Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Nordkorea testet nuklearfähige Raketenwerfer als Machtdemonstration ( Finanztrends)

17.03.2026, 3896 Zeichen

Nordkorea hat mit einem großangelegten Raketentest während der US-Südkorea-Übungen die Spannungen auf der Halbinsel weiter angeheizt. Machthaber Kim Jong Un ließ die als nuklearfähig bezeichneten Systeme persönlich überwachen.

Der Test am Samstag umfasste etwa zehn Kurzstreckenraketen, die von der Region Sunan aus rund 350 Kilometer weit ins Japanische Meer flogen. Nordkoreas Staatsmedien präzisierten am Sonntag, es sei eine Übung mit zwölf neuen 600-mm-Mehrfachraketenwerfern gewesen, die ihre „ultrapräzise“ Treffsicherheit demonstriert hätten. Dies ist der erste ballistische Raketentest seit Ende Januar – eine klare Antwort auf die laufenden Militärmanöver „Freedom Shield“ der USA und Südkoreas.

Kim Jong Uns nukleare Drohgebärde

Die eigentliche Botschaft des Tests liegt nicht in der Reichweite, sondern in der proklamierten Bestückung mit taktischen Atomsprengköpfen. Laut nordkoreanischen Berichten soll die Übung Feinden innerhalb von 420 Kilometern die Zerstörungskraft dieser Waffen verdeutlichen – eine unmissverständliche Warnung an Südkorea und die dort stationierten US-Truppen.

Die getesteten Werfer sind ein relativ neues System. Erst im Februar präsentierte Pjöngjang rund 50 dieser Einheiten und betonte ihre Eignung für „spezielle strategische Missionen“, was üblicherweise den Atomwaffeneinsatz meint. Die Entwicklung zeigt Nordkoreas strategische Neuausrichtung: Neben Interkontinentalraketen gegen die USA baut das Regime ein Arsenal an taktischen, vor Ort einsetzbaren Atomwaffen auf. Diese Diversifizierung stellt die Verteidigungssysteme in Seoul und Tokio vor neue Herausforderungen.

Kalkül hinter der Provokation

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Raketenstarts erfolgten nur Tage nach Beginn des elftägigen Manövers „Freedom Shield“, das Nordkorea stets als Invasionstraining verdammt. Analysten sehen darin den Versuch, die Legitimität der Alliierten-Übungen zu untergraben und eigene Fortschritte zu demonstrieren.

Die Aktion reiht sich in eine Serie eskalierender Tests ein. Erst am 10. März testete die nordkoreanische Marine laut Staatsmedien „strategische Marschflugkörper“ von einem neuen Zerstörer – auch hier deutet „strategisch“ auf Nuklearfähigkeit hin. Dieses Muster soll die Entschlossenheit Washingtons und Seouls testen und die eigene Verhandlungsposition stärken.

Südkorea verurteilt Verstoß gegen UN-Resolutionen

Die Reaktion aus Seoul fiel prompt und scharf. Das südkoreanische Büro für nationale Sicherheit trat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen und verurteilte die Starts als klaren Verstoß gegen UN-Sicherheitsratsresolutionen, die Nordkorea alle ballistischen Raketenaktivitäten verbieten. Die Regierung forderte Pjöngjang auf, die spannungssteigernden Aktionen sofort einzustellen, und kündigte an, die Verteidigungsbereitschaft mit den USA aufrechtzuerhalten.

Militärexperten bereitet besonders die Fähigkeit zur Salvenabfeuerung Sorgen. Ein gleichzeitiger Abschuss von zehn oder mehr Raketen könnte die Abwehrsysteme Südkoreas – wie Patriot und THAAD – überwältigen. Die Klassifizierung als nuklearfähig erhöht das Schadenspotenzial dabei exponentiell. Die Demonstration zeigt: Nordkorea arbeitet an Quantität und Qualität, um eine glaubwürdige Zweitschlagfähigkeit zu sichern.

Diplomatische Sackgasse und anhaltendes Risiko

Mit dem Test unterstreicht Nordkorea erneut seinen Willen, das Waffenprogramm trotz Sanktionen voranzutreiben. Es ist wahrscheinlich, dass Pjöngjang in den verbleibenden Tagen der „Freedom Shield“-Übungen weitere Provokationen folgen lässt.

