10.03.2026, 2936 Zeichen
Prysmian hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem historischen Rekordergebnis abgeschlossen und dabei die eigenen Erwartungen sogar übertroffen. Während der Kabelspezialist massiv von der globalen Energiewende profitiert, stellt sich für Anleger die Frage, wie viel Potenzial nach der starken Kursrallye des vergangenen Jahres noch in der Aktie steckt.
Starke Zahlen für 2025
Die am 6. März veröffentlichten Unterlagen für die kommende Hauptversammlung belegen die operative Stärke des Konzerns. Prysmian meldete für das abgelaufene Jahr einen Nettogewinn von 1,27 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Treiber war dabei neben dem Kerngeschäft der Verkauf der Beteiligung an YOFC, der einen Buchgewinn von 346 Millionen Euro einbrachte. Dass das bereinigte EBITDA mit rund 2,4 Milliarden Euro und ein freier Cashflow von 1,17 Milliarden Euro die eigenen Prognosen übertrafen, unterstreicht die effiziente operative Führung.
Strategische Weichenstellungen
Neben den Finanzergebnissen treibt das Unternehmen seine Marktposition durch gezielte Projekte und technologische Innovationen voran. Erst in der vergangenen Woche sicherte sich Prysmian eine bedeutende Rahmenvereinbarung mit dem niederländischen Netzbetreiber Alliander zur Stärkung der dortigen Strominfrastruktur. Zudem zielt die Einführung der neuen „Sirocco Ultra“-Kabel auf den wachsenden Bedarf bei 5G-Netzwerken und Rechenzentren ab. Besonders das Segment „Digital Solutions“ zeigte zuletzt eine starke Dynamik und konnte sein bereinigtes Ergebnis im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln.
Optimistischer Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr gibt sich das Management unter CEO Massimo Battaini ambitioniert: Das bereinigte EBITDA soll auf bis zu 2,78 Milliarden Euro steigen, während der freie Cashflow zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro erwartet wird. Trotz dieser positiven Signale notiert die Aktie heute mit einem Minus von rund 4,4 Prozent bei 95,32 Euro. Marktbeobachter werten dies nach einem Kursanstieg von über 81 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate primär als technische Korrektur, zumal der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 35 bereits eine kurzfristig überverkaufte Situation andeutet.
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Mit einem Auftragsbestand von rund 17 Milliarden Euro sieht sich das Unternehmen auf Kurs, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Die endgültige Entscheidung über den Jahresabschluss und die weiteren Pläne fällt auf der Hauptversammlung am 16. April 2026.
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