Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Verdi-Warnstreik beendet: ÖPNV rollt wieder – Konflikt bleibt ( Finanztrends)

01.03.2026, 3748 Zeichen

Nach zwei Tagen Stillstand kehrt im deutschen Nahverkehr langsam Normalität ein. Doch die Tarifkonflikte schwelten weiter und neue Streiks drohen.

Seit Sonntagmorgen fahren Busse und Bahnen in den meisten Städten wieder planmäßig. Der bundesweite Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist damit offiziell beendet. Millionen Pendler atmen auf – vorerst. Die zugrundeliegenden Tarifkonflikte für rund 100.000 Beschäftigte sind ungelöst. Die Gewerkschaft hat den Druck in den laufenden Verhandlungen spürbar erhöht.

Anzeige

Der aktuelle Tarifstreit im Nahverkehr verdeutlicht, wie entscheidend die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertreter bei der Gestaltung von Arbeitszeiten und Schichtdiensten wirklich sind. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Betriebsräten, wie sie ihre Rechte nach § 87 BetrVG bei Urlaub, Lohn und Überwachung rechtssicher durchsetzen. Erfolgs-Strategien für die Betriebsratsarbeit kostenlos sichern

Rückkehr zum Fahrplan unter Vorbehalt

In Berlin, Hamburg und München rollten die ersten U-Bahnen und Busse am Sonntag wieder nach Plan. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) meldeten einen reibungslosen Start ohne streikbedingte Einschränkungen. Ähnliche Meldungen kamen aus Jena und anderen betroffenen Regionen.

Der zweitägige Ausstand war die zweite große koordinierte Aktion in dieser Tarifrunde. Bereits Anfang Februar hatte ein bundesweiter Warnstreik den Nahverkehr lahmgelegt. Nicht überall stand der Verkehr still: In Niedersachsen galt eine Friedenspflicht, in Baden-Württemberg wurde weiterverhandelt.

Entlastung statt Lohnerhöhung: Der Paradigmenwechsel

Im Kern geht es diesmal nicht primär um Geld. Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen, um den massiven Personalmangel zu bekämpfen. Konkret verlangt die Gewerkschaft kürzere Wochenarbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Schichtdienst.

Die Belastung im Fahrdienst sei extrem hoch, argumentiert Verdi. Das führe zu hoher Fluktuation und vielen Krankmeldungen. Ohne spürbare Entlastungen bleibe der Beruf unattraktiv – und die Verkehrswende gefährdet. Die Arbeitgeber kritisieren die Streiks als unverhältnismäßig. Die BVG sprach von einer "bundesweiten Dramaturgie", die lokale Gegebenheiten ignoriere.

Anzeige

Wenn Schichtarbeit und hohe Belastungen den Alltag bestimmen, wird eine gesunde Abgrenzung zwischen Job und Freizeit immer schwieriger. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, welche 5 Sofortmaßnahmen Ihnen helfen, aus dem Hamsterrad auszusteigen und Ihre persönliche Work-Life-Balance zu verbessern. Kostenlosen Guide für mehr Gelassenheit herunterladen

Zukunftsstreit: Wie soll der ÖPNV funktionieren?

Der Konflikt spiegelt ein grundsätzliches Dilemma wider. Einerseits soll der Nahverkehr als Klimaretter ausgebaut werden. Andererseits fehlen überall Fachkräfte. Die Arbeitsbedingungen mit geteilten Diensten und Nachtarbeit schrecken Nachwuchs ab.

Experten sehen einen Paradigmenwechsel. Standen früher Lohnprozente im Vordergrund, geht es nun um Work-Life-Balance. Verdi positioniert bessere Bedingungen als Investition in die Zukunft. Die kommunalen Arbeitgeber stehen vor der Herausforderung, diese Forderungen mit angespannten Haushalten zu vereinbaren.

Was kommt jetzt? Die nächste Runde droht

Die Ruhe für Fahrgäste könnte kurz sein. Die Tarifverhandlungen in den Bundesländern gehen in die nächste Runde. In Berlin sind Gespräche für den 4. und 5. März angesetzt.

Verdi hat weitere und längere Streiks nicht ausgeschlossen. Sollten die Arbeitgeber keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegen, könnte der Nahverkehr bald wieder stillstehen. Für Millionen Pendler bleibt die Situation unsicher. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Einigung gelingt – oder ob ein Streikfrühling bevorsteht.


(01.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Vontobel
Als internationales Investmenthaus mit Schweizer Wurzeln ist Vontobel auf die Bereiche Private Clients und Institutional Clients spezialisiert. Der Erfolg in diesen Bereichen gründet auf einer Kultur der Eigenverantwortung und dem Bestreben, die Erwartungen der Kundinnen und Kunden zu übertreffen.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...

» Wiener Börse Party #1128: ATX am Gründonnerstag rot, Extremes zu AT&S un...