Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





KI-Phishing: Weniger E-Mails, aber gefährlicher denn je ( Finanztrends)

27.03.2026, 6574 Zeichen

Die Angriffe per E-Mail werden seltener, aber raffinierter – und damit zur größeren Gefahr für Unternehmen. Während die reine Menge an Phishing-Mails statistisch zurückgeht, steigt ihre Treffsicherheit durch Künstliche Intelligenz (KI) dramatisch an. Das zeigt der aktuelle M-Trends 2026 Report. Demnach sind nur noch etwa 6 Prozent aller Erstinfektionen auf klassisches E-Mail-Phishing zurückzuführen, ein starker Rückgang gegenüber 22 Prozent im Jahr 2022. Doch Sicherheitsexperten warnen: Diese Zahl trügt. Generative KI verwandelt bösartige Nachrichten in hochgradig personalisierte Waffen, die traditionelle Filter oft umgehen.

Anzeige

Angreifer nutzen psychologische Schwachstellen und KI-generierte Inhalte immer geschickter aus, um Sicherheitsbarrieren in Unternehmen zu überwinden. Dieser Experten-Guide unterstützt Sie in 4 Schritten bei der erfolgreichen Hacker-Abwehr und zeigt wirksame Schutzmaßnahmen gegen aktuelle Phishing-Methoden. Kostenloses Anti-Phishing-Paket herunterladen

Die Industrialisierung des Cyber-Angriffs

Der neue Report offenbart eine beunruhigende Effizienzsteigerung im Cybercrime. Eine der auffälligsten Erkenntnisse: Die Zeit zwischen dem ersten Eindringen in ein System und der Weitergabe der Zugänge an Erpressungstrojaner-Gruppen (Ransomware) ist extrem geschrumpft. Im Jahr 2025 lag die mittlere „Übergabezeit“ bei nur noch 22 Sekunden – zuvor dauerte dies Stunden.

Diese rasante Geschwindigkeit ist das Ergebnis einer vollautomatisierten Angriffskette, bei der die Phishing-E-Mail nur der Initialfunke ist. Forschungsergebnisse von Kaseya belegen, dass KI-generiertes Phishing zum Standard für Cyberkriminelle geworden ist. Über 82 Prozent aller Phishing-Mails enthalten mittlerweile KI-generierte Elemente. Diese Tools eliminieren klassische Warnsignale wie schlechte Grammatik. Die personalisierten Köder erreichen eine um 54 Prozent höhere Klickrate, da sie den Schreibstil von Vorgesetzten oder Geschäftspartnern täuschend echt imitieren, basierend auf öffentlich verfügbaren Daten.

Neue Tricks: OAuth-Missbrauch und die Rückkehr des Telefons

Die Angriffe zielen längst nicht mehr nur auf Passwörter. Eine aktuelle, massive Phishing-Kampagne, die Forscher von Huntress analysierten, umgeht gezielt die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie attackiert Microsoft-Cloud-Konten, indem sie Anmeldeverfahren für Smart-TVs oder Drucker nachahmt. Statt Passwörter zu stehlen, tricksen die Angreifer Nutzer aus, langlebige OAuth-Tokens zu genehmigen. Diese gewähren bis zu 90 Tage lang persistenten Zugang zu Firmenumgebungen – ohne weitere Authentifizierung.

Parallel erlebt „Vishing“, also Social Engineering per Telefon, ein Comeback. Laut M-Trends ist es mit 11 Prozent zum zweithäufigsten Einstiegsvektor aufgestiegen. Angreifer setzen zunehmend auf Mehrkanal-Strategien: Eine technisch „saubere“ E-Mail ohne Schadcode baut Vertrauen auf, bevor ein Folgeanruf oder eine SMS sensible Informationen erpressen soll. Die E-Mail ist damit oft nicht der finale Angriff, bleibt aber ein zentrales Werkzeug im Social-Engineering-Arsenal.

EU Cyber Resilience Act: Der regulatorische Druck wächst

Während die Bedrohungslage eskalert, verschärft Europa den regulatorischen Rahmen. Der EU Cyber Resilience Act (CRA) ist seit Dezember 2024 in Kraft und nähert sich seinen ersten großen Fristen. Ab dem 11. September 2026 werden die Meldepflichten für ausgenutzte Sicherheitslücken und schwerwiegende Vorfälle verbindlich. Die Verordnung macht Cybersicherheit für Hersteller und Händler digitaler Produkte zur gesetzlichen Pflicht – von der Entwicklung bis zum Ende des Lebenszyklus.

