26.03.2026, 2798 Zeichen
Rekordauftragsbestand, starke Margen, optimistische Analysten — und trotzdem verlor die Rheinmetall-Aktie allein in den vergangenen sieben Tagen knapp zehn Prozent. Das Papier nähert sich nun einer Marke, deren Bedeutung über die kurzfristige Richtung entscheiden dürfte.
Der Kurs testet im Xetra-Handel die Unterstützungszone zwischen 1.500 und 1.550 Euro. Hält diese nicht, wäre der Weg zum nächsten nennenswerten Support bei rund 1.250 Euro frei — ein weiteres Abwärtspotenzial von bis zu 20 Prozent.
Das charttechnische Bild hat sich in den vergangenen Wochen spürbar eingetrübt. Die steile Aufwärtstrendlinie aus dem Herbst 2024 wurde aufgegeben. Das Death Cross, das bereits im November als Verkaufssignal aktiv wurde, belastet weiterhin. Gegenüber dem Allzeithoch bei rund 2.008 Euro beläuft sich der Wertverlust auf mehr als 27 Prozent. Widerstände liegen zwischen 1.635 und 1.680 Euro, wobei die 50-Tage-Linie bei rund 1.672 Euro als zentrale Hürde gilt.
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Das operative Bild erzählt eine andere Geschichte. Für 2025 meldete Rheinmetall einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 18,5 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro. Für 2026 stellt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent sowie eine operative Marge von rund 19 Prozent in Aussicht.
Anleger interpretierten die Prognose für Marge und Cashflow teilweise als konservativer als erhofft — was den Kurs am Veröffentlichungstag belastete. Hinzu kommt die Dividendenerhöhung: Für das Geschäftsjahr 2025 sollen auf der Hauptversammlung am 12. Mai 11,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, nach 8,10 Euro im Vorjahr — ein Plus von mehr als 40 Prozent.
Von 27 Analysten empfehlen 81 Prozent die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel aus 65 Schätzungen liegt bei 2.127 Euro — rund 46 Prozent über dem aktuellen Kursniveau von 1.489 Euro.
Den nächsten konkreten Impuls liefern die Quartalszahlen zum ersten Quartal am 7. Mai 2026, gefolgt von der Hauptversammlung fünf Tage später. Ob die Unterstützungszone bis dahin hält oder nachgibt, wird zeigen, ob die aktuelle Schwäche eine Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends bleibt — oder etwas mehr.
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