17.03.2026, 4116 Zeichen
Ein kurzes Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit kann das Demenzrisiko bei Senioren noch zwei Jahrzehnte später deutlich reduzieren. Das zeigen die bahnbrechenden Langzeitergebnisse der ACTIVE-Studie, die Anfang 2026 veröffentlicht wurden. Zeitgleich setzt die Bundesregierung mit ihrer Nationalen Demenzstrategie auf Prävention. Experten sehen darin einen Paradigmenwechsel.
Anzeige
Mentale Fitness ab heute: Wer sein Gehirn gezielt trainieren möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber 7 Geheimnisse für ein leistungsfähiges Gedächtnis. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Fokus steigern und Ihr Demenz-Risiko aktiv senken können. Gratis-Report mit 11 Übungen jetzt anfordern
Warum Kreuzworträtsel nicht ausreichen
Die traditionelle Vorstellung von Gedächtnistraining muss überdacht werden. Die 20-Jahres-Daten der ACTIVE-Studie brachten eine Überraschung: Klassisches Gedächtnis- oder Logiktraining senkte das Demenzrisiko nicht signifikant. Einzig das Training der visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen massiven Langzeiteffekt.
Senioren, die dieses „Speed-of-processing“-Training absolvierten, hatten ein um 25 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Bei diesen Übungen müssen visuelle Reize auf einem Bildschirm in immer kürzerer Zeit erfasst werden. Dieses schnelle Entscheiden unter Zeitdruck zwingt das Gehirn offenbar, neue neuronale Verbindungen zu knüpfen.
Digitales Sicherheitsnetz im Alltag
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Adaptivität. Effektive Programme passen den Schwierigkeitsgrad in Echtzeit an die individuelle Leistungsgrenze an. Diese permanente Herausforderung hält den neurologischen Trainingsreiz aufrecht, ohne zu überfordern.
Der Alltagsschutz wird zunehmend durch digitale Anwendungen flankiert. Die europäische Forschungsinitiative „ACCESS-AD“, an der das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) beteiligt ist, integriert innovative Methoden in den Patientenalltag. Dabei kommen smartphone-basierte Gedächtnistests und Smartwatches zum Einsatz.
Sie überwachen kognitive Veränderungen engmaschiger und zeichnen Aktivität sowie Vitalparameter auf. „Die Alzheimer-Therapie steht an einem Wendepunkt“, sagt Prof. Gabor Petzold vom DZNE. Die Versorgung entwickle sich hin zu einer personalisierten Medizin.
Anzeige
Vergessen Sie im Alltag öfter Namen oder wichtige Termine? Dieser anonyme 2-Minuten-Selbsttest mit 7 gezielten Fragen gibt Ihnen eine erste Einschätzung, ob Ihre Vergesslichkeit noch im normalen Bereich liegt. Hier den kostenlosen Demenz-Selbsttest machen
Demenzstrategie auf der Zielgeraden
Die neuen Erkenntnisse fallen in Deutschland auf fruchtbaren Boden. Das Jahr 2026 markiert das Abschlussjahr der Nationalen Demenzstrategie. Bis Ende des Jahres sollen 162 konkrete Maßnahmen umgesetzt sein, um die Lebenssituation von Betroffenen zu verbessern.
Ein aktueller Bericht des DZNE und der Harvard Medical School verleiht diesen Bemühungen Gewicht. Demnach sind schätzungsweise 36 Prozent der Demenzfälle in Deutschland auf veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen. Dazu zählen Bluthochdruck, körperliche Inaktivität und soziale Isolation.
Die Politik setzt daher massiv auf Aufklärung und Verhältnisprävention. In Kommunen sollen Strukturen entstehen, die einen gehirngesunden Lebensstil erleichtern. Der Fokus verschiebt sich von der Pflegebereitschaft hin zur aktiven Prävention, die idealerweise Jahrzehnte vor einem möglichen Ausbruch ansetzt.
Prävention wird zum neuen Standard
Experten werten die Entwicklungen als bedeutsamen Meilenstein. Die Erkenntnis, dass ein kurzer Trainingsaufwand das Risiko über Jahrzehnte senken kann, eröffnet neue Perspektiven für die Gesundheitsvorsorge. Flächendeckende Maßnahmen könnten persönliches Leid mindern und die Sozialkassen entlasten.
Der Alltagsschutz für Senioren wird künftig eine Kombination aus gezieltem Gehirntraining und digitaler Überwachung sein. Die Stärkung der eigenen kognitiven Reserven bleibt die derzeit effektivste Methode, dem geistigen Abbau entgegenzuwirken. Die zentrale Herausforderung ist nun, diese Trainingsprogramme für alle Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.
Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt für irren Effekt, Auffälligkeit bei Semperit, KESt-Auflösung morgen
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Bajaj Mobility AG, Lenzing, EVN, Polytec Group, Verbund, VIG, Wienerberger, DO&CO, Erste Group, Mayr-Melnhof, Fabasoft, Bawag, FACC, Porr, Österreichische Post, voestalpine, Wolford, SW Umwelttechnik, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Semperit, Telekom Austria.
Random Partner
Warimpex
Die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG ist eine Immobilienentwicklungs- und Investmentgesellschaft. Im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen der Betrieb und die Errichtung von Hotels in CEE. Darüber hinaus entwickelt Warimpex auch Bürohäuser und andere Immobilien.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, Semperit, KESt
» ATX knapp im Minus – doch der Total Return erzählt eine andere Geschicht...
» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 24.4.: Grösste Indexumstellung ever, EVN (Börse Geschich...
» Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt fü...
» Nachlese: Frederic Esters Yes, Korinna Schumann, Markus Marterbauer, Pau...
» Wiener Börse zu Mittag leichter: AT&S, Frequentis und Palfinger gesucht
» PIR-News: Addiko, Andritz, Porr, Asta Energy, Uniqa, Fondsvolumen (Chris...
» Von der Fussball-EM zur Agentur-Geschäftsführung: Der "Börsepeople"-Podc...
» Börsepeople im Podcast S24/18: Frederic Esters
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Instone Real Estate und Adler Real Estate vs. UBM...
- Intel und ams-Osram vs. GlaxoSmithKline und Toyot...
- William Hill und Lotto24 vs. GVC Holdings und Cen...
- Ballard Power Systems und Verbio vs. E.ON und –...
- SMA Solar und Aixtron vs. Rheinmetall und Bilfing...
- Amazon und GoPro vs. Zalando und Nintendo – komme...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S24/14: Christoph Holly
Christoph Holly ist Führungskräfte-Trainer, Unternehmer und im Gründungsjahr des ATX geboren. Mir taugt, dass sich Christoph im Alter von 20 selbstständig gemacht hat und dann erst Kunden gesucht h...
Books josefchladek.com
Marcel Natkin (ed.)
Le nu en photographie
1937
Éditions Mana
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Richard Avedon
Nothing Personal
1964
Atheneum Publishers
Gerhard Puhlmann
Die Stalinallee
1953
Verlag der Nation
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