In Deutschland hält das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Warnstufe „Aktiv“ aufrecht. Das Volumen neuer Schadprogrammvarianten liegt nach wie vor bei etwa 300.000 pro Tag, wobei E-Mail ein Hauptverteilungsweg für Ransomware bleibt. Für Unternehmen geht es bei der Compliance nicht mehr nur um Datenschutz, sondern um operative Widerstandsfähigkeit. Die nächste Deadline am 11. Juni 2026 für die Benennung von Konformitätsbewertungsstellen treibt derzeit interne Audits voran.

Anzeige

Angesichts neuer Gesetze und der rasanten Entwicklung von KI stehen viele Geschäftsführer vor wachsenden Herausforderungen in der IT-Sicherheit. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt, wie Sie Ihr Unternehmen mit einfachen Maßnahmen proaktiv schützen und die Anforderungen an die Cyber Security 2024 erfüllen. Gratis Cyber-Security-Leitfaden sichern

Die Gegenwehr: Agenten-KI und Identität im Fokus

Als Reaktion auf die KI-gesteuerten Angriffe setzt die Sicherheitsbranche auf „agentische“ Abwehrmodelle. Auf der RSAC 2026 Konferenz stellte das Unternehmen IRONSCALES etwa KI-gesteuerte E-Mail-Agenten vor, die neuartige Bedrohungen autonom erkennen und bekämpfen sollen. Sie analysieren dabei Absicht und Kontext einer Nachricht, nicht nur statische Indikatoren.

Diese Entwicklung scheint überfällig. Eine Umfrage ergab, dass 62 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen KI-gestützte Abwehrtools bereits als überlebenswichtig einstufen. Traditionelle Filter, die auf schwarzen Listen und bekannten Signaturen basieren, sind gegen „polymorphe“ Kampagnen, bei denen keine zwei E-Mails gleich sind, zunehmend wirkungslos. Die nächste Generation der Verteidigung setzt auf „Identity-First Security“. Dabei bewertet das System die Legitimität einer Kommunikation anhand des etablierten Verhaltensmusters von Absender und Empfänger.

Ausblick: Der Wettlauf beschleunigt sich

Für das restliche Jahr 2026 deutet alles auf eine weitere Eskalation des Wettrüstens hin. Da generative KI immer zugänglicher wird, sinken die Kosten für gezielte Phishing-Kampagnen weiter. Experten prognostizieren die nächste Angriffswelle: Deepfake-Audio und -Video, direkt in betrügerische E-Mail-Kommunikation integriert. Für Mitarbeiter wird es dann nahezu unmöglich, eine legitime Anfrage von einem Betrug zu unterscheiden – ohne technische Hilfe.

Unternehmen müssen auf eine ganzheitliche Strategie setzen, die fortschrittliche technische Kontrollen mit kontinuierlicher Sensibilisierung der Belegschaft verbindet. Das Ziel ist der Wechsel von reaktiver Schadensbegrenzung zu proaktiver Eindämmung. Mit der vollständigen Anwendung des CRA ab Ende 2027 bleibt 2026 ein kritisches Zeitfenster für die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Der Fokus verschiebt sich vom Blockieren „böser“ E-Mails hin zum Aufbau einer resilienten Umgebung, in der ein erfolgreicher Phishing-Angriff innerhalb von Sekunden erkannt und neutralisiert werden kann – im Einklang mit dem Tempo des modernen Gegners.


(27.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:UBM, CA Immo, Agrana, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Marinomed Biotech, Frequentis, Rosgix, EVN, Kapsch TrafficCom, Andritz, Addiko Bank, Linz Textil Holding, Mayr-Melnhof, Porr, Stadlauer Malzfabrik AG, Semperit, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Dow Jones, Boeing, Caterpillar, Fresenius Medical Care, Münchener Rück, Deutsche Boerse, Hannover Rück.


Random Partner

VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» (Christian Drastil)

» Starker Auftakt ins zweite Quartal: ATX legt kräftig zu, AT&S mit zweist...

» Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was d...