Die Fronten sind verhärtet: Während die Alliierten auf Abschreckung setzen, sieht das Kim-Regime in Atomwaffen seine Überlebensgarantie. Solange keine diplomatischen Initiativen zur Deeskalation führen, bleibt die koreanische Halbinsel ein Pulverfass. Jeder weitere Raketentest erhöht das Risiko einer Fehlkalkulation – mit potenziell verheerenden Folgen für die gesamte Region.


(17.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Es geht weiter nach oben, Anastasia Potapowa und Lukas Neumayer holen wichtige Punkte




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Strabag, Zumtobel, Lenzing, Agrana, Uniqa, Wolford, RBI, OMV, Porr, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Erste Group, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Wiener Privatbank, Warimpex, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, Deutsche Post, Caterpillar.


Random Partner

Marinomed
Marinomed hat die Vision, das Leben von Patienten, die an Krankheiten mit unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten leiden, in zwei wichtigen therapeutischen Bereichen nachhaltig zu verbessern: Virologie und Immunologie.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Börse-Inputs auf Spotify zu Robert Kleedorfer, Rüdiger Landgraf

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Deutsche Telekom, Polytec, Therese Fran...

» Börsepeople im Podcast S24/21: Hugo Brock

» Österreich-Depots: Ultimo April-Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 30.4.: MAI, S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Robert Halver (audio cd.at)

» PIR-News: Zahlen von Polytec und Erste Group, Research zu Post und Asta ...

» ATX zum Ultimo zunächst schwächer– Polytec setzt sich Ziel für die Aktie...

» Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top ...

» Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas leichter: Polytec, Frequentis und A...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN Vola-Event Deutsche Post
    #gabb #2092

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1135: ATX leicht schwächer, Wienerberger Heavyweight und Geburtstagskind, Strabag mit mehr Streubesitz

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Daido Moriyama
    A Hunter (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture

    Jack Davison
    13–15 November. Portraits: London
    2026
    Helions

    Fabrizio Strada
    Strada
    2025
    89books

    Marcel Natkin (ed.)
    Le nu en photographie
    1937
    Éditions Mana


    17.03.2026, 3896 Zeichen

    Nordkorea hat mit einem großangelegten Raketentest während der US-Südkorea-Übungen die Spannungen auf der Halbinsel weiter angeheizt. Machthaber Kim Jong Un ließ die als nuklearfähig bezeichneten Systeme persönlich überwachen.

    Der Test am Samstag umfasste etwa zehn Kurzstreckenraketen, die von der Region Sunan aus rund 350 Kilometer weit ins Japanische Meer flogen. Nordkoreas Staatsmedien präzisierten am Sonntag, es sei eine Übung mit zwölf neuen 600-mm-Mehrfachraketenwerfern gewesen, die ihre „ultrapräzise“ Treffsicherheit demonstriert hätten. Dies ist der erste ballistische Raketentest seit Ende Januar – eine klare Antwort auf die laufenden Militärmanöver „Freedom Shield“ der USA und Südkoreas.

    Kim Jong Uns nukleare Drohgebärde

    Die eigentliche Botschaft des Tests liegt nicht in der Reichweite, sondern in der proklamierten Bestückung mit taktischen Atomsprengköpfen. Laut nordkoreanischen Berichten soll die Übung Feinden innerhalb von 420 Kilometern die Zerstörungskraft dieser Waffen verdeutlichen – eine unmissverständliche Warnung an Südkorea und die dort stationierten US-Truppen.

    Die getesteten Werfer sind ein relativ neues System. Erst im Februar präsentierte Pjöngjang rund 50 dieser Einheiten und betonte ihre Eignung für „spezielle strategische Missionen“, was üblicherweise den Atomwaffeneinsatz meint. Die Entwicklung zeigt Nordkoreas strategische Neuausrichtung: Neben Interkontinentalraketen gegen die USA baut das Regime ein Arsenal an taktischen, vor Ort einsetzbaren Atomwaffen auf. Diese Diversifizierung stellt die Verteidigungssysteme in Seoul und Tokio vor neue Herausforderungen.

    Kalkül hinter der Provokation

    Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Raketenstarts erfolgten nur Tage nach Beginn des elftägigen Manövers „Freedom Shield“, das Nordkorea stets als Invasionstraining verdammt. Analysten sehen darin den Versuch, die Legitimität der Alliierten-Übungen zu untergraben und eigene Fortschritte zu demonstrieren.

