus beim Sparen dürfe es keine Geben.

    Und prompt und berechenbar legen die Börsen, die sich in den letzten Tagen erholt hatten, den Rückwärtsgang ein.

    Zu Recht sperren sich die Gewerkschaften gegen das Spardiktat. Ja, Griechenland ist ein korruptes Land, das von einer kleinen Clique von Superreichen beherrscht wird. Es herrschen dort eher orientalische als europäische Verhältnisse. Und dennoch geht es mit Sparen alleine nicht. Die Bevölkerung leidet. Sie hat bereits massive Anstrengungen hinter sich.

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    Ich habe begonnen, meine griechischen Aktienpositionen aufzustocken, zum Beispiel Hellenic Telekom (WKN: 903465), an der die deutsche Telekom maßgeblich beteiligt ist. Das Unternehmen hat ein KGV von 4,5 und eine Dividendenrendite von nahezu 8 Prozent. Auch wenn es keine neuen Anleihen begeben kann, reicht der Cash-Flow, um den Refinanzierungsbedarf zu decken.

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