06.03.2026, 2237 Zeichen
Die Deutsche Telekom verstärkt ihre Aktivitäten im Cybersecurity-Segment. Gemeinsam mit Vodafone startet die Konzern-Tochter Cosmote Telekom in Griechenland eine Kooperation, die Geschäftskunden vor digitalen Bedrohungen schützen soll. Im Fokus stehen standardisierte Netzwerkschnittstellen zur Betrugsprävention und automatisierten Identitätsprüfung.
Zwei APIs gegen Betrugsversuche
Die Partner setzen auf die globale GSMA Open Gateway-Initiative und implementieren APIs nach dem CAMARA-Standard. Die SIM Swap API erkennt Kartenwechsel in Echtzeit und wehrt Account-Übernahmen ab, bevor Angreifer Zugriff erhalten. Die Number Verification API ersetzt unsichere SMS-Einmalpasswörter durch eine automatisierte Authentifizierung direkt über das Mobilfunknetz.
Noch 2026 soll Version 2.0 der Number Verification folgen. Diese Erweiterung funktioniert auch bei WLAN- und VPN-Verbindungen außerhalb des klassischen Mobilfunknetzes. Damit schließt die Telekom eine wichtige Lücke im Sicherheitskonzept für hybride Arbeitsumgebungen.
Strategische Einordnung
Die Deutsche Telekom positioniert sich als treibende Kraft innerhalb der GSMA Open Gateway. Das Netzwerk vereint 85 Anbietergruppen mit rund 300 Netzen und deckt nach Branchenangaben 81 Prozent der weltweiten Mobilfunkverbindungen ab. Durch die Standardisierung dieser Schnittstellen bindet die Branche Telekommunikationsinfrastruktur direkt in die IT-Sicherheitsarchitektur von Unternehmen ein.
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Die Kooperation mit Vodafone unterstreicht das Potenzial digitaler Mehrwertdienste jenseits des klassischen Connectivity-Geschäfts. Der Konzern setzt damit auf ein Segment, das mit zunehmender Digitalisierung und steigenden Cyberbedrohungen an Bedeutung gewinnt.
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