Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





SoftBank Aktie: Vertikale KI-Wette ( Finanztrends)

24.03.2026, 3656 Zeichen

SoftBank baut sein KI-Engagement konsequent aus — und greift dabei tiefer in den Technologie-Stack als bisher. Die jüngste Investition in das Halbleiter-Startup Kandou AI zeigt, dass Masayoshi Sons Konzern nicht nur Rechenzentren finanziert, sondern gezielt Engpässe auf Chip-Ebene adressiert. Die Kreditgeber beobachten das Tempo dieser Expansion allerdings mit wachsender Skepsis.

Der Speicher-Flaschenhals als Ziel

Am 23. März 2026 schloss Kandou AI eine überzeichnete Series-A-Finanzierungsrunde über 225 Millionen US-Dollar ab. SoftBank beteiligte sich strategisch neben Synopsys, Cadence Design Systems und Alchip Technologies. Angeführt wurde die Runde von Maverick Silicon. Die Bewertung des Unternehmens liegt laut CEO Srujan Linga bei 400 Millionen Dollar.

Das 2011 gegründete Unternehmen hat sich unter Linga, der 2025 die Führung übernahm, neu ausgerichtet: weg von Consumer Electronics, hin zu KI-Infrastruktur. Der Kern der Technologie liegt in einer Datenübertragungslösung, die sechs statt zwei Leitungen nutzt und bis zu fünf Bits gleichzeitig sendet — bei halbem Energieverbrauch gegenüber Konkurrenzlösungen. Das ermöglicht längere Übertragungsdistanzen und erlaubt es, bestimmte Chip-Komponenten zu verkleinern.

Der Hintergrund: Mit wachsender Modellgröße steigt der Bedarf an Arbeitsspeicher exponentiell. Die Verbindung zwischen GPUs, CPUs und Speicher wird zum zentralen Engpass moderner KI-Systeme. Genau hier setzt Kandou AI an.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?

Schulden und Skepsis

Die Investition in Kandou AI folgt wenige Tage nach SoftBanks bisher größtem Infrastrukturprojekt: dem geplanten „PORTS Technology Campus" in Pike County, Ohio. Das Vorhaben sieht ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum sowie bis zu 10 Gigawatt neue Stromerzeugungskapazität vor, darunter 9,2 Gigawatt aus Erdgas. SoftBank investiert gemeinsam mit AEP Ohio 4,2 Milliarden Dollar in Netzausbau und Übertragungsleitungen. Das Gesamtprojekt umfasst japanische Finanzierungszusagen von 33,3 Milliarden Dollar.

Das aggressive Ausgabentempo hinterlässt Spuren am Kreditmarkt. SoftBanks Credit Default Swaps stiegen auf ein Elf-Monats-Hoch und sind die weitesten unter allen japanischen Großkonzernen. Der Fünfjahres-CDS notiert bei rund 355 Basispunkten — etwa 100 Basispunkte weiter als bei Nissan. S&P Global Ratings revidierte den Ausblick nach SoftBanks zusätzlicher 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI von stabil auf negativ. Die Ratingagentur warnte, die Wiederherstellung von Asset-Liquidität und Portfolioqualität könnte länger dauern als erwartet.

Strategie mit System

Die Einzelteile fügen sich zu einem erkennbaren Muster zusammen. Von OpenAI-Beteiligungen über Strominfrastruktur in Texas und Ohio bis hin zu Halbleiter-Interconnects: SoftBank versucht, mehrere Schichten der KI-Wertschöpfungskette gleichzeitig zu besetzen. SB Energy liefert bereits die Strominfrastruktur für OpenAIs 1,2-Gigawatt-Stargate-Rechenzentrum im texanischen Milam County.

Anzeige

SoftBank vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.

Ob diese Strategie schnell genug Rendite erzeugt, um die Kreditgeber zu beruhigen, dürfte am 7. Mai 2026 im nächsten Quartalsbericht ein zentrales Thema werden.

Anzeige

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


(24.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:CA Immo, Semperit, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, Rosenbauer, FACC, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Porr, Strabag, Verbund, VIG, Bayer, BASF, Fresenius Medical Care, Symrise, SAP, Deutsche Telekom, Siemens Energy.


Random Partner

CPI Europe AG
Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Broadcom Aktie: Kapazitätsgrenzen bremsen KI-Wachstum ( Finanztrends)

» Microsoft Aktie: Xbox-Neustart, schwacher Kurs ( Finanztrends)

» FutureGen Industries Aktie: Kapitaltausch vollzogen ( Finanztrends)

» ZEAL Network Aktie: Millionenschweres Kreditgeschäft ( Finanztrends)

» Vizsla Silver Aktie: Analysten vs. Kurspotenzial ( Finanztrends)

» Beyond Meat Aktie: Überlebenskampf ( Finanztrends)

» Pfizer Aktie: Zweifacher Studienerfolg ( Finanztrends)

» Klarna Aktie: Insiderkäufe verpuffen ( Finanztrends)

» Intel Aktie: Preisschraube angezogen ( Finanztrends)

» Eutelsat Aktie: Milliarden-Deal verpufft ( Finanztrends)