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06.12.2018

A.o. UIAG-HV 28.11.18 Teil 5 und Ende. Nach kurzem Tumult, Durcheinanderreden, freute sich der ARV: "Jetzt steht er auf." Der Aktionär: "Ich habe nie gesagt, dass ich 25.000 haben will! Bei allem Respekt, da müssen Sie mich verwechseln!" Es ging hier alles so schnell, die interessantesten Aussagen kann ich nicht mehr entziffern bzw. kann ich zwar entziffern, weiss aber nicht mehr, wer die jeweilige Aussage getätigt hat, das ist mir jetzt zu heikel. Leider war ja auch der unbeteiligte Mitschreiber bereits etwas erregt. Bei allen Unstimmigkeiten geht es auf anderen Hauptversammlungen ja nicht so zu, diese HV war für mich schon recht außergewöhnlich. Neumann fuhr mit seiner Sachlichkeit jäh in diese Diskussion und redete über Kautex, und dass wir Investitionen in die Zukunft tätigen müssen, das Gesamtgeschäft deutlich stabilisieren möchten. Knünz: "Ich möchte ergänzen, dass Sie sicher auch recht haben, dass man Sachen verbessern kann. Kautex hat (Strategiefindungsprobleme wegen mehreren Eigentümern?) mehrere Eigentümer gehabt, das dürfte sich mit uns ändern, da wir die Kontrolle haben. Dr. Urbanek ist vor Ort, um das umzusetzen, die Ebitmargen zu verbessern." Waagner-Biro wurde von jemandem angesprochen, Neumann erklärte die Unterschiede zu uns. Er könne die Probleme von Waagner-Biro nicht kommentieren. Offenbar haben die restliche Zahlungen in Abu Dhabi nicht erhalten, dagegen würden wir vorsorgen.

Schade, die letzte Seite ist mir irgendwie abhanden gekommen, ich finde sie aktuell nicht. Die Abstimmungen verliefen unspektakulär, die Mehrheitsverhältnisse waren ja klar. Der eine Aktionär gab zu allen Tagesordnungspunkten Widerspruch zu Protokoll, der Vertreter eines zehnmal so großen Aktienpakets ebenfalls. Abschlussbuffet fiel aus, war offenbar gar nicht geplant.

Aber ich habe in meiner Sammlung von HV-Berichten aller Zeitschriften einen Bericht von der HV vom 14.1.2009 gefunden, einen Ausdruck von einer längst nicht mehr existierenden Börseseite, und da lese ich, dass es auf jener HV im Wesentlichen um eine Kapitalerhöhung durch Sacheinlage (40% der Anteile an der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG) gegangen sei. Daneben, das sei nicht Gegenstand der Abstimmung gewesen, würde die UIAG, teilweise fremdfinanziert, weitere 40% der Anteile erwerben. Am Ende würde die 80%ige Beteiligung an der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG etwa die halbe Marktkapitalisierung der UIAG darstellen. Das sei doch ein ziemlich grosser Brocken, der es wert gewesen wäre, genauer beschrieben zu werden. Zumal die Mutter CROSS Industries AG diese Anteile in die UIAG einbringe bzw. an die UIAG verkaufe. Die Bewertung der UIAG in Höhe etwa der Börsenkapitalisierung habe von den Anlegern als fair erkannt werden können, doch über die Eternit-Werke Hatschek AG seien sehr wenige Daten vorgelegen, insbesondere auf Nachfrage eines Anwalts nur eine sehr optimistische EBITDA-Planzahl. Für die Jahre ab 2009 würde - in Zeiten der Krise - eine 30%ige EBITDA-Steigerung gegenüber 2008 erwartet, wobei das geplante EBITDA in den ersten beiden Jahren fairerweise mit 60%igem bzw. 40%igem Abschlag in die Bewertung eingeflossen sei. Für die würde - überschlagsmässig - etwa der doppelte Buchwert bezahlt. Die Erklärungen zum Wert der Eternit-Werke seien von vielen als nicht ausreichend empfunden worden. Im Prinzip sei es ohnehin egal, ob die Kleinanleger den Deal verstanden haben, denn CROSS verfüge über eine satte Mehrheit, die es ihr ohnehin erlaubt hätte, im Alleingang zu entscheiden.

