15.03.2026, 3806 Zeichen
Die Datenschutzbehörden der EU nehmen 2026 die Transparenz von Unternehmen ins Visier. Eine europaweite Aktion soll prüfen, ob Datenschutzerklärungen verständlich und rechtskonform sind.
Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat die Weichen für den nächsten großen Prüfschwerpunkt gestellt. Ab 2026 werden nationale Aufsichtsbehörden koordiniert untersuchen, wie Organisationen ihre Transparenzpflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umsetzen. Konkret geht es um die Artikel 12 bis 14 der Verordnung, die klare und verständliche Informationen über die Datenverarbeitung vorschreiben.
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Im Mittelpunkt steht eine einfache Frage: Können Bürgerinnen und Bürger tatsächlich nachvollziehen, was mit ihren Daten geschieht? Die Behörden werden prüfen, ob die Informationen präzise, leicht zugänglich und in klarer Sprache formuliert sind. Damit könnten die Tage von langen, juristisch verklausulierten Texten gezählt sein.
Doch die Aktion geht über den reinen Text hinaus. Sie zielt auch auf die dahinterliegenden Prozesse ab. Unternehmen müssen nachweisen, dass sie Anfragen auf Auskunft, Berichtigung oder Löschung von Daten effizient bearbeiten können. Eine transparente Erklärung ist der Schlüssel, damit Betroffene ihre Rechte überhaupt nutzen können.
Für Unternehmen sind die Konsequenzen ernst zu nehmen. Verstöße gegen Transparenzpflichten gehören zu den häufigsten Gründen für Beschwerden. Die DSGVO sieht dafür Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. Es handelt sich also keineswegs um eine bloße Formalität, sondern um einen Kernbestandteil der Verordnung.
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Neben der Transparenz ist die lückenlose Dokumentation aller Datenverarbeitungen nach Art. 30 DSGVO entscheidend, um Bußgelder von bis zu 2% des Jahresumsatzes zu vermeiden. Mit dieser kostenlosen Excel-Vorlage erstellen Sie Ihr Verarbeitungsverzeichnis rechtssicher und in kürzester Zeit. Kostenlose Excel-Vorlage für das Verarbeitungsverzeichnis herunterladen
Die koordinierte Aktion ist die fünfte ihrer Art. Sie folgt auf Prüfungen zum Auskunftsrecht und zur Cloud-Nutzung im öffentlichen Sektor. Diesmal rücken die Behörden einen besonders häufigen Schwachpunkt in den Fokus.
Die Wahl des Thema markiert eine neue Phase. Nachdem in den ersten Jahren oft die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung (die sogenannte Rechtsgrundlage) im Vordergrund stand, rückt nun die praktische Umsetzung der Rechte in den Mittelpunkt.
Experten deuten dies als klares Signal: Die Aufsichtsbehörden wollen die Kontrolle der Nutzer über ihre Daten stärken und irreführende Praktiken bekämpfen. Von Unternehmen wird zunehmend ein proaktiver und nachweisbarer Ansatz erwartet. Eine Datenschutzerklärung zu haben, reicht nicht mehr aus – sie muss gelebte Praxis sein.
Unternehmen sind gut beraten, ihre Dokumentation und Prozesse jetzt proaktiv zu überprüfen. Ein kritischer Blick auf die eigene Datenschutzerklärung ist der erste Schritt. Ist sie für die Zielgruppe verständlich? Sind alle Datenverarbeitungen und Dienstleister korrekt aufgeführt?
Empfohlene Maßnahmen sind die Vereinfachung der Sprache, eine klare Strukturierung und ein Audit der internen Abläufe für Betroffenenanfragen. Eine nutzerfreundliche Kommunikation im Datenschutz ist mehr als eine Pflicht – sie stärkt das Vertrauen von Kunden und Partnern.
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Buwog
Die Buwog Group ist deutsch-österreichischer Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich. Insgesamt verfügt die Buwog Group über ein Portfolio mit rd. 51.000 Wohnungen. Mit einem Neubauvolumen von jährlich rund 700 Wohnungen im Großraum Wien ist die Buwog Group einer der aktivsten Wohnbauträger und Immobilienentwickler in Deutschland und Österreich.
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