10.03.2026, 3402 Zeichen
Das vorzeitige Ende in der Champions League belastet nicht nur die Stimmung in Dortmund, sondern reißt auch ein tiefes Loch in die Bilanz. Nachdem die ursprünglichen Saisonziele hinfällig sind, muss die Vereinsführung nun einen Millionenverlust einräumen. Doch wie schwer wiegt der sportliche Rückschlag wirtschaftlich wirklich?
Die Kosten des Scheiterns
Das Ausscheiden gegen Atalanta Bergamo zwingt die Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zur Korrektur: Statt eines ursprünglich kalkulierten Gewinns erwartet der Club für das Geschäftsjahr 2025/2026 nun einen konsolidierten Nettoverlust von bis zu 22 Millionen Euro. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der Wegfall der UEFA-Prämien. Allein durch das Verpassen des Achtelfinals fehlen dem Verein fest eingeplante Einnahmen und variable Boni in Höhe von rund 11 Millionen Euro.
An der Börse hinterlässt die Gewinnwarnung Spuren. Die Aktie beendete den Handel am Montag bei 3,06 Euro und setzt damit ihren Abwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf 6,55 Prozent. Dass die Anleger nervös reagieren, ist kaum verwunderlich, da die wirtschaftliche Stabilität des börsennotierten Vereins massiv an den sportlichen Erfolg auf europäischer Bühne gekoppelt ist.
Umbruch im Mittelfeld
Parallel zur finanziellen Neuausrichtung leitet Sportdirektor Lars Ricken den personellen Wandel ein. Nationalspieler Julian Brandt wird den Verein nach sieben Jahren verlassen, da sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Für den Club bedeutet dieser Abschied das Ende einer Ära, eröffnet aber gleichzeitig Spielraum in der Gehaltsstruktur.
Unter Trainer Niko Kovac soll das Mittelfeld im Sommer neu konstruiert werden. Während Brandt sportlich bis zum Saisonende eine tragende Rolle spielt, dient die Trennung primär dazu, neue Impulse zu setzen und den Kaderumbruch voranzutreiben. Dieser Schritt verdeutlicht, dass der Verein trotz der aktuellen Finanzlücke gewillt ist, das sportliche Profil für die kommende Spielzeit zu schärfen.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BVB?
Charttechnik liefert Warnsignale
Aus technischer Sicht bleibt die Lage für die Aktionäre angespannt. Mit einem Kurs von 3,06 Euro notiert das Papier deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,48 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 4,08 Euro hat sich inzwischen auf knapp 25 Prozent ausgeweitet. Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt sich lediglich beim Relative-Stärke-Index (RSI), der mit einem Wert von 32,0 nahe der überverkauften Zone liegt und eine kurzfristige technische Gegenreaktion möglich erscheinen lässt.
Trotz des erwarteten Defizits von bis zu 22 Millionen Euro stützen solide Rücklagen und stabile Sponsoring-Einnahmen das finanzielle Fundament des Konzerns. Entscheidend für die Bewertung der Aktie bleibt in den kommenden Wochen die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes in der Bundesliga, um die lukrativen Einnahmen aus der Champions League für das nächste Geschäftsjahr frühzeitig abzusichern.
Anzeige
BVB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BVB-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:
Die neusten BVB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BVB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BVB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Frequentis, Rosgix, EVN, ATX, ATX Prime, ATX TR, Porr, Bawag, ATX NTR, Erste Group, VIG, Uniqa, Österreichische Post, Polytec Group, Lenzing, Addiko Bank, Andritz, AT&S, DO&CO, FACC, Palfinger, Bajaj Mobility AG, RBI, SBO, Strabag.
Random Partner
Polytec
Die Polytec Group ist ein Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen und ist mit 26 Standorten und über 4.500 Mitarbeitern weltweit aktiv. Das österreichische Unternehmen zählt renommierte Weltmarken der Automobilindustrie zu seinen Kunden.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Feiner April-Start (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 1.4.: Bitte wieder so wie im Horrorjahr 2008 (Börse Gesc...
» Nachlese: Alexander von Schirmeister Nomentia, Cyan, Thomas Winkler UBM ...
» PIR-News: Research zu Porr (Christine Petzwinkler)
» Starker Auftakt ins zweite Quartal: ATX legt kräftig zu, AT&S mit zweist...
» Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was d...
» Von Mexiko über eBay bis zur Treasury-Software: Alexander von Schirmeist...
» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: AT&S, Do&Co und FACC gesucht
» ATX-Trends: Addiko, RBI, OMV, ams Osram ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- ATX TR-Frühmover: Siemens Energy, Deutsche Teleko...
- DAX-Frühmover: Siemens Energy, Deutsche Telekom, ...
- Research-Fazits zu SAP, Delivery Hero, Siemens, H...
- Guten Morgen mit Novo Nordisk, Eli Lilly, Lufthan...
- Wie Noratis, Verbio, Rheinmetall, paragon, Salzgi...
- Wie AT&S, ThyssenKrupp, Lufthansa, Vipshop, SBO u...
Featured Partner Video
182. Laufheld Online Workout für Läufer
0:00 - Start des Workouts / start of workout -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mehr Infos und Einblicke findet ihr auf...
Books josefchladek.com
Jacques Fivel
CHINON DCM-206
2025
Le Plac’Art Photo
Michael Rathmayr
Remedy
2025
Nearest Truth
Jan Tschichold
Typografische Entwurfstechnik
1932
Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co
