16.03.2026, 3057 Zeichen
Der weltgrößte Chemiekonzern tritt massiv auf die Kostenbremse, aber das makroökonomische Umfeld funkt dazwischen. Während das laufende Sparprogramm die internen Ziele übertrifft, zwingen neue US-Zölle und negative Währungseffekte das Management zu einer vorsichtigeren Prognose für das laufende Jahr. Die erhoffte rasche Erholung verschiebt sich weiter in die Zukunft.
Für das Jahr 2026 peilt das Management ein operatives Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Der Mittelwert verfehlt die Markterwartungen deutlich. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind vor allem geopolitische Unsicherheiten und umgeleitete globale Warenströme infolge der höheren US-Zölle. Ein schwacher US-Dollar verschärft die Lage und könnte das Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Zusätzlich bremsen hohe Energiekosten und eine schwache Nachfrage aus der europäischen Industrie das operative Geschäft.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, forciert der Konzern seine Restrukturierung. Bis Ende 2025 sparte das Unternehmen bereits 1,7 Milliarden Euro ein. Der Preis dafür ist hoch. Seit Ende 2023 fielen 4.800 Stellen weg, weitere administrative Funktionen wandern aus Kostengründen nach Indien und Malaysia. Bis Ende 2026 soll das Sparvolumen auf 2,3 Milliarden Euro anwachsen. Parallel kürzt das Management die Sachinvestitionen für die kommenden drei Jahre um 20 Prozent.
Auch das Portfolio wird rigoros bereinigt. Nach dem Verkauf der Sparte für optische Aufheller soll im zweiten Quartal 2026 das Lackgeschäft folgen. Im Gegenzug stärkt der geplante Zukauf des Spezialisten AgBiTech die Agrarsparte, die mittelfristig auf einen Börsengang vorbereitet wird.
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Die harte Sanierungslinie honoriert der Markt zumindest teilweise. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut sieben Prozent und ging am Freitag bei 48,12 Euro aus dem Handel. Um die Aktionäre bei Laune zu halten, schüttet das Unternehmen weiterhin 2,25 Euro je Aktie aus, obwohl der freie Cashflow diese Summe im Vorjahr nicht vollständig decken konnte. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm flankiert die Kurspflege.
CEO Markus Kamieth rechnet frühestens Ende des Jahres, realistischer erst 2027, mit einer spürbaren Markterholung. Bis die operative Wende greift, dienen die stabilen Ausschüttungen als Brücke für Investoren. Die nächsten konkreten Meilensteine stehen bereits fest:
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