03.03.2026, 3113 Zeichen
Die elektronische Patientenakte (ePA) wird ein Jahr nach dem flächendeckenden Start von der Mehrheit der Versicherten nicht aktiv genutzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Demnach verwalten 71 Prozent ihre digitale Akte nicht, obwohl sie 94 Prozent der Befragten kennen.
Seit Anfang 2025 wird für alle gesetzlich Versicherten automatisch eine ePA angelegt, sofern sie nicht widersprechen. Seit Oktober müssen Praxen und Kliniken sie zudem mit Daten befüllen. Die erhoffte digitale Revolution bleibt jedoch aus. Die vzbv-Umfrage belegt eine deutliche Diskrepanz: Obwohl rund 70 Millionen Menschen eine Akte haben, ist sie im Alltag nicht angekommen.
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Als Hauptgründe nennen die Befragten, sich noch nicht mit der ePA beschäftigt zu haben (75 Prozent) oder keinen persönlichen Nutzen zu sehen (33 Prozent). Die Kritik lautet: Die reine Bereitstellung der Technologie reicht nicht aus.
Experten sehen zwei zentrale Hürden. Zum einen fehlt es an attraktiven Anwendungen. Verbraucherschützer fordern seit Langem die Integration eines digitalen Impfpasses oder des Bonushefts. Zum anderen bestehen in Arztpraxen weiterhin Bedenken.
Ärzte sind unsicher, wie sie mit sensiblen Daten umgehen sollen, die aus Schweigepflicht-Gründen nicht in der ePA erscheinen dürfen. Der bewusste Ausschluss solcher Informationen bedeutet zusätzlichen Dokumentationsaufwand im ohnehin vollen Praxisalltag.
Die elektronische Akte ist nur ein Baustein der digitalen Gesundheitsstrategie. Das Digital-Gesetz (DigiG) stärkt auch die Telemedizin, indem es Mengenbegrenzungen für Videosprechstunden aufhebt. Ein weiterer Pfeiler sind die „Apps auf Rezept“ (DiGAs).
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Diese zertifizierten Medizinprodukte können bei Erkrankungen wie Diabetes verordnet werden. Die Vision: Deren Daten sollen künftig in die ePA einfließen und so ein ganzheitliches Gesundheitsbild ergeben. Doch dafür muss die Akte erst einmal genutzt werden.
Der Druck auf Politik und Krankenkassen wächst. Die ePA muss schnell um alltagsrelevante Funktionen erweitert und die Apps müssen nutzerfreundlicher werden. Nur so kann Vertrauen entstehen.
Parallel schreitet die europäische Vernetzung voran. Für den geplanten Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) ist eine funktionierende nationale Infrastruktur Grundvoraussetzung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die digitale Akte vom Papiertiger zum nützlichen Werkzeug wird.
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