28.03.2026, 3077 Zeichen
Der Chemiekonzern BASF drückt beim Umbau seines Portfolios aufs Tempo. Mit der Reduzierung einer britischen Ölbeteiligung und dem vollständigen Rückzug aus dem Industriepark Höchst fließen dem Unternehmen frische Mittel zu. Die Maßnahmen unterstreichen den strikten Sparkurs, während sich der Fokus zunehmend auf hochintegrierte Standorte verlagert.
Kasse machen in Großbritannien
Die BASF Handels- und Exportgesellschaft hat ihre Beteiligung am britischen Öl- und Gasproduzenten Harbour Energy spürbar verringert. Aufgrund der hohen Nachfrage stockte der Konzern das Platzierungsvolumen von ursprünglich 60 auf 80 Millionen Aktien auf. Bei einem Preis von 273 Pence pro Stück beläuft sich der Bruttoerlös auf umgerechnet rund 252 Millionen Euro. Der Verkaufspreis entspricht einem Abschlag von neun Prozent zum vorangegangenen Schlusskurs.
Damit sinkt der Stimmrechtsanteil der Ludwigshafener von über 41 auf nunmehr etwa 35 Prozent. Für die verbleibenden Papiere gilt eine Haltefrist von 90 Tagen. BASF nutzt hierbei das günstige Marktumfeld, nachdem die Papiere von Harbour Energy seit Jahresbeginn deutlich zulegen konnten.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Schlussstrich in Frankfurt-Höchst
Parallel zum Anteilsverkauf vollzieht die Agrarsparte den endgültigen Ausstieg aus dem Standort Frankfurt-Höchst. Alle dortigen Produktionsanlagen gehen an die ProChem InnoTec GmbH über, wobei der Abschluss der Transaktion für das erste Quartal 2027 angesetzt ist. Bereits Ende 2024 hatte BASF die Herstellung des Herbizids Glufosinat-Ammonium in Höchst wegen massiven Kostendrucks eingestellt. Der Rückzug aus Hessen betrifft rund 300 Arbeitsplätze und fügt sich nahtlos in das weltweite Effizienzprogramm ein.
Fokus auf hochintegrierte Standorte
Die Desinvestitionen spiegeln die klare Strategie wider, sich von unrentablen Anlagen sowie Randaktivitäten zu trennen und die operative Komplexität zu senken. Die freiwerdende Liquidität stützt den Konzern in einer Phase enormer Investitionen, wie der erst am Donnerstag offiziell in Betrieb genommenen Produktionsbasis im chinesischen Zhanjiang. An der Börse wird dieser konsequente Umbau honoriert. Mit einem Schlusskurs von 51,36 Euro am Freitagabend notiert das Papier nur noch hauchdünne 0,47 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die aktuellen Verkäufe verschaffen dem Management weiteren finanziellen Spielraum für die Neuausrichtung des Kerngeschäfts. Während die Trennung von Altlasten in Deutschland voranschreitet, liegt der strategische Fokus nun auf dem Hochlauf der neuen Kapazitäten in China. Ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem asiatischen Großprojekt wird ab dem Geschäftsjahr 2027 erwartet.
Anzeige
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1128: ATX am Gründonnerstag rot, Extremes zu AT&S und RBI, dazu Input zu Edda Vogt und New Orders ab Dienstag
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria.
Random Partner
Strabag
Strabag SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Durch das Engagement der knapp 72.000 MitarbeiterInnen erwirtschaftet das Unternehmen jährlich eine Leistung von rund 14 Mrd. Euro (Stand 06/17).
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)
» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...
» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...
» Wiener Börse Party #1128: ATX am Gründonnerstag rot, Extremes zu AT&S un...
» Wiener Börse am Vormittag deutlich leichter: Agrana, Verbund und Polytec...
» Edda Vogt: 25 Jahre bei der Deutsche Börse und warum Finanzbildung keine...
» Österreich-Depots: Feiner April-Start (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 1.4.: Bitte wieder so wie im Horrorjahr 2008 (Börse Gesc...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX gibt am Donnerstag 0,36 Prozent ab
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: EuroTeleSites am b...
- Raiffeisen Top Picks: Einige Energie-Titel neu au...
- Wie Addiko Bank, Frauenthal, Zumtobel, EuroTeleSi...
- Wie Verbund, SBO, Porr, EVN, voestalpine und Lenz...
- Wiener Börse-Chef Christoph Boschan: "Es braucht ...
Featured Partner Video
Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)
Structures are my best Friends. In Kooperation mit dem Zertifikate Forum Austria (ZFA) und presented by Raiffeisen Zertifikate, Erste Group, BNP Paribas, Societe Generale, UBS, Vontobel, dad.at, ge...
Books josefchladek.com
Raymond Thompson Jr
It’s hard to stop rebels that time travel
2025
Void
Gerhard Puhlmann
Die Stalinallee
1953
Verlag der Nation
