02.04.2026, 1870 Zeichen
An der Wiener Börse wurde im 1. Quartal ein Aktienvoumen von 26,07 Mrd. Euro (Q1 2025: 18,54 Mrd. Euro) gehandelt. Der ATX inklusive Dividenden markierte mit Schlusskurs vom 18. Februar (14.195,81 Punkte) ein Allzeithoch, ehe der Konflikt in der Golfregion die Märkte international unter Druck setzte. Börse-Chef Christoph Boschan rät: „Für Anlegerinnen und Anleger gilt: Ruhe bewahren und sich nicht von kurzfristigen Schwankungen verunsichern lassen – sie sind Teil jeder Investmentreise. Wer langfristig denkt und global streut, setzt mit Aktien auf die ertragreichste Form der Veranlagung."
Wie berichtet, hat das aktuelle Aktienbaromter erhoben, dass mittlerweile 31 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren Aktien, ETFs und andere Wertpapiere besitzt. Das sollte laut Christoph Boschan von der Politk Ernst genommen werden: „Der steigende Wertpapierbesitz zeigt, dass sich in Österreich zunehmend eine Kapitalmarktkultur etabliert. Dieses Momentum könnten politische Entscheidungsträger gut nutzen: Entscheidend ist, dass aus dem wachsenden Interesse auch substanzielle Kapitalvolumina entstehen. Dafür braucht es eine stärkere Verflechtung der öffentlich organisierten Altersvorsorge mit dem Kapitalmarkt. Nur so lassen sich langfristig tragfähige Kapitalpools aufbauen, die Innovation finanzieren und den Wohlstand sichern“, sagt Boschan und ergänzt: „Mit dem Listing Act werden administrative Hürden reduziert, was zu begrüßen ist. Für einen echten Schub für den heimischen Kapitalmarkt braucht es darüber hinausgehende, strukturelle Reformen. Die EU-Kommission empfiehlt etwa die Einführung einfacher, standardisierter Spar- und Investitionskonten. Während Länder wie Deutschland oder Polen hier bereits vorangehen und die skandinavischen Staaten seit Jahren funktionierende Modelle etabliert haben, fehlen hierzulande bislang konkrete Pläne.“
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