» Von Mexiko über eBay bis zur Treasury-Software: Alexander von Schirmeist...

» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: AT&S, Do&Co und FACC gesucht

» ATX-Trends: Addiko, RBI, OMV, ams Osram ...

» Börsepeople im Podcast S24/08: Alexander von Schirmeister

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. RBI, CPI Europe, Robert Halver, Lars Re...

» Q1-Finale an den Märkten: Turnaround-Stories, mehr Volumen und die Suche...

» Österreich-Depots: Q1-Bilanz, Stockpicking Österreich mit Mini-Plus (Dep...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: DO&CO 1.47%, Rutsch der Stunde: Zumtobel -1.31%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 12-13: Österreichische Post(2), OMV(2), Wienerberger(1), FACC(1), Bawag(1)
    Smeilinho zu Porr
    Star der Stunde: UBM 1.15%, Rutsch der Stunde: Lenzing -1.37%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: Fabasoft(2), Zumtobel(1), AT&S(1), RBI(1), OMV(1), DO&CO(1), Kontron(1)
    BSN Vola-Event Rheinmetall
    BSN Vola-Event Commerzbank
    Star der Stunde: RBI 1.03%, Rutsch der Stunde: Lenzing -3.07%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 10-11: Semperit(2), AT&S(2), OMV(1), Erste Group(1), FACC(1), Flughafen Wien(1), SBO(1), Porr(1)

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S24/05: Verena Tanos

    Verena Tanos ist Marketerin in der Immobilien-Entwicklung bei der Strabag Real Estate und Mischek. Wir gehen in einer spannenden Karriere über Lowe GGK hin zu Führungsjobs bei ORF Enterprise, Epame...

    Books josefchladek.com

    Raymond Thompson Jr
    It’s hard to stop rebels that time travel
    2025
    Void

    Anton Bruehl
    Mexico
    1933
    Delphic Studios

    Michael Rathmayr
    Remedy
    2025
    Nearest Truth

    Ludwig Kozma
    Das Neue Haus
    1941
    Verlag Dr. H. Girsberger & Cie

    Léon-Paul Fargue & Roger Parry & Fabian Loris
    Banalité
    1930
    Librairie Gallimard


    27.03.2026, 6574 Zeichen

    Die Angriffe per E-Mail werden seltener, aber raffinierter – und damit zur größeren Gefahr für Unternehmen. Während die reine Menge an Phishing-Mails statistisch zurückgeht, steigt ihre Treffsicherheit durch Künstliche Intelligenz (KI) dramatisch an. Das zeigt der aktuelle M-Trends 2026 Report. Demnach sind nur noch etwa 6 Prozent aller Erstinfektionen auf klassisches E-Mail-Phishing zurückzuführen, ein starker Rückgang gegenüber 22 Prozent im Jahr 2022. Doch Sicherheitsexperten warnen: Diese Zahl trügt. Generative KI verwandelt bösartige Nachrichten in hochgradig personalisierte Waffen, die traditionelle Filter oft umgehen.

    Anzeige

    Angreifer nutzen psychologische Schwachstellen und KI-generierte Inhalte immer geschickter aus, um Sicherheitsbarrieren in Unternehmen zu überwinden. Dieser Experten-Guide unterstützt Sie in 4 Schritten bei der erfolgreichen Hacker-Abwehr und zeigt wirksame Schutzmaßnahmen gegen aktuelle Phishing-Methoden. Kostenloses Anti-Phishing-Paket herunterladen

    Die Industrialisierung des Cyber-Angriffs

    Der neue Report offenbart eine beunruhigende Effizienzsteigerung im Cybercrime. Eine der auffälligsten Erkenntnisse: Die Zeit zwischen dem ersten Eindringen in ein System und der Weitergabe der Zugänge an Erpressungstrojaner-Gruppen (Ransomware) ist extrem geschrumpft. Im Jahr 2025 lag die mittlere „Übergabezeit“ bei nur noch 22 Sekunden – zuvor dauerte dies Stunden.

