29.07.2025, 2098 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Montag etwas schwächer geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Minus von 0,36 Prozent und 4.558,93 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime fiel ebenfalls um 0,36 Prozent auf 2.289,18 Zähler. Auch an anderen Börsen in Europa ging es zum Wochenstart nach unten. Die Einigung auf einen Zolldeal der EU mit den USA löste nur kurzfristig Kursgewinne aus, im Verlauf fielen die Märkte zurück. Das Abkommen habe zwar einen drohenden Handelskrieg abgewendet, die höheren Zölle würden aber den Zugang zu Europas wichtigstem Absatzmarkt erschweren. Ökonomen gehen davon aus, dass dies die EU-Exporte in die USA über die kommenden zwei Jahre um etwa ein Viertel drücken wird. Dies dürfte für sich genommen das Wirtschaftswachstum in der EU merklich bremsen", so die Experten. Analysten sehen negative Effekte vor allem bei der Stahl- und Aluminiumproduktion. Die meisten ATX-Aktien gaben gestern Montag nach. Die beiden Tagesverlierer im Index waren Wienerberger und Lenzing mit Verlusten von jeweils knapp 2 Prozent. Belastet wurde der ATX auch von den Abgaben der schwer gewichteten Bankwerte. Aktien der RBI fielen um 1,3 Prozent. Bawag verloren 1,9 Prozent. Erste Group schlossen mit einem Minus von 0,2 Prozent. Gut gesucht waren zum Wochenstart UNIQA und OMV und legten 2,0 sowie 1,0 Prozent zu. Voestalpine -Aktien konnten sich mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent gegen den negativen Trend stemmen. Der Stahlkonzern hofft auf eine baldige Einigung auf Stahlzölle, die vom jüngsten Zollabkommen ausgenommen waren. Für Impulse könnten im Wochenverlauf die anstehenden Ergebnisvorlagen einiger Unternehmen wie etwa der RBI und der OMV sorgen. Mit Spannung erwartet wird auch die morgen Mittwoch anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed. US-Präsident Donald Trump hatte zwar zuletzt vermehrt auf eine Zinssenkung gedrängt, die jüngsten Konjunkturdaten dürften die Notenbank aber in ihrer abwartenden Haltung bestätigen. Auch einige Notenbanker-Kommentare signalisierten zuletzt weiter unveränderte Leitzinsen."
BörseGeschichte Podcast: Barbara Potisk-Eibensteiner vor 10 Jahren zum ATX-25er
BNP Paribas
BNP Paribas ist eine führende europäische Bank mit internationaler Reichweite. Sie ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon über 146.000 in Europa. BNP Paribas ist in vielen Bereichen Marktführer oder besetzt Schlüsselpositionen am Markt und gehört weltweit zu den kapitalstärksten Banken.
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