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Glencore Aktie: Deadline am Montag ( Finanztrends)

27.03.2026, 3214 Zeichen

Vier Tage noch. Dann entscheidet sich, ob Glencore 2.500 Mitarbeiter in Südafrika entlässt oder ob ein Stromrabatt-Abkommen mit Eskom in letzter Minute doch noch zustande kommt. Der Konzern hat einen Gegenvorschlag eingereicht — und dem staatlichen Energieversorger eine harte Frist bis zum 31. März gesetzt.

Der Kern des Streits: Glencores Ferrochrom-Schmelzöfen in Südafrika sind ohne staatlich subventionierte Stromtarife nicht rentabel zu betreiben. Eskom hatte ein Entlastungspaket vorgelegt, doch Glencore wertete bestimmte Bedingungen darin als „kommerziell nicht umsetzbar". Mit dem Gegenvorschlag liegt der Ball nun bei Eskom und der Regierung. Wird er nicht bis Montag bei der Energieregulierungsbehörde Nersa eingereicht, will Glencore die bereits seit Februar aufgeschobenen Entlassungen vollziehen.

Strukturkrise mit konkreten Zahlen

Der Konflikt spiegelt eine tiefere Krise wider. Südafrika hält rund 80 Prozent der weltweiten Chromreserven, hat seine Führungsposition als Ferrochrom-Produzent jedoch an China verloren — maßgeblich weil die Stromkosten seit 2008 um mehr als 900 Prozent gestiegen sind und mittlerweile bis zu 40 Prozent der Produktionskosten ausmachen. Von 66 Schmelzöfen im Land sind heute nur noch 11 in Betrieb.

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Gegenseitige Abhängigkeit

Die Verhandlungen sind für beide Seiten existenziell. Eskom-CEO Dan Marokane hat öffentlich eingeräumt, dass eine Rückkehr von Glencore Merafe und Samancor dem hochverschuldeten Versorger — Schuldenlast rund 372 Milliarden Rand — jährlich 12,8 Terawattstunden an Stromverkäufen sichern würde. Energieminister Kgosientsho Ramokgopa bezifferte den potenziellen Gesamteffekt auf 18 Milliarden Rand an Eskom-Einnahmen und 76 Milliarden Rand an zusätzlichen Exporterlösen für Südafrika.

Scheitern die Gespräche, schätzt die Gewerkschaft Solidarity, dass bis zu 7.000 Beschäftigte im gesamten Sektor betroffen sein könnten — inklusive der Belegschaft des Konkurrenten Samancor Chrome. Für Glencore käme neben dem unmittelbaren Produktionsverlust ein weiteres Risiko hinzu: Kunden, die sich alternative Lieferketten aufbauen, kehren selten zurück.

Glencore erklärte, alles in seiner Macht Stehende tun zu wollen, um den Kollaps des Deals zu verhindern. Die Aktie notiert aktuell bei 6,15 Euro und hat sich seit ihrem Jahrestief im April 2025 mehr als verdoppelt — ein Kursanstieg, der zeigt, wie viel Vertrauen Anleger zuletzt in den Konzern gesetzt haben. Ob dieses Vertrauen gerechtfertigt bleibt, entscheidet sich am 31. März.

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