    Diese rasante Geschwindigkeit ist das Ergebnis einer vollautomatisierten Angriffskette, bei der die Phishing-E-Mail nur der Initialfunke ist. Forschungsergebnisse von Kaseya belegen, dass KI-generiertes Phishing zum Standard für Cyberkriminelle geworden ist. Über 82 Prozent aller Phishing-Mails enthalten mittlerweile KI-generierte Elemente. Diese Tools eliminieren klassische Warnsignale wie schlechte Grammatik. Die personalisierten Köder erreichen eine um 54 Prozent höhere Klickrate, da sie den Schreibstil von Vorgesetzten oder Geschäftspartnern täuschend echt imitieren, basierend auf öffentlich verfügbaren Daten.

    Neue Tricks: OAuth-Missbrauch und die Rückkehr des Telefons

    Die Angriffe zielen längst nicht mehr nur auf Passwörter. Eine aktuelle, massive Phishing-Kampagne, die Forscher von Huntress analysierten, umgeht gezielt die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie attackiert Microsoft-Cloud-Konten, indem sie Anmeldeverfahren für Smart-TVs oder Drucker nachahmt. Statt Passwörter zu stehlen, tricksen die Angreifer Nutzer aus, langlebige OAuth-Tokens zu genehmigen. Diese gewähren bis zu 90 Tage lang persistenten Zugang zu Firmenumgebungen – ohne weitere Authentifizierung.

    Parallel erlebt „Vishing“, also Social Engineering per Telefon, ein Comeback. Laut M-Trends ist es mit 11 Prozent zum zweithäufigsten Einstiegsvektor aufgestiegen. Angreifer setzen zunehmend auf Mehrkanal-Strategien: Eine technisch „saubere“ E-Mail ohne Schadcode baut Vertrauen auf, bevor ein Folgeanruf oder eine SMS sensible Informationen erpressen soll. Die E-Mail ist damit oft nicht der finale Angriff, bleibt aber ein zentrales Werkzeug im Social-Engineering-Arsenal.

    EU Cyber Resilience Act: Der regulatorische Druck wächst

    Während die Bedrohungslage eskalert, verschärft Europa den regulatorischen Rahmen. Der EU Cyber Resilience Act (CRA) ist seit Dezember 2024 in Kraft und nähert sich seinen ersten großen Fristen. Ab dem 11. September 2026 werden die Meldepflichten für ausgenutzte Sicherheitslücken und schwerwiegende Vorfälle verbindlich. Die Verordnung macht Cybersicherheit für Hersteller und Händler digitaler Produkte zur gesetzlichen Pflicht – von der Entwicklung bis zum Ende des Lebenszyklus.

    In Deutschland hält das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Warnstufe „Aktiv“ aufrecht. Das Volumen neuer Schadprogrammvarianten liegt nach wie vor bei etwa 300.000 pro Tag, wobei E-Mail ein Hauptverteilungsweg für Ransomware bleibt. Für Unternehmen geht es bei der Compliance nicht mehr nur um Datenschutz, sondern um operative Widerstandsfähigkeit. Die nächste Deadline am 11. Juni 2026 für die Benennung von Konformitätsbewertungsstellen treibt derzeit interne Audits voran.

    Anzeige

    Angesichts neuer Gesetze und der rasanten Entwicklung von KI stehen viele Geschäftsführer vor wachsenden Herausforderungen in der IT-Sicherheit. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt, wie Sie Ihr Unternehmen mit einfachen Maßnahmen proaktiv schützen und die Anforderungen an die Cyber Security 2024 erfüllen. Gratis Cyber-Security-Leitfaden sichern

    Die Gegenwehr: Agenten-KI und Identität im Fokus

    Als Reaktion auf die KI-gesteuerten Angriffe setzt die Sicherheitsbranche auf „agentische“ Abwehrmodelle. Auf der RSAC 2026 Konferenz stellte das Unternehmen IRONSCALES etwa KI-gesteuerte E-Mail-Agenten vor, die neuartige Bedrohungen autonom erkennen und bekämpfen sollen. Sie analysieren dabei Absicht und Kontext einer Nachricht, nicht nur statische Indikatoren.

    Diese Entwicklung scheint überfällig. Eine Umfrage ergab, dass 62 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen KI-gestützte Abwehrtools bereits als überlebenswichtig einstufen. Traditionelle Filter, die auf schwarzen Listen und bekannten Signaturen basieren, sind gegen „polymorphe“ Kampagnen, bei denen keine zwei E-Mails gleich sind, zunehmend wirkungslos. Die nächste Generation der Verteidigung setzt auf „Identity-First Security“. Dabei bewertet das System die Legitimität einer Kommunikation anhand des etablierten Verhaltensmusters von Absender und Empfänger.