Dieser "Eternit-Hatschek" wurde auch auf dieser HV erwähnt, offenbar gibt es daran (widersprüchliche) gemeinsame Erinnerungen der beiden Parteien. Ich selbst glaube, mich erinnern zu können, dass ich diesen Anwalt von jener HV kenne, dass er der Vertreter eines 10-Stück-Aktionärs gewesen ist, und dass aufgrund seines Widerspruchs (mit anschließender Klage) dieser Deal damals gescheitert ist, die UIAG hat Eternit-Hatschek nicht übernommen. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, als Außenstehender nimmt man natürlich an, dass es schon Gründe dafür gegeben haben wird, dass man von der Übernahme dann doch Abstand genommen hat. Also dass die Bewertung wohl nicht gestimmt hat. Dass es nur aufgrund der Kosten für die Abschlagszahlung für die Zurückziehung der Klage gescheitert wäre, kann ich mir eher nicht vorstellen, die in Rede stehenden 25.000 Euro sind ja marginal im Vergleich zu den Kosten des Gesamtprojekts. Wohl würde ich verstehen, dass sich Knünz ärgern würde, wenn so eine Zahlung von ihm verlangt würde. Aber da gehen die Erinnerungen auseinander, ich als Außenstehender weiß am allerwenigsten, was hinter den Kulissen besprochen wurde. Vielleicht waren es ja auch nur die Anwaltskosten, die man von irgend jemandem bezahlt haben wollte, wir wissen ja alle, dass Anwälte in Österreich ihren Preis haben.

Jedenfalls wäre damit die Vorgeschichte besser erklärt, wenn es sich um den gleichen Anwalt handeln sollte. Inwieweit der ARV damals involviert war, dass er den Fragesteller auf der letzten HV gar so attackiert hat, das weiß ich auch nicht, möglicherweise hat er CROSS oder die UIAG damals anwaltlich vertreten, er soll ja selbst Anwalt sein.

Ich hoffe, ich habe neutral genug geschrieben, persönliche Zu- oder Abneigungen sollten keine Rolle spielen. Zum Fragesteller würde ich trotzdem gerne eine kleine persönliche Erinnerung anbringen, das soll seine Leistungen für die Kleinaktionäre nicht schmälern, ist nur eine Kleinigkeit: Als einmal die HV einer anderen AG extra weit entfernt vom tatsächlichen Firmensitz in einem kleinen Ort statt fand, um die anderen Aktionäre möglichst davon abzuhalten, diese HV zu besuchen, schlug ich vor, dass die AG als Zeichen des guten Willens den wenigen anwesenden Aktionären wenigstens die Zusatzkosten der Bahnfahrt aufgrund der geographischen HV-Verlegung ersetzen möge, da ging es um einen kleinen Eurobetrag pro Person, insgesamt vielleicht 200 Euro. Er hatte damals eine Funktion in eben dieser AG und schmetterte das Ansinnen ab. Das sei "Aktionärsbegünstigung" (also wenn man die Kosten der Teilnahme für die Aktionäre so gering wie möglich halten möchte? Der Aktionär hat eh genug Kosten, und wegen der HV-Verlegung noch höhere Kosten). Diese AG ist mittlerweile liquidiert, vielleicht hätte man sich doch mehr für die Fragen und Sorgen der Kleinaktionäre interessieren und ihre Teilnahme ermöglichen sollen? Vor den Aktionären davonrennen zahlt sich nicht aus, es wäre gesund für jede Gesellschaft, wenn sie sich den Fragen der Aktionäre stellt und sie ernst nimmt. Da schließe ich natürlich die UIAG mit ein. Viele Antworten interessieren halt auch andere Aktionäre, nur sind viele zu schüchtern, um zu fragen, und die allermeisten kommen nicht einmal auf die HV. So, ich war ausreichend sachlich und neutral, denke ich. Ich habe über alle Akteure auch sehr viel Gutes gesagt.

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 06.12.)


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