11.03.2026, 3402 Zeichen
Eine neue Studie zeigt: Künstliche Intelligenz macht viele Arbeitnehmer krank. Statt zu entlasten, führt die ständige Überwachung von KI-Systemen zu einer neuen Form der mentalen Erschöpfung – dem „AI Brain Fry“. Gleichzeitig erreichen psychische Belastungen in Deutschland einen historischen Höchststand.
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Die Untersuchung der Boston Consulting Group und der University of California, Riverside, identifiziert ein paradoxes Phänomen. Besonders hochqualifizierte Fachkräfte in Marketing, Softwareentwicklung oder Personalwesen leiden unter kognitiver Überlastung. Bereits 14 Prozent der KI-nutzenden Angestellten sind betroffen.
Das Problem ist nicht die KI selbst, sondern die Art der Interaktion. Die größte Belastung entsteht durch das ständige Überwachen mehrerer KI-Agenten, das Prüfen von Ergebnissen und das Hin-und-her-Wechseln zwischen digitalen Werkzeugen. Betroffene berichten von „Nebel im Kopf“, Kopfschmerzen und Reizüberflutung.
Die geschäftlichen Folgen sind gravierend. Personen mit „AI Brain Fry“ zeigen eine um 33 Prozent höhere Entscheidungsmüdigkeit. Leichte Fehler häufen sich um 11 Prozent, schwere Fehler sogar um 39 Prozent.
„KI erweitert die theoretischen Kapazitäten, aber das menschliche Gehirn ist nicht für diese permanente Taktung gemacht“, erklärt Julie Bedard von der Boston Consulting Group. Die Kündigungsabsichten steigen: Während bei regulären Angestellten ein Viertel über einen Jobwechsel nachdenkt, sind es bei den Erschöpften 34 Prozent.
Diese neuen digitalen Stressfaktoren treffen auf eine bereits angeschlagene Belegschaft. Der aktuelle DAK-Gesundheitsreport 2026 zeigt: Der durchschnittliche Krankenstand erreichte 2025 mit 5,7 Prozent einen historischen Höchstwert.
Psychische Erkrankungen stiegen um fast sieben Prozent und sind die dritthäufigste Ursache für Arbeitsausfälle. DAK-Chef Andreas Storm warnt vor einer dramatischen Zunahme langfristiger Belastungen und fordert einen nationalen Krankenstands-Gipfel. Der Fachkräftemangel verschärft die Abwärtsspirale zusätzlich.
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Die Forschung bietet auch Lösungsansätze. Wenn KI repetitive Routineaufgaben vollständig übernimmt, sinken Burnout-Indikatoren um 15 Prozent. Die Entlastung funktioniert also nur, wenn echte Freiräume entstehen.
Experten fordern klare Richtlinien für den KI-Einsatz und Obergrenzen für die gleichzeitige Nutzung verschiedener Tools. Führungskräfte müssen Arbeitsabläufe neu gestalten, statt sie nur mit KI zu überladen. Für Arbeitnehmer gilt: Multitasking bewusst limitieren und Erholungsphasen ohne Bildschirm einhalten.
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Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)
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