20.03.2026, 3782 Zeichen
Eine 20-Jahre-Studie liefert erstmals den wissenschaftlichen Beweis: Ein spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko langfristig senken. Die Ergebnisse könnten die Präventionsstrategien weltweit verändern.
Die neue Auswertung der wegweisenden ACTIVE-Studie zeigt einen klaren Effekt. Wer ein bestimmtes computergestütztes Gehirntraining absolvierte, hatte ein um 25 Prozent geringeres Risiko, später an Demenz zu erkranken. Dieser Schutzeffekt war selbst zwei Jahrzehnte nach den Trainingseinheiten noch messbar.
Anzeige
Während Studien die langfristige Wirkung von Mentaltraining belegen, können Sie schon heute mit einfachen Routinen Ihre geistige Fitness im Alltag stärken. Dieser kostenlose Report bietet Ihnen 11 praktische Übungen und einen Selbsttest, um Ihren Fokus zu steigern und aktiv vorzusorgen. Gratis-PDF: 7 Geheimnisse für ein leistungsfähiges Gehirn sichern
Die Studie begann bereits 1998 mit fast 3.000 gesunden Erwachsenen zwischen 65 und 94 Jahren. Die Probanden wurden in vier Gruppen eingeteilt. Drei Gruppen trainierten unterschiedliche Fähigkeiten: Gedächtnis, logisches Denken oder Verarbeitungsgeschwindigkeit. Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe.
Das überraschende Ergebnis nach 20 Jahren? Nur das sogenannte "Speed of Processing"-Training zeigte einen signifikanten Schutzeffekt. Klassische Gedächtnisübungen oder Logikrätsel hatten keinen vergleichbaren Langzeitnutzen für das Demenzrisiko.
Doch es gab eine wichtige Bedingung für den Erfolg. Der langfristige Schutz trat nur bei jenen Teilnehmern auf, die nach der Grundtrainingsphase zusätzliche Auffrischungseinheiten absolvierten. Diese "Booster-Sessions" fanden nach einem und nach drei Jahren statt.
Das erfolgreiche Training bestand aus computergestützten Übungen. Die Teilnehmer mussten visuelle Informationen auf einem Bildschirm schnell erfassen und verarbeiten. Das Programm passte die Geschwindigkeit und Komplexität kontinuierlich an die Leistungsgrenze des Nutzers an.
Anzeige
Viele Menschen bemerken im Alltag, dass sie öfter Namen oder Termine vergessen, und suchen nach einer ersten Einschätzung ihrer geistigen Verfassung. Mit diesem von Experten entwickelten 7-Fragen-Test erhalten Sie in nur zwei Minuten diskret und anonym eine Rückmeldung zu möglichen Warnsignalen. Hier den kostenlosen Demenz-Selbsttest starten
Forscher vermuten einen tiefgreifenden Effekt. Das Geschwindigkeitstraining zielt auf fundamentale neuronale Prozesse ab – wie Aufmerksamkeit und die parallele Verarbeitung von Informationen. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für komplexe Alltagsaufgaben.
Indem das Gehirn gezwungen wird, effizienter zu arbeiten, könnten neuronale Netzwerke gestärkt werden. Sie werden widerstandsfähiger gegen die altersbedingten Veränderungen, die zu Demenz führen. Der adaptive Charakter des Trainings scheint die Neuroplastizität, also die Anpassungsfähigkeit des Gehirns, nachhaltig zu fördern.
Die Ergebnisse kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die globalen Demenzraten steigen, während medikamentöse Ansätze bisher nur begrenzt helfen. Die Entdeckung einer kostengünstigen, nicht-invasiven Intervention ist daher von enormer Bedeutung für das Gesundheitswesen.
Experten betonen: Selbst eine leichte Verzögerung des Krankheitsbeginns hätte massive positive Auswirkungen. Auf die Lebensqualität der Betroffenen – und auf die belasteten Gesundheitssysteme.
Die Studie unterstreicht eine wachsende Erkenntnis. Ein proaktiver Lebensstil, der gezieltes mentales Training einschließt, könnte ein Grundpfeiler der Demenzprävention werden. Die Zukunft liegt nun darin, solche validierten Programme einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen.
Börsepeople im Podcast S24/18: Frederic Esters
Vontobel
Als internationales Investmenthaus mit Schweizer Wurzeln ist Vontobel auf die Bereiche Private Clients und Institutional Clients spezialisiert. Der Erfolg in diesen Bereichen gründet auf einer Kultur der Eigenverantwortung und dem Bestreben, die Erwartungen der Kundinnen und Kunden zu übertreffen.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
» ATX im Korrekturmodus: Bajaj Mobility CEO liefert Update zum Transformat...
» Altersvorsorge: Ministerratsvorlage als Gamechanger – doch die dritte Sä...
» Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 23.4.: Euromarketing (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Wiener Börse Party #1141: ATX leicht schwächer, Bajaj Mobility gesucht, ...
» Nachlese: Peter Heinrich (audio cd.at)
» PIR-News: Update von Bajaj Mobility, News zu Andritz, Agrana, Post, Rese...
» So will Korinna Schumann mit Markus Marterbauer die betriebliche Altersv...
» Betriebliche Altersvorsorge vor historischer Reform: Der Ministerratsvor...
» ATX-Trends: Telekom Austria, Bawag, FACC ...