25.03.2026, 2841 Zeichen
Starke Quartalszahlen, ein historisches Aktienrückkaufprogramm — und trotzdem steht die Salesforce-Aktie seit Jahresbeginn rund 26 Prozent im Minus. Das Unternehmen setzt auf aggressive Kapitalrückführung, um den Kurs zu stabilisieren. Ob das gelingt, hängt auch davon ab, wie lange der Gegenwind anhält.
Das größte Rückkaufprogramm der Unternehmensgeschichte
Seit dem 16. März 2026 läuft ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar — die größte Einzeltransaktion dieser Art in der Geschichte von Salesforce. Das Programm ist Teil einer im Februar 2026 genehmigten Gesamtinitiative von 50 Milliarden Dollar zur Kapitalrückführung an die Aktionäre.
Im Rahmen der Vereinbarung erhielt Salesforce zunächst rund 103 Millionen eigene Aktien zurück. Das entspricht etwa 80 Prozent der im Rahmen dieser Tranche erwarteten Gesamtmenge. Der endgültige Rückkaufpreis richtet sich nach dem volumengewichteten Durchschnittskurs während der Laufzeit des Programms. Der Abschluss ist für das dritte oder vierte Quartal des Geschäftsjahres 2027 geplant.
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Gute Zahlen, schwacher Kurs
Die Quartalszahlen für das vierte Quartal überzeugten: Salesforce meldete einen Gewinn je Aktie von 3,81 Dollar — deutlich über der Analystenerwartung von 3,05 Dollar. Der Umsatz erreichte 11,2 Milliarden Dollar.
Am Dienstag brach die Aktie dennoch um mehr als sechs Prozent ein und gehörte damit zu den schwächsten Titeln im Dow Jones Industrial Average. Aktuell notiert das Papier bei rund 158,60 Euro und liegt damit weit unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts. Belastend wirken das volatile Zinsumfeld und geopolitische Unsicherheiten, die zuletzt den gesamten Technologiesektor unter Druck gesetzt haben.
Reaktion des Marktes
Im vorbörslichen Handel am Tag nach der Bekanntgabe des Rückkaufprogramms legte die Aktie mehr als zwei Prozent zu. Anleger werteten das Volumen des Programms als Signal des Managements, dass das Unternehmen seine eigene Aktie für deutlich unterbewertet hält und über ausreichend freien Cashflow verfügt, um diese Position zu untermauern.
Das Rückkaufprogramm allein dürfte die strukturellen Belastungen nicht auflösen. Entscheidend wird sein, ob sich das Marktumfeld für Technologiewerte im laufenden Jahr stabilisiert — und ob Salesforce die starken Quartalsergebnisse in den kommenden Quartalen bestätigen kann.
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