Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Nachhaltigkeitsprüfung: Unternehmen fürchten Prüfermangel und Kostenexplosion ( Finanztrends)

02.03.2026, 3712 Zeichen

Die verpflichtende Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten wird für deutsche Unternehmen zur teuren Hürde. Grund ist ein akuter Mangel an qualifizierten Prüfern, der die Kosten in die Höhe treibt.

Die europäische Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zwingt Tausende Firmen, ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen offenzulegen. Diese Berichte müssen extern geprüft werden. Doch der Markt für diese Spezialleistung ist kaum vorhanden. Wirtschaftsverbände warnen seit Langem: Der Mangel an zertifizierten Prüfern gefährdet die gesetzlichen Fristen.

Anzeige

Während neue Nachhaltigkeitsregeln die Compliance-Abteilungen fordern, dürfen andere gesetzliche Fristen nicht in Vergessenheit geraten: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung kommt für alle Arbeitgeber. Dieser kostenlose Ratgeber hilft Ihnen, die gesetzlichen Vorgaben mit praktischen Mustervorlagen rechtssicher umzusetzen. Arbeitszeiterfassung in 10 Minuten rechtssicher umsetzen

Hohe Hürden verschärfen den Engpass

Der Kern des Problems ist die hohe Qualifikationshürde. Wer Nachhaltigkeitsberichte testieren will, muss eine anspruchsvolle Zusatzprüfung bestehen. Diese soll für Qualität sorgen, begrenzt aber kurzfristig die Zahl der Experten massiv.

Für etablierte Wirtschaftsprüfer gilt eine Übergangsregelung mit einer 40-stündigen Schulung. Doch die Kapazitäten reichen bei Weitem nicht für die explodierende Nachfrage. Ausbildungsinstitute wie die IDW Akademie können den Bedarf nicht schnell genug decken. Die Folge: Die Preise für Prüfung und Beratung schießen bereits in die Höhe.

Neue Schwellenwerte – nur scheinbare Entlastung

Die EU reagierte jüngst auf die Sorgen der Wirtschaft. Seit dem 26. Februar 2026 gelten höhere Schwellenwerte. Nur noch Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Nettoumsatz von mehr als 450 Millionen Euro sind direkt betroffen. Die Zahl der berichtspflichtigen Firmen in Deutschland sank dadurch.

Doch Experten warnen vor falscher Sicherheit. Große Konzerne werden die Anforderungen an ihre Zulieferer weitergeben. Dieser „Trickle-Down-Effekt“ zwingt auch Mittelständler, detaillierte Daten zu liefern. Die Nachfrage nach Verifizierung bleibt also hoch – selbst bei Unternehmen, die formal nicht unter die CSRD fallen.

Streit um die Öffnung des Prüfermarktes

Angesichts der Engpässe wird eine Grundsatzdebatte lauter: Sollen nur Wirtschaftsprüfer prüfen dürfen? Wirtschaftsverbände und der Bundesrat fordern, auch unabhängige Anbieter wie TÜV oder Dekra zuzulassen. Das soll Wettbewerb schaffen und Kosten dämpfen.

Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) lehnt das ab. Durch die neuen Schwellenwerte sehe sie keinen Engpass. Zudem unterlägen andere Anbieter nicht den gleichen strengen fachlichen und rechtlichen Anforderungen. Die Bundesregierung prüft den Vorschlag, verweist aber ebenfalls auf die gesunkenen Prüfzahlen.

Anzeige

Neben der Nachhaltigkeitsberichterstattung rückt auch die IT-Sicherheit immer stärker in den Fokus des Gesetzgebers. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Ihr Unternehmen proaktiv vor kostspieligen Cyberangriffen schützen und neue regulatorische Anforderungen ohne Budget-Explosion erfüllen. Effektive Strategien für Ihre Cyber-Security entdecken

Wettlauf gegen die Zeit beginnt

Für die Unternehmen beginnt ein Countdown. Die ersten Berichte nach den neuen Regeln sind für 2027 fällig. Die Vorbereitung der Datenerfassung ist jedoch komplex und langwierig. Der Prüfermangel und die steigenden Kosten kommen als massive Belastung obenauf.

Bleibt die Politik untätig, droht die Nachhaltigkeitsprüfung ihr Ziel zu verfehlen. Statt mehr Transparenz zu schaffen, könnte sie zur unbezahlbaren Bürokratie-Hürde werden. Die Frage ist: Findet sich eine Lösung, bevor es zu spät ist?


