Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Frühjahrsmüdigkeit ist ein kultureller Mythos ( Finanztrends)

10.03.2026, 3624 Zeichen

Eine Schweizer Studie entlarvt das saisonale Tief als psychologische Selbsterfüllung. Forscher fanden keine biologischen Belege für das Phänomen – die Symptome sind real, die Ursache aber eine andere.

Überraschende Wende in der Schlafforschung

Die Grundlage liefert eine Untersuchung der Universität Basel und des Inselspitals Bern. Das Team um Chronobiologin Dr. Christine Blume analysierte über ein Jahr das Schlafverhalten von 418 Probanden. Obwohl fast die Hälfte angab, unter Frühjahrsmüdigkeit zu leiden, zeigten die objektiven Daten ein anderes Bild.

Anzeige

Mentale Fitness ab heute: 7 Geheimnisse für ein leistungsfähiges Gehirn. Dieses Gratis-PDF zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Fokus steigern und Ihre geistige Leistungsfähigkeit im Alltag gezielt unterstützen können. Gehirntraining-Ratgeber kostenlos herunterladen

Die Forscher fanden keinerlei Belege für erhöhte Tagesschläfrigkeit oder verminderte Schlafqualität im Frühling. Auch die zunehmende Tageslänge hatte keinen messbaren Einfluss auf den Erschöpfungsgrad. Wäre es ein biologisches Phänomen, hätte sich das in den Daten zeigen müssen, so das Fazit der Experten.

Vom Hormon-Mythos zum Nocebo-Effekt

Bisher machten Mediziner hormonelle Umstellungen oder Temperaturschwankungen für das Leistungstief verantwortlich. Die Schweizer Daten deuten nun stark auf einen Nocebo-Effekt hin. Weil der Begriff hierzulande fest etabliert ist, erwarten Menschen die Müdigkeit – und nehmen alltägliche Erschöpfung dann bewusster wahr.

Ein Blick über den Tellerrand bestätigt die kulturelle Prägung: Im englischsprachigen Raum existiert das Konzept in dieser Form nicht. Der Begriff „spring fever“ wird dort mit einem Energieanstieg und mehr Vitalität verbunden.

Was wirklich gegen das Stimmungstief hilft

Die Gefühle sind real, auch wenn die Ursache psychologisch ist. Gesundheitsexperten empfehlen Strategien, die Körper und Psyche aktivieren. Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und wirkt mental ausgleichend.

Leichte Mahlzeiten entlasten den Verdauungstrakt, ausreichend Wasser unterstützt den Organismus. Wechselduschen am Morgen stimulieren das Herz-Kreislauf-System. Bei Müdigkeit tagsüber hilft ein kurzes Nickerchen von unter dreißig Minuten, ohne den Nachtschlaf zu stören.

Anzeige

Wer sich trotz Frühling oft antriebslos fühlt, kann mit gezielten Übungen gegensteuern. Orthopäde Prof. Wessinghage zeigt in seinem kostenlosen Report 17 einfache 3-Minuten-Übungen, die für spürbare Entlastung sorgen und den Körper aktivieren. Kostenlosen 3-Minuten-Plan jetzt sichern

Die Macht der Erwartung

Die Erkenntnisse unterstreichen, wie stark gesellschaftliche Narrative unsere körperliche Wahrnehmung steuern. Die Entlarvung der Frühjahrsmüdigkeit zeigt: Moderne Gesundheitsaufklärung muss auch schädliche Erwartungshaltungen dekonstruieren.

Könnte die unbegründete Erwartung einer Frühjahrsmüdigkeit sogar wirtschaftliche Auswirkungen haben? Experten sehen in der Klarstellung einen wichtigen Schritt. Betroffene können sich so mental von dem Stigma befreien und mit mehr Resilienz auf saisonale Veränderungen reagieren.

Ein neuer Umgang mit den Jahreszeiten

In Zukunft dürfte sich die Kommunikation von Medizinern und Krankenkassen wandeln. Der Begriff könnte als Krankheitsbild verschwinden, stattdessen rücken allgemeine Schlafhygiene und mentale Widerstandskraft in den Vordergrund.

Gesundheitsexperten prognostizieren: Weniger Warnungen vor der Frühjahrsmüdigkeit und mehr Betonung der positiven Aspekte des Frühlings könnten das kollektive Wohlbefinden steigern. Manchmal ist ein kritischer Blick auf alte Gesundheitsmythen der Schlüssel zu besserer Balance.


(10.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1114: ATX schwächer, das komplette Programm des Aktientags morgen und Alles ist jetzt Anders


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Uniqa, Semperit, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Bawag, ATX NTR, RBI, VIG, voestalpine, Erste Group, DO&CO, CA Immo, Andritz, ATX, Rosgix, Porr, Wienerberger, ATX TR, ATX Prime, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Polytec Group, Verbund, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post.


Random Partner

UBM
Die UBM fokussiert sich auf Immobilienentwicklung und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 13.3.: Semperit, Erste Group, AT&S, EVN, FACC, Verbund (...

» Wiener Börse Party #1114: ATX schwächer, das komplette Programm des Akti...

» Nachlese: Johanna Hager Deadline (audio cd.at)

» RENK Group Aktie: Vorstand kauft nach ( Finanztrends)

» Republic First Aktie: Insolvenz-Status ( Finanztrends)

» BMF legt neue Pauschbeträge für 2026 fest ( Finanztrends)

» Arbeitsrecht: Gerichte schützen vor Schadensersatz-Klagen ( Finanztrends)

» PIR-News: Zahlen von Uniqa, News zu Strabag (Christine Petzwinkler)

» (Christian Drastil)