03.03.2026, 2727 Zeichen
Die Märkte stehen ohnehin schon unter Druck – da kommt der schwache Ausblick von Beiersdorf zur Unzeit. Der Nivea-Konzern rechnet für 2026 bestenfalls mit einem leichten Umsatzwachstum. Die Reaktion am Markt fällt entsprechend heftig aus: Vorbörslich stürzt die Aktie um fast acht Prozent ab und droht erstmals seit einem Monat wieder unter die 100-Euro-Marke zu rutschen.
Der DAX verliert bereits 2,3 Prozent auf 24.067 Punkte, belastet durch den Iran-Krieg und steigende Energiepreise. In diesem Umfeld trifft Beiersdorf mit enttäuschenden Zahlen auf einen ohnehin nervösen Markt.
Das organische Umsatzwachstum soll 2026 flach bis leicht positiv ausfallen. Die operative Marge dürfte sogar unter dem Vorjahresniveau liegen. Analysten sprechen Klartext: Der Konsens muss nach unten – um etwa drei bis fünf Prozent, je nach Einschätzung.
Das Problem sitzt tief. Die Kernmarke Nivea wuchs 2025 nur um magere 0,9 Prozent. CEO Vincent Warnery spricht von einem "herausfordernden Massenmarkt-Umfeld" und kündigt eine "fokussierte Neuausrichtung" des Portfolios an. Die Maßnahmen, die im zweiten Halbjahr 2025 begannen, sollen sich bis 2027 hinziehen.
Besonders brisant: Das erste Quartal dürfte noch schwächer ausfallen als die ohnehin gedämpfte Jahresprognose. Beiersdorf verweist auf Störungen im US-Einzelhandel und Probleme im chinesischen Reiseeinzelhandel. RBC Capital Markets zeigt sich verwundert – schließlich hatte der Konzern den Launch von Nivea Epicelline als "größten Nivea-Gesichtspflege-Launch der Geschichte" angepriesen.
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Die Zahlen für 2025 liegen vor: Der Umsatz stieg organisch um 2,5 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Das Ebit ohne Sondereffekte legte minimal auf 1,38 Milliarden Euro zu. Als kleine Geste verkündet Beiersdorf ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 750 Millionen Euro über die nächsten zwei Jahre.
Jefferies belässt die Einstufung bei "Hold" mit einem Kursziel von 92 Euro – deutlich unter dem aktuellen Niveau. Analyst David Hayes rechnet mit schwacher Kursreaktion und Diskussionen über das Nivea-Wachstum. Callum Elliott von Bernstein Research stellt die entscheidende Frage: Ist der Ausblick konservativ oder schlicht enttäuschend?
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