(02.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top und mit neuem selbstgesteckten Ziel, Therese Frank will rock you




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Strabag, Zumtobel, Lenzing, Agrana, Uniqa, Wolford, RBI, OMV, Porr, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Erste Group, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Wiener Privatbank, Warimpex, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.


Random Partner

Österreichische Post
Die Österreichische Post ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in zwölf europäischen Ländern.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Ultimo April-Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 30.4.: MAI, S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Robert Halver (audio cd.at)

» PIR-News: Zahlen von Polytec und Erste Group, Research zu Post und Asta ...

» ATX zum Ultimo zunächst schwächer– Polytec setzt sich Ziel für die Aktie...

» Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top ...

» Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas leichter: Polytec, Frequentis und A...

» ATX-Trends: Andritz, Warimpex, Palfinger, Bawag ...

» Österreich-Depots: Eher enttäuschende Zahlen bei Sportradar (Depot Komme...

» Börsegeschichte 29.4.: OMV; Bajaj Mobility (Börse Geschichte) (BörseGesc...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 21-22: voestalpine(2)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Strabag(2), OMV(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Mayr-Melnhof(2), Wienerberger(1), Rosenbauer(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: Kontron(1), Bawag(1)
    Star der Stunde: AT&S 1.74%, Rutsch der Stunde: UBM -1.59%
    Star der Stunde: Telekom Austria 1.04%, Rutsch der Stunde: Flughafen Wien -1.78%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: DO&CO(1), Kontron(1)
    Star der Stunde: Flughafen Wien 0.6%, Rutsch der Stunde: AT&S -2.39%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: AT&S(1)

    Featured Partner Video

    Mein letztes großes Workout vor dem Wien Marathon (30km Tempo) #marathon #marathontraining

    Books josefchladek.com

    Jack Davison
    13–15 November. Portraits: London
    2026
    Helions

    Stephen Shore
    Uncommon Places
    1982
    Aperture

    Jerker Andersson
    ABC Diary
    2025
    Self published

    Stephen Gill
    The Pillar
    2019
    Nobody

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture


    02.03.2026, 3712 Zeichen

    Die verpflichtende Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten wird für deutsche Unternehmen zur teuren Hürde. Grund ist ein akuter Mangel an qualifizierten Prüfern, der die Kosten in die Höhe treibt.

    Die europäische Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zwingt Tausende Firmen, ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen offenzulegen. Diese Berichte müssen extern geprüft werden. Doch der Markt für diese Spezialleistung ist kaum vorhanden. Wirtschaftsverbände warnen seit Langem: Der Mangel an zertifizierten Prüfern gefährdet die gesetzlichen Fristen.

    Anzeige

    Während neue Nachhaltigkeitsregeln die Compliance-Abteilungen fordern, dürfen andere gesetzliche Fristen nicht in Vergessenheit geraten: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung kommt für alle Arbeitgeber. Dieser kostenlose Ratgeber hilft Ihnen, die gesetzlichen Vorgaben mit praktischen Mustervorlagen rechtssicher umzusetzen. Arbeitszeiterfassung in 10 Minuten rechtssicher umsetzen

    Hohe Hürden verschärfen den Engpass

    Der Kern des Problems ist die hohe Qualifikationshürde. Wer Nachhaltigkeitsberichte testieren will, muss eine anspruchsvolle Zusatzprüfung bestehen. Diese soll für Qualität sorgen, begrenzt aber kurzfristig die Zahl der Experten massiv.

    Für etablierte Wirtschaftsprüfer gilt eine Übergangsregelung mit einer 40-stündigen Schulung. Doch die Kapazitäten reichen bei Weitem nicht für die explodierende Nachfrage. Ausbildungsinstitute wie die IDW Akademie können den Bedarf nicht schnell genug decken. Die Folge: Die Preise für Prüfung und Beratung schießen bereits in die Höhe.

    Neue Schwellenwerte – nur scheinbare Entlastung

    Die EU reagierte jüngst auf die Sorgen der Wirtschaft. Seit dem 26. Februar 2026 gelten höhere Schwellenwerte. Nur noch Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Nettoumsatz von mehr als 450 Millionen Euro sind direkt betroffen. Die Zahl der berichtspflichtigen Firmen in Deutschland sank dadurch.

