11.03.2026, 3689 Zeichen
Verkehrschaos zum Wochenstart: Ein ganztägiger Warnstreik wird am Freitag den Bus- und Fährverkehr der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) komplett zum Erliegen bringen. Die Gewerkschaft ver.di erhöht damit den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen für den regionalen Nahverkehr in Sachsen.
Hintergrund ist der erbitterte Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Arbeitgebervereinigung AVN-Gruppe Sachsen. Die dritte Verhandlungsrunde am 4. März 2026 endete ergebnislos. Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, kein verbessertes Angebot vorgelegt zu haben, das eine weitere Verhandlungsrunde rechtfertigen würde.
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Im Kern streiten die Parteien über Arbeitsbedingungen und Entlohnung. ver.di pocht auf eine Entlastung der Beschäftigten, die unter asymmetrischen Schichtplänen und chronischem Personalmangel leiden. Frühere Arbeitgebervorschläge, die laut Gewerkschaft Kürzungen bei Zuschlägen, Prämien und Urlaubsansprüchen enthielten, wurden abgelehnt. Nach der Ablehnung eines mehrjährigen Stufenplans der Gewerkschaft beschloss die ver.di-Tarifkommission am 6. März gezielte Warnstreiks.
Der Streik ab Betriebsbeginn am Freitag bis in die frühen Samstagsstunden hat massive Auswirkungen. Nahezu alle Regionalbusse und Elbfähren der VGM fallen aus. Auch die Kundenservicezentren in Meißen und Großenhain bleiben geschlossen.
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Besonders kritisch: Der Schülertransport ist betroffen. Das Landratsamt warnt, dass eine sichere Beförderung von Schülern am Freitag nicht gewährleistet werden kann. Eltern werden dringend gebeten, alternative Transporte zu organisieren. Für den ländlich geprägten Landkreis Meißen ist dies eine besondere Härte.
Für Pendler gilt: Die üblichen Fahrgastrechte bei Ausfällen, wie Taxigutscheine oder Teilrückerstattungen, gelten während des Streiks nicht. Die Verkehrsbetriebe raten, sich nicht auf Echtzeit-Apps zu verlassen, sondern auf offizielle Ausfalllisten zu achten.
Nicht alle Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestreiken. Eine Alternative bieten die Züge von Deutsche Bahn (DB), Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) und trilex, die planmäßig verkehren.
Auch der Nahverkehr in Dresden ist nicht vom Aufruf betroffen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) fahren normal. Einzelne von Subunternehmen betriebene VGM-Linien könnten ebenfalls rollen, sofern sie nicht behindert werden. Nachbarunternehmen wie die RVSOE oder RBO haben ihre Streiks bereits diese Woche durchgeführt und fahren am Freitag regulär.
Der Streik in Meißen ist Teil einer strategischen Kampagne. ver.di kündigte für die 12. Kalenderwoche weitere Warnstreiks in den Landkreisen Mittelsachsen, Zwickau, Görlitz, Bautzen sowie in Chemnitz und Dresden an.
Die anhaltenden Konflikte belasten die regionale Mobilität und Wirtschaft erheblich. Solange keine Einigung über Entgelte und Arbeitsbedingungen erzielt wird, müssen sich Pendler in ganz Sachsen auf weitere, kurzfristige Ausfälle im Frühjahr 2026 einstellen.
Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina
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