08.03.2026, 4048 Zeichen
Eine neue Studie aus Großbritannien schlägt Alarm: Mehr als die Hälfte der weiblichen Fachkräfte hat die Lust auf den nächsten Karriereschritt verloren. Der sogenannte „Promotion Burnout“ droht, den Fortschritt bei der Gleichstellung um Jahre zurückzuwerfen und die Wirtschaft zu schwächen.
Systematische Benachteiligung zermürbt weibliche Talente
Die am Freitag veröffentlichten Daten des Personaldienstleisters Robert Walters zeigen ein düsteres Bild. 54 Prozent der befragten Frauen geben an, weniger motiviert für eine Beförderung zu sein als noch vor zwei Jahren. Die Gründe sind tief verwurzelt: 81 Prozent fühlen sich in Beförderungsverfahren gegenüber männlichen Kollegen benachteiligt. Für 38 Prozent wird ihre Arbeit schlicht weniger wertgeschätzt.
Anzeige
Um beruflich voranzukommen und gleichzeitig die eigene Gesundheit zu schützen, ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Erholung entscheidend. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen 5 Sofortmaßnahmen, mit denen Sie dauerhaft stressfrei und produktiv bleiben. Kostenloses E-Book für mehr Work-Life-Balance sichern
„Es geht nicht um mangelnden Ehrgeiz“, betont Lucy Bisset, Direktorin bei Robert Walters North. „Es sind anhaltende strukturelle Probleme, die Frauen ausbrennen lassen.“ Dazu zählen eine nicht repräsentative Führungsetage, übersehene Karrierechancen und mangelnde Anerkennung.
Fehlende Vorbilder und stagnierende Spitzenpositionen
Ein zentrales Problem ist die geringe Sichtbarkeit weiblicher Führungskräfte. Nur 34 Prozent der Frauen sehen in ihrem eigenen Unternehmen inspirierende weibliche Vorbilder in Spitzenpositionen. Das ist ein kritischer Faktor für die Entwicklung von Ambitionen.
Die Zahlen untermauern diese Wahrnehmung: In den britischen FTSE-100-Unternehmen verharrte die Zahl weiblicher CEOs 2025 bei nur neun. Ein klarer Beleg für die gläserne Decke, die den Aufstieg blockiert.
Toxische Mischung: Allgemeiner Stress trifft auf spezifische Ungleichheit
Der „Promotion Burnout“ bei Frauen ist kein isoliertes Phänomen. Er trifft auf ein generelles Klima der Überlastung, wie der aktuelle „Burnout Report 2026“ von Mental Health UK bestätigt. Für Frauen kommt jedoch die strukturelle Benachteiligung hinzu.
Anzeige
Der Weg in Führungspositionen erfordert nicht nur fachliche Exzellenz, sondern auch die richtige Strategie zur Mitarbeiterentwicklung und Eigenmotivation. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, wie moderne Führungskräfte Potenziale erkennen und echte Leistungsanreize schaffen. Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung kostenlos herunterladen
Der anhaltende Gender Pay Gap, über den der Gewerkschaftsbund TUC erst im Februar berichtete, verstärkt das Gefühl, für gleiche Leistung nicht fair behandelt zu werden. Diese Kombination aus hohem Arbeitsdruck und geschlechtsspezifischen Hürden drängt weibliche Talente aus den Führungspipelines.
Wirtschaftliche Folgen sind gravierend
Die wirtschaftlichen Implikationen sind erheblich. Ein LinkedIn-Bericht vom vergangenen Donnerstag stellte bereits eine Verlangsamung des Fortschritts von Frauen in Führungspositionen fest. Wenn erfahrene Frauen den nächsten Schritt scheuen, entsteht eine Lücke in der Talentpipeline.
Unternehmen verlieren wertvolles Fachwissen, Innovationskraft und die bewiesenen Vorteile diverser Teams. Zudem wird es für nachfolgende Generationen noch schwerer, aufzusteigen – ein Teufelskreis entsteht.
Politik und Unternehmen sind zum Handeln aufgefordert
Die Studie ist ein unmissverständlicher Weckruf. Expertinnen fordern gezielte Maßnahmen: transparente Beförderungsprozesse, faire Anerkennungspraktiken und umfassende Mentoring-Programme.
Auch die Politik reagiert langsam. Die britische Regierung kündigte vergangene Woche Aktionspläne an, um Frauen in den Wechseljahren am Arbeitsplatz besser zu unterstützen – eine Phase, die oft mit dem Karrierehöhepunkt zusammenfällt.
Die Botschaft ist klar: Nur durch die Beseitigung systemischer Barrieren kann ein Umfeld entstehen, in dem Frauen ihr volles Potenzial entfalten, ohne auszubrennen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt.
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Die Börsezahl des Quartals, die drei meistgehörten Podcasts und das erste Mail an mich als Senator
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.
Random Partner
Freisinger
FREISINGER enterprises setzt auf Old-Economy im Bereich von technischen und industriellen Gütern. Persönlicher Kontakt mit einer guten Mischung aus E-Commerce ergeben eine optimale Vertriebsstruktur für technische Gase, Zubehör und Dienstleistungen.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...
» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...
» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?
» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)
» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...
» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- 21st Austria weekly - EPH (03/04/2026)
- 21st Austria weekly - UBM, RBI, CPI Eurppe (27/03...
- 21st Austria weekly - Vienna Stock Exchange (02/0...
- 21st Austria weekly - Porr, Kontron, Andritz, Baj...
- 21st Austria weekly - Raiffeisen Top Picks (01/04...
- 21st Austria weekly - FACC, Kontron, Andritz, Fre...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka
Ruth Jedliczka ist Geschäftsführerin Mischek Bauträgerservice mit Schwerpunkt Akquisition und Quartiersentwicklung. Seit 1999 ist die Managerin mit Architektur-Hintergrund im Unternehmen und gibt e...
Books josefchladek.com
Daido Moriyama
Farewell Photography (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
Dean Garlick
100 Sculptural Circumstances
2025
Lodge Press
Jack Davison
13–15 November. Portraits: London
2026
Helions
Olga Ignatovich
In the Shadow of the Big Brother
2025
Arthur Bondar Collection WWII