    Doch Experten warnen vor falscher Sicherheit. Große Konzerne werden die Anforderungen an ihre Zulieferer weitergeben. Dieser „Trickle-Down-Effekt“ zwingt auch Mittelständler, detaillierte Daten zu liefern. Die Nachfrage nach Verifizierung bleibt also hoch – selbst bei Unternehmen, die formal nicht unter die CSRD fallen.

    Streit um die Öffnung des Prüfermarktes

    Angesichts der Engpässe wird eine Grundsatzdebatte lauter: Sollen nur Wirtschaftsprüfer prüfen dürfen? Wirtschaftsverbände und der Bundesrat fordern, auch unabhängige Anbieter wie TÜV oder Dekra zuzulassen. Das soll Wettbewerb schaffen und Kosten dämpfen.

    Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) lehnt das ab. Durch die neuen Schwellenwerte sehe sie keinen Engpass. Zudem unterlägen andere Anbieter nicht den gleichen strengen fachlichen und rechtlichen Anforderungen. Die Bundesregierung prüft den Vorschlag, verweist aber ebenfalls auf die gesunkenen Prüfzahlen.

    Anzeige

    Neben der Nachhaltigkeitsberichterstattung rückt auch die IT-Sicherheit immer stärker in den Fokus des Gesetzgebers. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Ihr Unternehmen proaktiv vor kostspieligen Cyberangriffen schützen und neue regulatorische Anforderungen ohne Budget-Explosion erfüllen. Effektive Strategien für Ihre Cyber-Security entdecken

    Wettlauf gegen die Zeit beginnt

    Für die Unternehmen beginnt ein Countdown. Die ersten Berichte nach den neuen Regeln sind für 2027 fällig. Die Vorbereitung der Datenerfassung ist jedoch komplex und langwierig. Der Prüfermangel und die steigenden Kosten kommen als massive Belastung obenauf.

    Bleibt die Politik untätig, droht die Nachhaltigkeitsprüfung ihr Ziel zu verfehlen. Statt mehr Transparenz zu schaffen, könnte sie zur unbezahlbaren Bürokratie-Hürde werden. Die Frage ist: Findet sich eine Lösung, bevor es zu spät ist?


    (02.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top und mit neuem selbstgesteckten Ziel, Therese Frank will rock you




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Strabag, Zumtobel, Lenzing, Agrana, Uniqa, Wolford, RBI, OMV, Porr, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Erste Group, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Wiener Privatbank, Warimpex, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.


    Random Partner

    Österreichische Post
    Die Österreichische Post ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in zwölf europäischen Ländern.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Österreich-Depots: Ultimo April-Bilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 30.4.: MAI, S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Robert Halver (audio cd.at)

    » PIR-News: Zahlen von Polytec und Erste Group, Research zu Post und Asta ...

    » ATX zum Ultimo zunächst schwächer– Polytec setzt sich Ziel für die Aktie...

    » Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top ...

    » Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas leichter: Polytec, Frequentis und A...

    » ATX-Trends: Andritz, Warimpex, Palfinger, Bawag ...

    » Österreich-Depots: Eher enttäuschende Zahlen bei Sportradar (Depot Komme...

    » Börsegeschichte 29.4.: OMV; Bajaj Mobility (Börse Geschichte) (BörseGesc...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 21-22: voestalpine(2)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 20-21: Strabag(2), OMV(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Mayr-Melnhof(2), Wienerberger(1), Rosenbauer(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: Kontron(1), Bawag(1)
      Star der Stunde: AT&S 1.74%, Rutsch der Stunde: UBM -1.59%
      Star der Stunde: Telekom Austria 1.04%, Rutsch der Stunde: Flughafen Wien -1.78%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: DO&CO(1), Kontron(1)
      Star der Stunde: Flughafen Wien 0.6%, Rutsch der Stunde: AT&S -2.39%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: AT&S(1)

      Featured Partner Video

      Mein letztes großes Workout vor dem Wien Marathon (30km Tempo) #marathon #marathontraining

      Books josefchladek.com

      Anton Bruehl
      Mexico
      1933
      Delphic Studios

      Ryuji Miyamoto
      Kobe 1995 After the Earthquake
      1995
      Telescope

      Marcel Natkin (ed.)
      Le nu en photographie
      1937
      Éditions Mana

      Gerhard Puhlmann
      Die Stalinallee
      1953
      Verlag der Nation

      Bertien van Manen
      Let's Sit Down Before We Go
      2011
      MACK