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Stress-Studie der TK schockiert: Zwei Drittel der Professoren dauerhaft gestresst ( Finanztrends)

10.03.2026, 4375 Zeichen

Eine neue Studie der Techniker Krankenkasse (TK) offenbart alarmierende Stresslevel im akademischen Betrieb. Knapp zwei Drittel der befragten Professorinnen und Professoren geben an, häufig oder dauerhaft unter Stress zu leiden. Die Ergebnisse der sogenannten PROFESS-Studie, die in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München entstand, wurden kürzlich veröffentlicht.

Mehr als 85 Prozent der Befragten sehen ihre Gesundheit durch die beruflichen Anforderungen zumindest teilweise gefährdet. Branchenbeobachter halten diese Befunde für stellvertretend für viele moderne Berufsfelder. Ständige Erreichbarkeit, hoher Leistungsdruck und die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit führen demnach zu einer chronischen Aktivierung des Nervensystems.

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Ausstellung in Dresden macht mentale Gesundheit greifbar

Parallel zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen wächst das öffentliche Bewusstsein. Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden eröffnete jüngst die Ausstellung „Wie geht's?“. Sie widmet sich der mentalen Gesundheit und macht Symptome psychischer Belastungen für Besucher erlebbar.

Die Schau hinterfragt die Grenzen zwischen gesund und krank. Sie beleuchtet den Einfluss gesellschaftlicher Faktoren wie Leistungsdruck oder Einsamkeit auf das seelische Wohlbefinden. Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache für psychische Herausforderungen zu finden und Stigmatisierungen abzubauen.

Bewährte Techniken gegen die innere Unruhe

Wie kann man der Belastung aktiv entgegentreten? Gesundheitsberater setzen auf praxisnahe Entspannungstechniken für den Alltag. Oft erzielen kurze, regelmäßige Übungen eine bessere Wirkung als stundenlange Meditation.

Besonders im Fokus steht die bewusste Atemkontrolle. Eine etablierte Methode ist die 4-7-8-Atmung: vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen. Diese Technik soll den Spiegel des Stresshormons Cortisol senken und das beruhigende Nervensystem aktivieren.

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Neben Atemübungen bleiben klassische Verfahren wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training populär. Volkshochschulen verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Kursen. Zudem gewinnt „Waldbaden“ an Bedeutung – der bewusste Aufenthalt im Wald kombiniert mit Achtsamkeit.

Der Teufelskreis aus Stress und schlechtem Schlaf

Ein entscheidender Faktor ist die Schlafqualität. Schlafmediziner betonen, wie chronischer Stress die nächtliche Erholung beeinträchtigt. Ein dauerhaft erhöhter Pegel verhindert tiefes Durchschlafen, was zu noch größerer Erschöpfung führt.

Experten raten zur Einführung fester Abendrituale. Eine Routine 60 bis 90 Minuten vor dem Zubettgehen signalisiert dem Körper die Ruhephase. Der Verzicht auf helle Bildschirme fördert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Leichte Dehnübungen, Lesen oder kurze Meditationen sind gute Alternativen.

Paradigmenwechsel: Von der Behandlung zur Prävention

Die aktuellen Entwicklungen deuten auf einen grundlegenden Wandel hin. Der Fokus rückt zunehmend von der Symptombehandlung zur proaktiven Prävention. Initiativen fordern einen Systemwechsel: Resilienz soll als präventive Kernkompetenz in Bildung und Unternehmen verankert werden.

Dieser Wandel zeigt sich in der wachsenden Akzeptanz von psychologischer Beratung. Die Enttabuisierung beweisen auch öffentliche Events wie der geplante „Mental Health Rocks Run“ im Münchener Olympiapark. Solche Veranstaltungen verbinden sportliche Aktivität mit Aufklärungsarbeit.

In den kommenden Jahren wird die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, zu einer Schlüsselkompetenz. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass alltagstaugliche Methoden zur Stressreduktion stärker in den präventiven Gesundheitsmarkt integriert werden. Der persönliche Austausch über Belastungen bleibt dabei unverzichtbar.


(10.03.2026)

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