08.03.2026, 3447 Zeichen
Green Bridge Metals schiebt sein Titac-Projekt in Minnesota technisch einen Schritt weiter – und zwar dort, wo es bei Rohstoffprojekten oft entscheidet: bei der Metallurgie. Aus ausgewählten Bohrkernen soll in einem kanadischen Labor getestet werden, wie sich Titanoxid (TiO₂) aus der Mineralisierung überhaupt sinnvoll gewinnen lässt. Was steckt hinter diesem Doppel-Fokus aus Bohrprogramm und Laborarbeit?
Metallurgie als Schlüsseltest
Geplant ist, ausgewählte Diamantbohrkerne aus Titac nach Kanada zu schicken. Dort werden die Proben in strukturierten Tests speziell auf die Gewinnung von Titanoxid untersucht. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Extraktionswege für TiO₂ aus einer Ilmenit-Mineralisierung infrage kommen – konkret über den Chlorid-Prozess.
Solche metallurgischen Basisdaten sind mehr als „Laborroutine“. Sie sind ein notwendiger Baustein, um spätere Ressourcenbewertungen und technische Studien überhaupt belastbar aufzusetzen. Gerade weil TiO₂-Verarbeitung andere Prozessschritte erfordert als eine klassische Kupfergewinnung, liefert dieser Test wichtige инженерtechnische Parameter für die nächsten Projektphasen.
Parallel läuft die Bohrkampagne
Während das Labor die TiO₂-Frage klären soll, läuft vor Ort weiter ein aktives Diamantbohrprogramm. Dieses zielt auf Kupfermineralisierung, die mit oxidischen ultramafischen Intrusionen im South Contact District des Duluth Complex verknüpft ist.
Das Bohrprogramm hat dabei einen doppelten Nutzen: Es testet die Kupferstrukturen – und liefert gleichzeitig das Material (Bohrkern), das für die Titan-Metallurgie benötigt wird. Der Standort ist geologisch breit aufgestellt: In der Region treten neben Kupfer auch Nickel, Titan, Vanadium und weitere kritische Minerale auf.
Marketingvertrag verlängert – fester Preis
Neben dem operativen Update meldete das Unternehmen auch eine Verlängerung im Bereich Kommunikation: Die Zusammenarbeit mit der deutschen MCS Market Communication Service GmbH (Lüdenscheid) wurde mit sofortiger Wirkung erneuert. Der Vertrag läuft bis Juni 2026 oder bis das Budget aufgebraucht ist und sieht eine fixe Zahlung von 372.000 Euro vor.
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Wichtig dabei: Die Vergütung ist laut Angaben nicht an die Marktperformance gekoppelt, und es werden keine Wertpapiere als Gegenleistung ausgegeben. Der Leistungsumfang umfasst Online-Marketing, Kampagnenerstellung, Materialproduktion sowie Recherche und Analytik.
Zum Handel: Am Freitag schloss die Aktie bei 0,14 Euro und legte am Tag um 6,69% zu.
Im Kern zielt das Update darauf ab, die technische „Machbarkeitsschicht“ des Projekts zu stärken: Die Chlorid-Prozess-Tests sollen verwertbare Grundlagen liefern, während die Bohrungen parallel die Kupferseite weiter abklopfen. Gleichzeitig bleibt der Projektstatus laut technischem Bericht (September 2024) von „inferred“ Ressourcen geprägt – also mit entsprechend hoher geologischer und wirtschaftlicher Unsicherheit.
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