26.02.2026, 3163 Zeichen
Der chinesische Elektroauto-Riese BYD steckt in einer widersprüchlichen Situation: Während die Verkäufe in Europa durch die Decke gehen, schwächeln die Zahlen auf dem Heimatmarkt. Neue Daten der europäischen Zulassungsbehörde ACEA, eine frische Preisoffensive in China und der Ausbau der Ladeinfrastruktur prägen derzeit das Bild des weltweit größten E-Auto-Herstellers.
Laut ACEA-Daten vom 24. Februar registrierte BYD im Januar 18.242 Fahrzeuge in Europa – ein Plus von 165 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit 6.884 Einheiten. Der Marktanteil kletterte von 0,7 auf 1,9 Prozent. In der EU allein wurden 13.982 Fahrzeuge zugelassen, was einem Anstieg von 175,3 Prozent entspricht.
Die Zahlen offenbaren einen deutlichen Abstand zu Tesla. Der US-Konkurrent kam im Januar europaweit nur auf 8.075 Neuzulassungen – ein Rückgang von 17 Prozent. BYD hat Tesla damit bereits mehrere Monate in Folge überflügelt, erstmals geschehen im Juli 2025. Auch etablierte europäische Hersteller spüren den Druck: Volkswagen verlor 3,8 Prozent, BMW 5,7 Prozent und Renault 15 Prozent.
Am 25. Februar startete BYD eine Neujahrskampagne mit Null-Prozent-Finanzierung über drei Jahre. Die Aktion gilt für beliebte Modelle wie Seagull, Dolphin und Sealion 05 EV. Der Hintergrund: Die weltweiten NEV-Verkäufe brachen im Januar auf 296.446 Einheiten ein – 30 Prozent unter Vorjahr. Es war der fünfte Rückgang in Folge.
Über zehn Hersteller, darunter Tesla, Xiaomi und NIO, setzen inzwischen auf ähnliche Finanzierungsmodelle. Der chinesische Markt steht unter erheblichem Margendruck.
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BYD begann am 24. Februar mit der flächendeckenden Installation von Megawatt-Schnellladern in China. Die zweite Generation erreicht eine Leistung von bis zu 2.100 Kilowatt. Deutsche Bank-Analysten bezeichneten den Infrastrukturausbau als "zentralen Treiber für die Verkaufserholung" und prognostizieren für 2026 einen Absatz von 4,9 Millionen Einheiten – ein Plus von sechs Prozent. In Europa plant BYD bis Ende 2026 rund 3.000 Schnellladestationen.
BYD operiert derzeit in zwei gegensätzlichen Realitäten. In Europa gewinnt das Unternehmen rasant Marktanteile, in China kämpft es gegen aggressive Wettbewerber wie Geely, der im Januar nur 0,3 Prozentpunkte hinter BYD lag. Die Megawatt-Infrastruktur und die Expansion in Europa zeigen die Strategie: technologische Differenzierung und internationale Wachstumsmärkte sollen die Schwäche daheim kompensieren.
Die BYD-Aktie notierte am 25. Februar in Hongkong bei 98,75 HK-Dollar, ein Minus von 0,60 Prozent. Über zwölf Monate summiert sich der Verlust auf rund 23 Prozent.
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