    Die Aktion reiht sich in eine Serie eskalierender Tests ein. Erst am 10. März testete die nordkoreanische Marine laut Staatsmedien „strategische Marschflugkörper“ von einem neuen Zerstörer – auch hier deutet „strategisch“ auf Nuklearfähigkeit hin. Dieses Muster soll die Entschlossenheit Washingtons und Seouls testen und die eigene Verhandlungsposition stärken.

    Südkorea verurteilt Verstoß gegen UN-Resolutionen

    Die Reaktion aus Seoul fiel prompt und scharf. Das südkoreanische Büro für nationale Sicherheit trat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen und verurteilte die Starts als klaren Verstoß gegen UN-Sicherheitsratsresolutionen, die Nordkorea alle ballistischen Raketenaktivitäten verbieten. Die Regierung forderte Pjöngjang auf, die spannungssteigernden Aktionen sofort einzustellen, und kündigte an, die Verteidigungsbereitschaft mit den USA aufrechtzuerhalten.

    Militärexperten bereitet besonders die Fähigkeit zur Salvenabfeuerung Sorgen. Ein gleichzeitiger Abschuss von zehn oder mehr Raketen könnte die Abwehrsysteme Südkoreas – wie Patriot und THAAD – überwältigen. Die Klassifizierung als nuklearfähig erhöht das Schadenspotenzial dabei exponentiell. Die Demonstration zeigt: Nordkorea arbeitet an Quantität und Qualität, um eine glaubwürdige Zweitschlagfähigkeit zu sichern.

    Diplomatische Sackgasse und anhaltendes Risiko

    Mit dem Test unterstreicht Nordkorea erneut seinen Willen, das Waffenprogramm trotz Sanktionen voranzutreiben. Es ist wahrscheinlich, dass Pjöngjang in den verbleibenden Tagen der „Freedom Shield“-Übungen weitere Provokationen folgen lässt.

    Die Fronten sind verhärtet: Während die Alliierten auf Abschreckung setzen, sieht das Kim-Regime in Atomwaffen seine Überlebensgarantie. Solange keine diplomatischen Initiativen zur Deeskalation führen, bleibt die koreanische Halbinsel ein Pulverfass. Jeder weitere Raketentest erhöht das Risiko einer Fehlkalkulation – mit potenziell verheerenden Folgen für die gesamte Region.


    (17.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Es geht weiter nach oben, Anastasia Potapowa und Lukas Neumayer holen wichtige Punkte




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Strabag, Zumtobel, Lenzing, Agrana, Uniqa, Wolford, RBI, OMV, Porr, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Erste Group, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Wiener Privatbank, Warimpex, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, Deutsche Post, Caterpillar.


    Random Partner

    Marinomed
    Marinomed hat die Vision, das Leben von Patienten, die an Krankheiten mit unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten leiden, in zwei wichtigen therapeutischen Bereichen nachhaltig zu verbessern: Virologie und Immunologie.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Börse-Inputs auf Spotify zu Robert Kleedorfer, Rüdiger Landgraf

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Deutsche Telekom, Polytec, Therese Fran...

    » Börsepeople im Podcast S24/21: Hugo Brock

    » Österreich-Depots: Ultimo April-Bilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 30.4.: MAI, S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Robert Halver (audio cd.at)

    » PIR-News: Zahlen von Polytec und Erste Group, Research zu Post und Asta ...

    » ATX zum Ultimo zunächst schwächer– Polytec setzt sich Ziel für die Aktie...

    » Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top ...

    » Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas leichter: Polytec, Frequentis und A...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN Vola-Event Deutsche Post
      #gabb #2092

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1135: ATX leicht schwächer, Wienerberger Heavyweight und Geburtstagskind, Strabag mit mehr Streubesitz

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      Daido Moriyama
      A Hunter (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Masahisa Fukase
      Sasuke
      2025
      Atelier EXB

      Anton Bruehl
      Mexico
      1933
      Delphic Studios

      Fabrizio Strada
      Strada
      2025
      89books

      Olga Ignatovich
      In the Shadow of the Big Brother
      2025
      Arthur Bondar Collection WWII