    Ausblick: Der Wettlauf beschleunigt sich

    Für das restliche Jahr 2026 deutet alles auf eine weitere Eskalation des Wettrüstens hin. Da generative KI immer zugänglicher wird, sinken die Kosten für gezielte Phishing-Kampagnen weiter. Experten prognostizieren die nächste Angriffswelle: Deepfake-Audio und -Video, direkt in betrügerische E-Mail-Kommunikation integriert. Für Mitarbeiter wird es dann nahezu unmöglich, eine legitime Anfrage von einem Betrug zu unterscheiden – ohne technische Hilfe.

    Unternehmen müssen auf eine ganzheitliche Strategie setzen, die fortschrittliche technische Kontrollen mit kontinuierlicher Sensibilisierung der Belegschaft verbindet. Das Ziel ist der Wechsel von reaktiver Schadensbegrenzung zu proaktiver Eindämmung. Mit der vollständigen Anwendung des CRA ab Ende 2027 bleibt 2026 ein kritisches Zeitfenster für die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Der Fokus verschiebt sich vom Blockieren „böser“ E-Mails hin zum Aufbau einer resilienten Umgebung, in der ein erfolgreicher Phishing-Angriff innerhalb von Sekunden erkannt und neutralisiert werden kann – im Einklang mit dem Tempo des modernen Gegners.


    (27.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:UBM, CA Immo, Agrana, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Marinomed Biotech, Frequentis, Rosgix, EVN, Kapsch TrafficCom, Andritz, Addiko Bank, Linz Textil Holding, Mayr-Melnhof, Porr, Stadlauer Malzfabrik AG, Semperit, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Dow Jones, Boeing, Caterpillar, Fresenius Medical Care, Münchener Rück, Deutsche Boerse, Hannover Rück.


    Random Partner

    VIG
    Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » (Christian Drastil)

    » Starker Auftakt ins zweite Quartal: ATX legt kräftig zu, AT&S mit zweist...

    » Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was d...

    » Von Mexiko über eBay bis zur Treasury-Software: Alexander von Schirmeist...

    » Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: AT&S, Do&Co und FACC gesucht

    » ATX-Trends: Addiko, RBI, OMV, ams Osram ...

    » Börsepeople im Podcast S24/08: Alexander von Schirmeister

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. RBI, CPI Europe, Robert Halver, Lars Re...

    » Q1-Finale an den Märkten: Turnaround-Stories, mehr Volumen und die Suche...

    » Österreich-Depots: Q1-Bilanz, Stockpicking Österreich mit Mini-Plus (Dep...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      Star der Stunde: DO&CO 1.47%, Rutsch der Stunde: Zumtobel -1.31%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 12-13: Österreichische Post(2), OMV(2), Wienerberger(1), FACC(1), Bawag(1)
      Smeilinho zu Porr
      Star der Stunde: UBM 1.15%, Rutsch der Stunde: Lenzing -1.37%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: Fabasoft(2), Zumtobel(1), AT&S(1), RBI(1), OMV(1), DO&CO(1), Kontron(1)
      BSN Vola-Event Rheinmetall
      BSN Vola-Event Commerzbank
      Star der Stunde: RBI 1.03%, Rutsch der Stunde: Lenzing -3.07%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 10-11: Semperit(2), AT&S(2), OMV(1), Erste Group(1), FACC(1), Flughafen Wien(1), SBO(1), Porr(1)

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S24/05: Verena Tanos

      Verena Tanos ist Marketerin in der Immobilien-Entwicklung bei der Strabag Real Estate und Mischek. Wir gehen in einer spannenden Karriere über Lowe GGK hin zu Führungsjobs bei ORF Enterprise, Epame...

      Books josefchladek.com

      Otto Wagner
      Moderne Architektur
      1902
      Anton Schroll

      Stephen Shore
      Uncommon Places
      1982
      Aperture

      Pedro J. Saavedra
      Donde el viento da la vuelta
      2023
      Self published

      Siri Kaur
      Sistermoon
      2025
      Void

      Marcel Natkin (ed.)
      Le nu en photographie
      1937
      Éditions Mana